Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 33.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 257 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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— 957 — VKCfCHOfll gUiJIffff UlVUIUUI|cn RKyl ft ' ffrica Stäatm br* Ackerbau z» ftocm M mch» geeignet, t» eivt-li- Wt^ mwtftt H«djriiJft*tta Merkt», 10. August. ^cuk Vormittag fand auf dem tsr. Fttedhofe tu Weißens« die «-tthülluug de» »wbdenkmrl» für dev vor etueu Jahre verstorbenen Kabbiuer Dr. Frankl statt. Herr Rabbiner Dr. Uugerleider hielt die Gedäcktuißrede uud der Syuaqoaenchor trua eine» Ab oral vor. Mreoka». I« Bezug auf dir tu »origer Nummer der ,Jsr vocheufchrtft* »ad Hamdurg erwähnte neue Zetlung ^Beobachter «» der Elbe* bemerkt dt« .Breslauer Ztg." t« Adeudblatt »«« 0. August Rr. SSV: ,J» Hamburg erscheint seit elutger Zeit et« ne« Zeitung .Beobachter au der Elbe', welch« »argtebt, die Jaden ge gen den Antisemitismus verirrte« zu »oll«». S« ist da« aber, »te es scheiut, lediglich «dm Mas« für »fsictds« Bestred uugeu. Ju der Nr. 31 fUtbet sich eiu Artikel über de, Kreuzzeitunglchef, dessen Teudenz daht» geht, die .Norddeutsche Allgemeine Zeitung" uud de« ReichSkauzler als de» »ahre« Hort der Jude« gegeu den Auttseutttts»»« zu feiern uud sie aufzuforderu, sich diese» Belchstderu auulfchlieüeu." JUKb. Der Brr ba nd der Thierschutzverrioe de« deutschen Reiche« hat eine PreiSbewerbuug über da« Thema: .Da« Recht der T hie re oder Beleuchtung de« richtige« Verhältnisse« zwischen Thier uud Mensch iu sittlicher und rechtlicher Beziehung" au«geschriedea. Für die besten Arbeite» sind Preise von 800 ML bezw. 300 Ml. ausgesetzt. Die Abhandlungen, welch« in deutscher Sprache geschrieben sein und mindesten» drei Druckbogen mufassea müsse», sind bi« zum 1. Februar 1889, mit einem Merkspräche versehen, au den veibaudSvorsttzenden Otto Hartman» hier «tuznseuden. (Die PniSaufgabe liehe sich nach der mos.- talnmd. Sehre sehr schön bearbeite». Red.) ^«hchtß. Bei de« bekannten hiesigen Lutisemttenhäopl- S' Beschimpfungen der jüdischen Religionsgemeiude. Aremstfurt «. M. D«r .Frankfurt. Ztg." wird folgend«« verbürgte vorkomwniß »itgetheitt: Lin iu Frankfurt »ohoHafter iSrackitischer Bürger, der mit Trauung«, uud HkUitärpapieren zweck« Aufnahme de» ersoederlicheu Protokolle« auf da» Polizeirevcerbüreau bestellt worden war. bemerkte zu seiner n«H aeriugm Ueberraschuna auf dem Tische de« betreffenden Revterschroder« einen Zettel, «ortgetteu wie folgt beschrieben: .Der.ist mit Militär- «ad Trauschri» zu bestelle»." Darunter stand: .Dem Herrn Rrvierschrrtber mit dem Bemerken zurück, daß der J ud' aufgesordert ist.» Uutnschrift. Der Schutzmann erhielt zwar eine« Ber> Mt«, indessen fand doch der Polizeikowmiflariu« manche» »ilderudeu Umstand an seinem Benehmen heran«. Wumlerg. Zu«!>labbi»er der hiesige« Gemeind« »urde Herr Dr. A. Eckstein (bither in Leipzig) mstgroßrr Majorität, ttotz der vegruagitation seiieu« der Orthodoxen und der Berlemnd uugeu i» ihrer Presse, gewählt. (Daß d« Eiufluß der orthodoxen Blätter stark i» der Abnahme begriffest tsh habe» einige Ra bbinerwahlea iu letzter Zeit gezeigt.) A. MÜuuseim. Anfang August. (Or^korr.) Au« den am Schlüsse de« Schuliahi»« 1887/88 veröffeatlichten Prvgrauoneu der hies. Mittülshule» entnehmen wir folgend« Krtten: Da« Ghmuasium war bei einer Gesammtzahl von 848 Schülern von 183 Igrarlitm besucht, am Realgymnasium und an der Realschule betrug die Zahl der i«rael' Schüler 181 bet eiuer Totaisuwme von 749 Schülern und au der htheren Mädchenschule betrug die Krcqueuz der i«raelitischen Schülerinnen 889 bei eiuer Gesamuttzahl »au 498. 80 1 Di. Ipesigr jüd. Loge besteht au« Hkiederstette», 3. August. tHeut». wurde hier dee älttste Mann hiesiger Stadt, Herr g. A Elliuger, hn Alter von 86'/, Jahre» zu Giube getragen. Der Verewigte entstammte einer iu der jüris heu Gckebrtenwett hochgeachteten lltabbinerfamilie. Sein iAater bekleidete schon eine lange Reih« von Jahrzehnten die Stelle eine« Rabbiner« iu hiesiger Gemeind«, noch laug« derer die Rabbinate in Württemberg staatlich orgauisirt wurde». Aber auch nach dieser Orgauisatio» bchielt die hiesige itraelitische Gemeinde privatim ihren Rabbiner bei. Rach dem Ableben de« Bater« bekleidete dessen Sohn — der nun Verewigte — da« Amt in gleicher Weise sott, welche Stelle er üb«r eiu halbe» Säkulum iane hatte. Au» MUß«». Do: vrünner .TageSbote" meldet, daß da« Unwetter am verfloss meu Freitag auf dem israelitische» Frichhof« in Trebitsch (Mähren) «Läßliche Verwüstungen aurchtete. Ei« Stück ’bti» auf einem Bergabhange liegenden Friitdhofe« wurde sammt den Gräber» von den Wassrrmassen fortrerissen. Ja wette Ferne wurde» die Särge, Leuheu und Letthnrtheiie zerstreut. Tie Leiche de« erst vor einige» LZochen verstorbenen junge» Kausiaaun« Moritz Orustein wurde weit ooa Grabe im Schlau: ne aufgefuudeu. Eine Matrone, welche, sich wehklagend an de« weggeschwemmte» Sarge ihre« Maaue« zu thuu mach»:, versank iu dem aufgrlockerten Erbleiche, und mau hatd: Mühe, sie wieder freizumachen. Erschütternd wäre« die Szenen, welche beim Suchen der Kind« «ach den über Nicht verschwundenen Gräbern ihrer Eltern stattfaaden. Der Kircheavorstand ließ Ordnmig in da« Ehao« schaffen und di« herausgeschwemmten Leichen wich« ordnungsmäßig begrabe». Schweiz. Die,A.rouiv« Swoooo* für Thierarzneikund« veröffentlichen eia Löerk von Dr. Albert Guillebeau, Professor der -Lhierarzneikunde, über die beste TödtuugSart der Thier«. Dieser Gelehrt« spricht sich zu Gunsten dr» traditionelle« Schlachtversahren» au«. «Loudo» Eine Da,:« vom Contiuent hat Herrn Dr. H. Adler 20 L. St zu dem Zwecke offrrirt, die Bibliothck de« srl. Dr. Zunz, welche 3500 Druckwerke und viele Manuskripte enthält und sich i« Besitze der I. Kauffmann'schen BnchhanUung zu Frankfurt a. M. befindet, für da« Jewuh College zu erwarben. fPdtutaif. Die deutsche .S». PeterSb. Ztg." brachte kürzlich folgeude Notiz: »Die i» Heilige» Laude schon defteheudeu jüdische« Lolouieu erstarke» nicht nur durch die sehr großartigen Uuterstühuugeu, die au« Pari« augewiesea werden, sondern e« werte» au so zahlreichen verschieden«» Orten — von Safed bl« Gaza — bedeutend« Ländereien zu enormen Preisen vou den Jude» augekaust, daß mau zu der Ansicht berechtigt zu sei» scheiut, m einem bekannten »der ungeuauuten Erutrum liege eia regelrechter Plan zur Be» fiedelnug Palästina'« mit <)udeu vor und es seiea — »o» hierbei der Hcurptfaktor ist — auch die erforderllcheu viele»- MUltonen Franc« berettt depvntrt. Tdeuer, sehr theuer allerdings stelle» sich di« jüdischen Coloureu hier zu Lcmd«, aber uumöglich ist selbst dt«: so streug verböte«« und controlirte jüdische Stuwaudomug nicht, vou Jahr zu Jahr, ja» vou Monat zu Monat «chrt sich die Au^chl der.Jade» tu Palästina ganz bedeudud, uud zwar uuverhtltuißmäßig mehr durch Nachschub als du rch Nachwuchs; das lieb« 'Aeld wirkt auch dartu geradezu Wvudrr." (Unsere frühere Mahnung au gewisse jüd. Berbiuduvge», diese» palästineuschen Angelegenheiten fern zu bleiben, «oirdelhoien wir; «au kaaa and den geanerische» Blättern am beste» sehe«, wie mau i» polittsästu Kreise« darüber denkt, gted.) Momtap. (Judieo.) Bo einer Dilrttau teu-Anffühcuua des R'poner Mustt-Bereini», drffm Mitglieder ausschließlich Parsen sind, prodveirte siö» «iu Herr Profrflor Be» Samson als dewnudonswürdiger Zauberkünstler durch kein, wahrhaft erstaune, rrvgenden Leifttageu. Er ist der erst« der Venj J»r«l. toricher die Magi« zu setoem Speciatfache gemacht und rin distinguirtes PubliKuu buch sein« Productioae» ans» Hiichftt entzückt.