Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 32.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 249 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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mb otfftM «>! GepehtszÜge nl) bk Xtibcm aatctttaab'ir russisch« Jaden vrrrkthtti, »d«!« stc «st» et» iRfritbcn* Anssehe» Mb MfeiMratn» Matteren, Mlche wk zu stab,« tgum «warttt hatten. als »tr a»s ihre Geschichte jarttif* HMtOL Dir l>rtlichlttt ist überhaupt sehr ^sund. Dw Iktae Begrübnisiplatz hat erst «inen Jufaffeu aab bitirr bmt nmh laffugc ber hiuterdliebeueu Witt»« schon kränklih bei ftbicr Hnfaiaft. Die Familien, »tlcht wir desnchk^ zttgteu stch all« sthr arbeitsam, «bschon manch« fich üb :r bk Beschwerbeu. »eiche sie btfoabtr* i» lafoage za über« »iabca hotten, sehr beklagten. (Schlag s-l-t.) Nermischte ««A ntutflt Pmtzrichte«. Plafbcfavf. -in t&b. orthobexes Blatt betreibt bie AnffordeTUng, allen jüdischen Knaben, bk in bksem Iah,/ geborrn werben, bea Namen .Friedrich" bttzulegen. »k <s in ber Barzeit »it dem Namen .Alexander" geschehen sei. in so rellaa»eah»st«r Weise, baß fich der ehrwürdige Nabbimr Dr. 8r»i in Gießen Veranlaßt steht, fich in folgenbea b:- herzigeaiiwertherl Warten dagegen ansznsprrchea: .Mttnir Mttunng nach sollten wir das nicht thuu. Alexander ber Graß« hatte kineo Kaiser Wilhelm I. zn« Vorgänger and keinen Kaiser Wilhelm II. zum Nachfolger.*) Ziehen wir nicht den Namen des einen Kaisers denen der Andern vor. Alle unsere Kaiser find nuserem Herzen gleich thener and tzochverttwnugswertb" (Wir >-ügeu hinzu: re» ‘yorom)- Jkrfla. DK Berliner Uaioerfitiit beging wie «lljährj lich der fftter des Geburtstages ihres Stifters König Frkbrich Wilhel« UL am 3. August durch einen Festakt tu ber Aula, ber mit ber Berkündigung ber in diesem Jahre vertheilteu Preise für die von den einzelnen Fakultäten gestellten Aufgaben verknüpft ist. Die juristische Fakultät hatte drei Aufgaben geihellt: ber königlich« Preis konnte Niemandem zuerkannt werden, ber erste städtische Preis wurde von drei Arbetten berjenigea des »tud. jur. Julian Jacobsohu aus Posen zaertannt; eine zweite Arbeit, die des stad. jar. Oskar Müazer, erhielt eine lobende Erwähuung; (fie trug merkwürdiger Weise bas Mott» ,Wos habe ich, wenn ich nicht alles habe.') Der zweüe städtisch« Preis wurde ber Arbeit des »tad.Jar. Hermann Fürstenau an» Marburg zu- «rkannl. Bon der «ebiziaischen Fakultät kaunte gar kein Preis znerkanitt »erden. Die philosophische Fakultät rudlich hat einen Preis dem ,»uä. phiL Bernhard Elsen zuerkannt. (DK Genmulen säettueu meist Jsraeltten zu sein.) Osterab« (Ostpreußen). Der in unserer Gemeind« all- Hemeln geachtet« Kaufmann Lippmanu Lipsky wurde an feiner, 70. Geburtstag« von seinem Sohne und Schwiegersöhne »it einer neu geschriebenen Sesrr Thora und dazu »ehöriger filberoeu Hand beschenkt. Am 24. vor. Mts. gegen Abend »rrsamwdten fich Kinder nnd Berwandte und ein arvßer üchttl bei: Grmttnde tm Hanse de« G.eises, wo nach dem Mttnhagebee und einer siede unseres Prediger« Herrn Stnrma»» bie Ueberführnng der Thora nach ber Synagoge mntrr Psatweu und Gesängen »orgenommen wurde. Mliachen. Sr. K. Hoheit der Prinz-Regent hat verfügt, baß auch den Religionslehrera der ReÄaynnisirn und der Realschule« fortan Sitz und Stimme im Lchnrrathe der Anstalt — übrigen« nur, soweit es stch um Angelegenheiten einseiner Stüler bandelt, jedem Reugionslehrer nur bezüglich seiner riaenen Schäler — zukomme. MKlMlera. DK hiesig« K. Studienaustalt zählt am Hegeuwärligen Schluffe de« Schuljahres 8S3 Schükr («07 Protestanten, 12V Katholiken, W Israeliten). Hieroon treffen ans bas Gymuastn« 2S3 Schüler (204 Pretrstanten, 23 Katholik», 3« Jsraelitm). auf die Lateinschule 566 (403 Protestanten. 97 Katholiken, 60 Jsraeltten). •> Wir bemerken »ch bah damalt bet« lklnzage Lezauder« des Groben i» Zerusdlem di« Jude« feiuen 5i.«e» den neugeborenen JEeta bet sei,«, Lebzeiten aa» Dankbarkeit beilegte». («ed.)Z Achkettstatzt (hilsaß). DK Baukosten für bk neue Synagoge belaufen sich ans 64 OOO Mark, wozu bk Regierung 15006 ML m d die Stadt 18,606 Mk. gegeben Kat. Maja (Süd-Unzarn), 36. Juli. (Ottg.-Lorr.) Am 27. d. M. wurde »Uer Thttluahme einer Trmerversamm» lnug. wie ste hier an Zahl und Bedeutung zu den größten Seltenheiten gehört, :iu hochaugesrheuer Arzt hiestger Stadt und Gemeind«. Dr. David Epstein. Schwiegersohn des durch seive Humauttit hier unvergeßlichen Arztes Dr. Ad. Br«Sr, zu Grabt getragen. Alle Behörden waren vertreten, sämmtliche Lrrporatioueu und Vereine, sowk zahlreiche Notabilitäteu spendeten duftige Gaben der Liebe und Verehrung. Eine Ehrenwache umgab den Todteuschrein, »or welchem ber Kriegs - Veteranen - Verein (Honväd) mit der Trauer Fahne Aufsklung genommen hatte. Bor einer nach Tausenden zählend:« Menschenmenge widmete Herr Dr. S. Nasch Sr dem Entschlafenen einen tiefempfuudeuen Nachruf» während im Namen der ärztlichen verufsgeuoffeu des verewigten ein Lolli ge deffelbeu, Dr. Ladanyi, am Grab« herzlichen und ergreiseudeu Abschied nah«. ob. «joabon. Major Goldsmid ist aus der Gemeinde der Berkeley Street (Synagoge ausgetreku und ist jetzt Mitqlkb der »Neuen Wlst-Ead-Sya^goge. (vgl. „Vom N eder» rheiu" in Nr. 36.) «Loaboa. Auf einer neulicheu Auktion kamen auch YKemplare ber Originalausgaben von Mauasseh beu Israels „Homble Adrem to the Lord Protector" (1655) und „Vindicü* Judeeomm“ (1656) zum Verkauf. Diese Ausgaben finb so fetten» daß auf der englisch jüdischen Ausstelluug kein Exemplar »orhavben war. Mrisset. H?rr M. L. Kahn veröffentiichte unter der Ueberschrist »Ein Fieund der Wahrheit' tt»e 16 Seiten umfaffenb« Broschüre, w.-tche einen offenm 'Aries an den Hafprrdiger Stück« rathält. Hfari». DK dttdeu jungen jüdischen Compouifteu, welche in diesem Jahre den „Grand Prix de Borne" erhielten, find nicht die einzigen, auf bicfc Weise ausgezeichneten Israeliten. Der berühmt« Halüvy war ber erste Jude, welche« dkse Ehre jM Thett würbe und uukr andern berühmten jüdischen MifUeru, welche zu verschiedenen Zeiten «tt dem »Blauen Bald' geschmückt wurden, verdienen noch Emile Jonas, Heetor Salomo« und Samuel David genannt zu werden. ztnigarieu. D» Bischof von Varna hat. von dem Elerus dG Ortes begleitet, die dortige Alliance-Schule mtt eine« Besuch« beehrt. Monseigneur Gabriel ging durch alle Klaffen uud prüfte bi« Schüler in sämmtlichen Unterrichtsfächern, auch im Hrbiäischen. Al« er auch einige griechische Kinder unter den Schillern bemerk, wünschte er dem Direetor und ber Alliance Glück zu diese« Beweise von religiöser Toleranz, welche vor einer jüdischen Lehranstalt betyitigt wurde. Dieser Besuch gewährk der Gemeinde große Brfrkdiaung. Meio-^ork. Die letztm Nummern de« „Medizinischen Journals" enthalten Artikel aus der Feder des Dr. S a l o m Solis-Loheu in Philadelphia über seine Erfindung der pneumattscheu Heilunz der Herz- und Luugenkraokheiteu. Dr. Solis-Lohen ist ttu junger Arzt uud wurde in Folge seiner reichen mediziktischeu Kemrtuiffc zum Profeffor der „Klinischen Medizin" u» der Poliklinik zu Phttadelphi, uud zu» Lector über Special-Therapeutik am „Jeffersou Lollege " ernannt. Mem-Vorfi. Ir» Smalley's »Kosten des Eoaugliums" heißt es nach einer vrrgleicheudeu Zusammeustelluug der religiösen Thäligkrit, welche die »erschkdenen christlichen Serien der Erd« zu B> khcungszweckeu «ttfalku, daß folgende Tabelle genau dk Auslagen augiedt, welch« erforderlich fiud, um irgend Jemanden au» f,lgeub«n Nationen für edrr der resormtrku Kirchen zu j rwiuueu: Ein Asrikauer.kstet 14, ein Italiener 42, ein Sp«kr 55, ein Oftindier 66, ein Japanese 86, ttu Lhiuese 100 uud ein Jude 2800 Dollars!