Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 35.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 275 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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rr*,- . - ' jfeUftt»« llnrch Hs Onakr m asichehen hau, nid trimnt «n, M| Mt Jsrackkrn «n« uca Mnkra Mrftefl« nu ein >et BraUfcwn# M warn 8«nk» IWera »ürkn. Er hat tkfc Stadial flkr kn Gegenstand Gemacht: fertig« ~f Itot i» Gewinn»»«. BevtvrraNg. znm Ankbou van Städten, kan»»er kr Nr«o»»»ti»U Jeeusokem», nach Eu§l«i» «1t. Ge»««» nnv b*fft, Gestützt auf seine Argnmrnte, schon i» kiese» H, kft cteoi Große» ErfoiG für seine Sache zn er» Me». Sokalk kr «rankt*« |» Bevölternn, gelegt ist «d ein« GenÜGenk Zahl »vu Anfüblera k»rh»nk». hofft er. kaß Me Großmächte kn Staat tl* ventral und unabbängig erklären »erden, »ie t» k» Füllen kr Sch»«iz nuk Bel. Gien*. Dr. Staerch» sagt, kaß kt eine« Territorium von kr Grkße Großkrttamite»» N»d mit jeder «aririät in Bezug anf das Klima, da* neu« Laad bei richtiger Behandlung an Prosperität mit Süd-Italien rivaltfiren kkuole und prophezeit daher, daß ki« Thal des Euphrat«, .die Wiege der Menschheit-, nach einmal mied er der Sitz ledensft endigen Schaffen« nnd friekfertiger Glttckseltgketr werden falle. (??) (In kr letztm Nummer der Zeit. d. Jnd. spricht sich a»ch kr besonnene Philipps«, energisch gegen jede Aufrichtung einer jüd. Nationalität ob. gar jüd. Staate« in Palästina au«. Unser Standpunkt in dieser Frag« ist bekannt. Red.) In» ttatffW* kommt die Nachricht von eine« »ich« tigen geistigen Fortschritt. Der Senat und die Depnttrteu« kamm r hoben nämlich «in Gesetz augenom»«, da« allen ReltgiSnägemeinschasten im Kaiserreiche die freie Ausübung ihre« Cnltu« ge»ähi leistet, mit der einzigen Beschränkung, daß Diejenigen gesetzlich verfolgt werden, die beim Gebrauch« dieser Freikit sich irgend eine« Vergehen« schuldig machen. Dir Art. 8 der Verfassung, der d'e katholisch« Kirche »ur Staatskirche erklärt, wich dadurch nicht aufgehoben. Iber obgleich dieser Artikel nicht gehindert hat, daß die Rlchtkattolikm alle politischen Reihte kr Staatsbürger erlangten, Sollen äffenilichen Aemtera zugelasim werden und für all« ondate wählbar sind, so enthält er doch eine vieldeutige Nebevksttmwuno. Diese besagt, daß di« Gotteshäuser der Nidtkotholiken nicht die Kennzeichen von Kirchen trogen dürfen. Dmavf gestützt, versuchte im vorigen Jahre der Polizeivei Walter zu Santa Maria da Boffa do Monto kn Bau eine« Thurm«« an der dortigen protestantischen Kirche zu vertielen. Die Lache machte sehr unliebsame« Aussehen und zur Sühne wurde der Delegato abgesetz». Solchen und ähnlichen Scherereien in der Zukunft einen Riegel vorzuschitben, ist di, Absicht de« vornwähnten Gesetze«. Dermischl» nttft Dldchrichte«. WarNn. Der durch seine zahlreichen liturgischen Werke kkannte Prediger L. Wolfs in Eharlottenbürg, beabsichtigi in nächster Zeit eine Uuiversal-Agende für .jüd. Enliuäbeamtr in 6 Bänden herautzugeben, die Alle« mütheilrn wird, wa» der jüd. Eultuäbeamt« für die Praxi« in Schule und Synagoge, sowie ki allen Easualfällen gehraucht. Da« sehr zeitgemäße Unternehmen sei den jüdischen Lehrern, Eontoren und Euliubbeamten besten« empfahlen. Metkin. Ein Korrespondent der .Dauziger Zeitung Sbt, daß Herr Stöeker unter WilhÄm Ü. bisher den in, Grad von Beachtung genießt, wie unter seinem dermen Bater; auch von Kaiser Wilhelm H ist Herr Stöeker sttthrr noch nicht empfangen worden.- MKdlad, Sv. Auoust. Heute fand im hiesigen Gemeivdervth gerichtliche Insinuation der Stiftung de« Passauer Bischof« Weckert stact, wodurch 1.5,000 Mark km hiesigen Salharlnrnfl'ft aescheult werden, mit der Berpflichtnna, au« dev Zinsen jährlich fünf armen Bayern, — ohn» Unterfchied de, Konfession — freien Kurgebrauch zu gewähren. Inaßach, ll>. August. Gestern tagte dahier die v. Generalversammlung de« israelitischen Lrhrerverrin« für Bntzern, mich« von Mitgliedern zahlreich besncht und iHnrch die Geaevwrrt da» Herrn Dtstr^Rabbtner Dr. Grüne- »Han« sowohl al» kr Herren Knltnsgenretnk-Borstänk Zum Präsidenten hat di« .Maier, Borsitzenkr kr Ansbach* kehrt a«r. Uiter den verschiedenartigen Anträgen, wnrk besonders ve, Antreq ks Lehrer» Frän tel-Bamkrg: es möge «in Pension svenn für dür israelitttichen Relhjtan»- leheer in Badern regründkt werden, sympathisch begrüße. 8# wurde beschlossen, k-se» Projekte näher » treten. (Sehen wieder eine ksaiderr i ßension «lasse! Wozu diese Zer« splittnung? Waran nicht Beitritt zur »Achrwa-? Rckr.) Kanttzeinr b. Hetlbriun, IS. Ang. Einer der ältest« Schüler Denzel«, defse» VOjähr. Todestag der würrtemki. BolkGschnllehrrr.vrrrin v»7ige Sache in Eßlstrgen feierte, ist der seit 1881 im stenstantstank hier lebenk israel. itehrer und varsängrr Jacob Stern, gebaren i« Februar 1803 an Laudenbach, OA. Mcrgottheim. Dersell»: steht «rlsa berett» un 86. Lebensjahre, ist ober nach geistig sehr rüstig «d schreibt und liest fleißig. Derselk war 41 Jahre lang hier kfintttv «-gestellt und genießt heute noch in hohe» Grade die Liek nnd Hochachtung seiner Gemeink und seiner zahlreichen Schüler. Eia« Eonserenz polnischer^leyte und Naturforscher hält hier ihre Sit ungen. Versammlung ldenn Prostsior Dr. Akademie kr ßöisienschafte» zu Krakau, «nimmt. . Gtiechralrnd. D-r König hot den Mtter Seemama einen der populärsten Einwohner Kars»'«, welcher schon im Besitze österreichischer, sperischer und tunestscher Ord« ist, zur höchsten Befriedigung sowohl der christlichen als jüdischen Bürger mit de« Kreuz dch Erlöseroroens kcorirt. Diese An«zetchnuna wird nur in ganz seltenen Fällen verliehen. Ans dieser Berinlaisung ljat Herr Scemama kkntrak Schenkungen an jüdische und mchtjüdikchr Jnst'tnte gemacht. Fürstei. Bor Antritt der Ferienreis« de« Herrn Sttanß. amerikanischen Gesandten I>et der Pforte, hatte derselk ein« Audienz ktm Sultan und erhielt bei dieser Gelrgrnhett kür seine Gemahlin die Infix nie« de« Lhrflatorden« I. Klaff,, welchen ®t. Majestät krselbrn ertheilte. Sie ist wahrscheinlich die erste Jüdin, welch« durch diesen Orden, der nur ksaukr« hervorragenlen Damen verlieheo wird,. ausgezeichnet wurde. Juni* Dt« Rrsoltcte de« französischen Prateetorat« treten in einer erftenlichen Weise hervor. Der Brh erließ neben arkre Reformen riri Gesetz, »elche« die Koscherfleischtax« oufhebt, di« durch «iw: andere Steuer, deren Ergebniß nnter den jüdischen wahltjättgreitsfond« und der Allianceschule vertheilt werden soll ersetzt wird. Sin aukres Gesetz kstimmt. daß in km städtischen Schlachthanse ein Ran« reservin bleiben soll, in laelche« die Inden ihr Vieh nach jüdische« Riiu» schlachten können. JfcMnktfc». Am 17. 3uni beehrte der Khediv« da« hiesige neue jüdisch« Hospital mit seinem Besuche. Se. Hoheit, von Seinem Gefkge und km Gauvernenr begleitet, wnrk von ku Baronen Elie und Jaeqne de Menaäee, 8. Pi ha Bay und andern siomitimttglirdern empfangen und durch da« Gebäuk geführt Der Khediv« erkundigte sich eingehend nach km Ban uni» seiner Einrichtung, sowie nach kr Leitung kr Anstalt and sprach kr Berwolttmg derselben seine höchste Befriedhinng ans. Die Gemeink fichlte sich durch dies« Besuch au» Aeußrrste geehrt. Blum Pascha, egyittscher Hülftsrcrrtär im Fimmz« ministnium, wurde von ku Deutschen Kaiser Wilhelm «Ü km Rothen Adlervrkn II. Klasse kcorirt. MÄamns. Unser Glaubensgenosse Herr F. H. Lawrn kam am 22. Juni hier an. nm sein Amt al» Nustkdirektar bet kr 100 jährigen inteniationalm Auästellmeq zu itliernehmen. Bon verschiedenen Mnflkvereinen wnrk ihm ein sehr herzlicher Emvsiwg beratet. Die Liekrtasü, kr Bietoria-Organisten-Verrtn und andere Körperschaften überr,sichten ihm Blückwnnschadrefjmi. Am 80. wurde ihm zu Ehr» ein Banktt kranstastet; ferner wnrk er zu verschteknen »mstkalsichen Aufführungen eingeladen, bei deren meisten ßch» »igenm Eomposittanen zum vonrag ioircil