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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 31. · p. Seite 241

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 31.
Date
1888-01-01
Page
Seite 241 (sequence 7)
Language
German
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hm annttoaföni Judenthu» ytt höchst« Ehre; die ßior- -ftcher und Beamt«, hi« Lehm «ad Lehren»«« t» derselxn, blonder«Jbnt De. Wolfenstein, Verdi«« da» höchste Lob »ad die Snnfraitmit aller Menschenfreunde. Wm-Hart. Etae Sensationsgeschichir, welche vor einiger Zeit va, eiuer BrooNyner Zeit»«- peräffeutlicht. md als der« Srnährs»«« der dorttge Rabbtuer 8.» Puloer» »acher ^uonnt »»rde, «ttzielt i» »esentüch« folgend« Mtktheikuugm: Bor et»« 18 Moaat« lernt« et» »ohl- Habeader Keufmerm, desi« Name Isaac Valdarf sein soll, 1» New-York et« hübsche, et»« 18jährige Jüdin, »eich« >»rr »«eher ,»« Vt« angekomm« »ar. keaa«. Sie aa at« sich Minne Sterling. Da er et» Vittmer »ar u»d drei N«i»e Kinder batte, »ahm tr I I Mädchen als Haushälterin Sflch »ad heiratdete fie einige Monate darauf. Bor Kurze» ß Minna ihre betagte Mutter hierher kam««», welch« tu dm Gatt« ihrer Tochter berrn Vater und ihr« eigne» rechtmäßigen Ebewanu «iedererkaunte. Miau« fiel »b dieser Drude i» Ohnmacht, ertränkte »ab scheut»» einer To hier vor der Zeit das Leb«. Sie ihre Matter erzählte hatte fie selbst vor einer lange» Reihe oo, Jahr« i« Deutschland Waldorf gebeirathet, welcher fie z»ei Monate »ach der Tri», «■f verließ, nach der neu« Welt auswanderte und her später eine zweite She ringiag. Sir selbst »ar d«» noch wi« übergestrdelt »ad hatte ein« ander« Namen ann<» «OM»«. Daher kam es daß Waldorf seine eigene Loch er «iibt zo erkennen vermocht«, wie verlautet, Hab« fich!>ie Interessent« an den in New Aork »»längst aus Wilna ein» getroffeue» Großrabbtner Jacob Joseph gewmbrt. damit dic er seinen Schiedsspruch betreffs der unglücklich« Eheaffaire angr>»e. getmrifdjte Rtd xmfb Anrichte«. Magdeburg (Siaiistisches). Die ortsanwes«d« B«>llkemng in deu 3 Regierungsbezirk« der Provinz Sachse»: Magdeburg. Merseburg, Erfurt, betrug am 1. Decemter 1885 in Magded 989.760 in Merseb. 1*027.288, in Lrftrt 411.379 Eiuwohner, davon: Evaagelijche, Katholische, Juden ün R.»B. Magdeburg 942,499 40,385 4023 . , Merseburg 1,003,560 21L01 1510 . , Ersurt 312,387 88,317 1810. Aarkaüab, 27. Juli. (Or. Lorr.) Zum Erstaun m Alle» ist aus der Reihe der tüa.rigm und bewährten Rabbiner u»d Schulmänner. die hier Probepreoigt« hielt«, ein gewiffer Ezigler, der eben erst das Bester Rabdiuersemin.rr absolvirt hat. zum hiesig« Rabbiner gewählt »ord«. >» 4. August hält Herr Rabdiurr Dr. Borges seine Rutrittspredigt in Leipzig. AarN» Dm Antisemiten schwillt der «kam», dieselben Hab« nämlich beschlossen nicht mehr der konservativen Partri Gefolgschaft zu leist«, sondern überall eigme Kandidaten «fznstell«! Der erste versuch soll bereits der der Nackwähl an sechstm Berliner Reichstagswahlkreise gemacht »erdm. Zu diesem Zwecke sei ein Wahlkomitee i» der Weise gebildet worden, daß jeder der drei anttsemitisch« Vereine (Dmtsch->utts.-Buud, Deutscher Reform-Berem und Reform» verein Tmtoni») je 5 Delrgirtr gestellt hat, der Mittwochs» Klub (Liedermann von Sonnender g. Dr. Baut Förster. Glagao) »»» di« Nachtigal-Gesellschast (Dr. Henrici, Dr. Krä»sel u»> Waffenuan») zu dm Sitzung« heraugezog« werdm. Ab» Kandidat« find bisher in Ausficht geuomm« vou d« gemäßigt« Aottsemit« Dr. Paul Förster, von den radikal« Redakteur Zimmermau» a»s Dresdm. Gkoga«, 80. Juli. (Zur Warnangl) Bor einig«. Lag« stellte sich i« mir ewe FrcmeiEperson vor, legttimirt: sich durch ein vom Stnhl'tchter «ud Rabbiner ihres Ungarisch« Wohnortes unterzeichnet»« Dokument als taubstumm' Siet» aus Billern vor, welche der Unterstützung würdig empfohlen wnrde» um ihre eb«falls taubstumm« zwei Geschwister in eine Anstalt «nterbring« z» köan«. Eine gleich» zettig vorgelegte Sp«.deuliste ergab, daß das Resnltat em überaus gümtlgrs war, indem sich darin Beiträge bis zur Höhe von M. 5 vorfand«. Nicht wenig erstaunt wir ich als mir leider zu spät die Miftbeiluug wurde, daß qu. Persou in einem Gastdofe in lebhaftem Gespräch mit ihr« zwei Begleite« (ein«, jünger« und einem alt-n Mann,) begriff«, angerissen ward« sei. Meine sosort angestellt« Recherchen ergab« leibirr kein« Erfolg, da diele Person«, Entdeckung adnmd, abgeretst waren. Rur soviel konute ich erfahr«, daß sie den Gastw tth bei ihrer Ankunft fragten, ob bet ihm hiesige jüdische Kaufleute ver» kehrt«, welche« derselbe verneinte. Wie hieraus hervorgeht, betreib« diese Person« chr unsauberes Gewebe ganz systematisch und dürfte es wohl angethun sein, die Leser Ihrer geschätzt« Zeitung vor dieser Schwindlerin zu »aruen. P. JWmhwtf- Herr Dr. Anton R4e hierselbst hat au das zur Feier seiues 50 jährige» Lehrerjubiläums gebildete Kvuritöe, welches eine Sammlung von 28.441 Mk. aufgehracht hat, unter dem 5. Juli d. I. ein Dankschreib« gerichtet Ja demselb« empfiehlt er die verw«dung der S»«m« zum Äau eines neu« Schulhausts. Sollte derselbe indeß binnen zwei Jahr« noch tritt begonnen sein, oder ein »ach de« Ermrffeu des Dr. R4e zu luxuriöser Bau uater» uomm« »erde» so bestimmt Dr. R4e, daß die in Rede stehend« Lumme zu gleich« Theilen den drei zum Bestand der Schule uoth»«dig« Kaffen der Anstalt, nämlich der Hauptkaffe der Schule, dem Meta R4e Fonds, und der «hrer-B.^stoaskaffe. überwies« «erde. Dr. R4e spricht zn« Schluß feine Freu Le darüber aus, daß bei der Sammlung stch ehemalige Schüler und auch eiozelue Schülerinnen «hue ll'terschird des Standes, Glaubens und vermögen» gleichmäßig betheiligt haben. Püerßesse«. Wie Böckel in seinem ^Reichälierold* mftthrrlt, Hab« sich im Wahlkreise Marburg an vnschiede» n« Stell« Konsumvereine gebildet, um den Hantel der Jud« mit Spezerei- und Maaufakturwaarea lahm zu legen. Die Konsumvereine werten überall da gebildet, »o die Jode» allein dm Handel in Hävdm haben.! In cfijUmfd* starb am 24. Juli der Lehrer Joseph Eisrmaun -irr Alter von 80 Jahr«. Dieses hohe Alter verdankt«: er seiner Einfachheit und Mäßigkeit. Nicht irdisch« Genüffcn jagte er nach, sondern auf höher« Ziele war sei» Augenmeik gerichtet. Seme Devise »ar vou Jugmd auf: »DVn "Nv?'? ,8e«ea und Lehr«!' und dieser Devise ist er auch dis zu seinem Tode treu gebliebm. Herr Beztrksrabb. Dr. Lohn von Burgkuvstadt hielt an seiner Bahre eine alle Herz« der Tiouerorrsammlung ergreifende Red«. Pest. Der antisemitische „Függetimseg" hat sich «pst» weil« zur wohl verdienten Ruhe gelegt Der Herausgeber erklärt in einer Abschiedsadressr, daß es ihm unmöglich sei, daL Journal von seiner »Gefängnißzelle* aus redigir« zu köon«. Atrecht. Durch königliche Berordnuna ist Hcrr Emil Rosenderg, ordmtlicher Profeflor der Mrdicm an der Universität Dorpat (Rußlands in gleicher Eigenschaft an die d'esrge Univiifität deiufen Word«. Amsterdcum. Di» jarisrische Facultät der diesig« Hoch» schule bat eine, »ie Strafgesetze benaudelud« Arbeit de« .Kenn Joseph Limburg, Stadireud« an der Universität Lchdeu. «ft der golden« Medaille gekrönt Pari». Herr Albert «olff, Mftarbefter des »Fizaro* «ud eiuer der erst« Historiographen »er französisch« ßfteffe, ist für seine jourualtsttsche Thätigkeft von der Regier«^ tu die Ehreulegton aufg«»«m« »ord«. Jerusalem. U» tu ein« ruger« Anschluß mit de» dmtsch« »ud amerikouisch« Wohtchätigkefts-Austaltra M irrt«, beabfichttgt «um hier eine Loge des U. O. B. V. z>t coustrtuiren.

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