Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 37.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 285 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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ItoXXL PftjfcttKtfc IS. für die religiöse» und fotialen Juterefie» des Judenthums. HerouDgtgtbt, von Rabbmcr vr. M. Htüchmer in Magdeburg. |it »echt ul i(itkii) -ft »««•*• *• fit Me .3Int(lttl4i S*4t*f*tlfr ■u Wi ««• .ggklscht Itttinlit.tlill*, b c HcimgckMl’..!»; fctUttut Mn Mtnt Kau* ft Vf* st»» nttntkn »»rch Mt Kcmmcta. JjmMtlMn»*»a».Z^.D«uto« 6m Oa. Jludolf Mo—t, TT.—rftotn 6m Vogl» x. H. »n littet ft*t«|t«>tm m : |l* >w ,JlllH. | ~ ta *U«lMktw*. ■MnrtflU nttttel H et* Kai la«|»fg>Tfia. m ji i Raanc: tat Jaatlll»*. UkUHV. ' M Kn fagtatmi .... Mntilttktb». kittetet SRtvkag: jkliil« UVUxf, | kt» «»kl»,kt: M (SgT, 10 Stet., ML. 4 »jgttti. ■■■'£ kn .MntMtW' i » M Jkutntm Mltf »uw. >k>o«r IkUtgkl ffvtiftl: Die Schranke, M Lersöhnungstagts. — Der JhfcgMioift der Juden. —. 0tri4tt nk SmtfHiHiM I D eulschl gnd: Ma-deburg. Verit». Halle a. d. S. Sehe», vom Riederrhei«. Oesterreich.Uu,aru: Ptekeck. Krakau* Gran. »m.rika: Philadelphia. Hao-florf. OlflWi m» »e»tK» «tuchetchten. SRagbtbuM. Dortmund. Srrlm. »kniglbttg O^Pr. Drsiau. Stehe». Düffeldors* Kord» Haus». Wie». Nugat». Paja. Portugal* Loudan. Italien* Ra«. Nuhlaud. Louftautinopel. 2>sera«e* Die Schranke» de- Berföhxuxg-tageA. Versöhnung — o himmlische Hand, die du in dir Satten unsere» Herzen« möchtig greifst. um die schrillste» Mtßtön« unsere» Leben», di« Sünde, in die liebliche Har- «ontt der Unschuld aufzilüe«! Und doch, wo ist da» Erhabene, 'da» nicht durch den Unverstand, durch Engherzigkeit oder Maßlosigkeit verunftastet und mißbraucht werden köante? Nicht» ist ohne T.nschränkuug gut oder böse, und wie der reinste Spiegel am leichtesten gettübt werden kann, so liegt die Möglichkeit und Gefährlichkeit de» Mißbrauche» »»her, je höher der Werth »ad die würde einer Institution ist. — Luch der Brrsöhnung»tag köante mißbraucht werden, könnte Unheil anstiften, wenn nicht de Grenzen seine» Wtrku«gs-Vereiche» obgestelk» wäre». .Hell euch Israeliten"! — ruft der alte Rabbi Ltiba au»*) — .Wer ist e», vor dem ihr euch reinigt? Wer, der euch Neinigurg gewährt? Euer Vater im Himmel!' Zwshen Mensch und Gott, ohne jede Vermittlung, ohne Zwischen-Perso« soll da» Werk der Versöhnung im Judenthum stattfinde»! Welche erhebende Lehre! Und bist du auch noch so gefalle«. » Me »sch; hast du dich noch so w it entfernt von der Höhe deiner Bestimmung-immer bleibt dir di« Kraft, dich wieder zu erheben, die verloren« Höh« weder zu erklimme« und. deinen Gott wieder auszusuche». So wett kannst du dich nicht von deine« Gott entferne», daß du nicht wieder den Weg zurück finden und geh in könntest! Di« Kraft, dich mit deinem Gotte wieder auszusöhnen, kann dir nie verlorm gehen. .Wer ist e» vor de« •mbo Di Dnmso nnx v -rv'? eomrx *) LDV2VLS'2X.nanx Machen- S*pt«mfer. 1888. Titohn. 8649. j Aalender. |tWU>tU| . 18 8 frtitmt . > . 14 9 ImtbtKk 15 10 Jo« ka-Kipp,rlm (<^S). Könnt«» . . 16 11 >»««1«». . . 17 12 Dionst«» . . 18 18 »tttnwch . . 19 14 9«mwv«ta» . 20 15 Sackotk, 1. Tag. ihr euch reinigt? Wer der euch Reinheit gewährt?" — Nicht ein Mensch, der sündhaft ist, wie du — kein Frommer, kein Heiliger; sie bedürfen alle ihrer ganzen K'ast für sich selber, um sich iu der Näh« Gotte» zu erhalten — sondern: »Dein Vater im Himmel"! Er selber, ohne jede Bermtttlung. Du bedarfst keiner fremde« Kraft, du findest diese Kraft immer in dir selker. — Und — — nur m dir srlber! Bedürftest du der fremde» Kraft, du wärest verloren, du würdest sie nirgend» finden! Zui Synag og « könnte die fremd« Kraft dich führen; auch zum Gebote, zum Bekenntnisse sogar, ja selbst zur Erken«tniß --aber zu deinem Vater im Himmel kann dich die fremde Kraft nicht bringen! Da mußt du entweder au» eigenster, innerster Kraft hingelangen, oder du mußt ewig darauf verzichten, dahin zu gelangen. Jede» Kind steht in einem ganz eigenen, besonder» Brrhältaiß zu seinem Buter-der Mensch faßt die Kindesliebe und di« Elternliebe znsammen in einen Begriff, aber giebt es nur eine Kindesliebe und eine Eltrrnlieb« in der Wett? Sind die Millionen Kindes- und Lltrrn-Herzrn nur Exewplire eine» und drffelben Gepräges? Nur millionenfach« Wiederholungen eine» und desselben heiligen Gefühl», m*r vielleicht einigen unbedeutenden Variationen? Der kennt dm Menschen nur au» d*n Büchern, der so devst: so armselig ist dtt Menschheit nicht! Jede« Kind rshrrz ist ein« Welt für sich, und ebenso jede» Baterherz!-Und wäre es zwischen Gott und Mensche« ander»? Erlaubt ihr, ihr Engherzigen, ihr kurzsichtigen, dtt ihr niihts al» eure Herrschsucht kennt, glaubt ihr, weil ihr aus de« Gemeinsamen in dem Verschiedenen eine kümmerlich« Dogmatik aufbaut, daß e»