Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 27.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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i t-Äm JMtkowitz sieht fM Aller von 80 während beffm Gattiu - «T Jab« alt isi mck sin» Veld« für diese» hvhe Alter selten rüstig «, Geilt und kkdcher. Um LL Uhr früh »and die religiös« Itter in Saale st,tt. an welcher Glückwünsche. r~ Deputationen de» Magistrat», de» Stadtverordneten-Lolleqiu««. ßGBorstande» rmd der Repräsmtanten der jüdischen Kult»»» gwuttnde und de» jüdischen Beerdig ungsvevuns theil» c «chme«. Dt« Feier wurde durch Herr» Kantor gz» unter , Mitwirkung «Ml gemischte» Chore« eröffn«, worauf Herr Naddiuer Dr. Braun die Festrede hiev und da» Schluß» Gbtt sprach. Dm Jubilar, welcher langjährige» Vorstands» - Mitglied hk» verein» ist, wurde durch seirea Vorsitzenden Herrn ' Nmtter Karl Mavdowsky ei» silberner Pokal mit mr» - sprechender Widmung überreichet, Zu ihren der Frier hatten sich fast alle in Deutschland lebend« Kinder, Enkel und Urenkel, viele «ühe« Anverwandte und Freunde nag»» - suuden. Nachmittag 2 Uhr fanb da» Familien-Dmer von .ca. H>0 Kouvert« statt. Mßuche», 28. Juni. Bei der heute erfolgten Verkündigung der akademisch«« Preist wurde von der «edicinischea Fakultät der hiestuen Universität für die ers» lg reiche Lösung der von der Fakultät gestellten Prttsftage über „Solanin rrud Solanidin- Herr« «mä. ruoa. Max PerleS. ältesten Sohn de» Herrn Rabbiner» Dr. Perle», der Preis Wnkannt Ftraßßurg t. O. Dr. Zuysmaun au« Jerusalem, welcher seine Studien au der hiesigen Univnfilät beend« hat, ist von Baron Edmund von Rothschild zu eine» wichtigen Medizinische« Pasten nach Ltzaifa berufen worden. Wir graiuliren de« Baron zu dieser glücklichen Wahl, denn!br. Zuysmanu wird gewiß seine Berufspflichten mit dem» selb«, Eifer und derselbe, GewiffenhastiGeit wie seine reli» >üüsm Odliegmhttteu, die er »ährend setuer hier verbrachten Studienzeit nt« »eruachltsstgt hat, erMen. Wie». Aus Anlaß de» 40 jährigen Regieruagsjnbiläum« rmsere« Kaiser» Franz Joseph hat Baron Ratanrel v. Rothschild zu Gunsten de» christlichen Kiuderhospttals „der heilige Josephs V0,000 Gulden gespendec und Baron Gilde« von kkothschild hat der Sternwatte zum Ankauf «ne» neuen Z^ttMop» 40.000 Gulden zugewawdt. Wie». Nicht weniger als 579 Träger de» Namen- Klo hu sind btrrsttbst coostatitt worden, davon an d« Börse allein 34. Daß dabei häufige Personmverwechselungm Vorkommen, ist seldstverstäudlich, und find daher mehrere der» .ßllbr», um iklaabmß eine« andern Namen annehmea zu würfe», bei der Negierung etngttommen. W«ri< Da« von Herr« va«d«g« «baute „Nacht» asyl" für di« A.meu, ohne Unterschied der Tonfessio» ist vor kurzen ttugewttht worden. Die Kosten de« Baue» $ taufe» sich auf 800,000 Franc. Di« Regierung, die Stadt» pchördrn warm btt der Eiuwtthuna natürlich Lertretm und wurde Herrn Banberger »on dmselbm der Dank für sein Humane» Werk ausgedrück». Wart». Herr Adolphe Franck, Mttglied des frau» GPsch» Institut», ist Hmqwredacteur eine» uene» polittschm Clachmjoüruale ,Im ^»i» aoaialo", defsm erst« Nummer lieb» rrschvueu ist. Der Obmrabbimr Herr Zodoc Kotz» A -hrmmitglted de» Directoreu-Lollegmm». Warta. Btt der diesjährige» Ausstrlluug fiod 78 jüd. Aasstttler, mm 26 Dame», bettzeiligt. Hierum er befinden M 87 «Ger. 17 Zttchmr. 18 BMhavrr. 1 Archttckt mb 5 imm. Biblische ober jüdische Geoeustäodr jüdischer fiub 34 amgestellt. m. Herr D. L. Cardoza, Nabbiuat»affeffor de»Bech»Dt» btt ber pottugifische» •aaebik, ntt bau Oik« k» »iederlündtsch» Hm deeortrt. Mb*. Die Lage kt Jude« ta Marotte zieht di« kr vowutsta» Negierung auf U Nicht hm ein diesbezügliche» Memorankm günstige^wttgtoe»« sankrn auch die .Riforma-, et» vaudm, «ob Mbüster de» AwRvürtig« Her» Artjpi infptrttte» Blatt. l»m in Lause ehe» Monat« dreimal Artikel veröffentlicht, milche auf die groß» Wohlthal« hi» deute», dt« dm Marveeaum durch die Befreiung kr iutellt» genirn und ktriebsamm Inten von ihrer Knechtschaft er» waä»sm würden. Moreuz Am 1. Juni wurde in der htrfigm Synagoge für dir Wtttdergmesung de» schwer ertränkten Könige m» Brafili» ein Bitlgottesrteust «bgeholte». — Der Herr, welöher der König!« var Englaad btt ihrem Besuche der hiesige» Shnogoge als Führer dtatte, ist >;»» derselben mit eine» Ordm dttchmkr wordm. Annia. Btt einer l,ier ftattgrhabtm Auskeilung erhittt die kuabmschule der „chlliuuoo ioraoUt« münoroollo" ein« filbecue und die Mädchenschule eine goldene Medaille; sonstig« Prttse wnrdm nicht verthttlt. Uuni». Unter der Aegtde der ftaazüstschm Regier»»», macht die Liviltsatto» rasch« Fortschritte. Die Berwaltnng einer neu crttrter. Stelle wurde ttnem ttngeboreum jüdisch« Notar übettregm. Algier. Bei dm Vewttndewahlm, besonders tu Lovstautiue, kam e» diesmal zu bedenklichen Ausschreitungen. Jo Aiu-Beida, wo dieieldm eine große Ausdehnung anuahmen, lourdm sie durch die revolutionäre Partei hervorgerafm uni) richteten sich hauptsächlich gegm di« ^fudeu, welch« liberal gewählt hatteu. Da» 8ebm der Juden war bedroht, da mau sogar mit Feuerwaffen gegm fl« austrat. Fripokl. Der Ehactm« Herr L v. tzaza n von hier wttlt gegmwättig zur Herstellung sttner Gesundheit in London, gleichzeitig a-ch. um di« Emrichtuna eurer modnum jüdischen Schule, wie ttne solch« hier hergestellt «erdm soll, in Auge» schein zu nchmm. Wetersüurg Juni. Aw 23. v. M. hielt der Verein zur verbreit«», de« Handverls unter dm Israelit« die erste Sitzung »ach dem Tode Irin«» großen Präsidenten. Baron Samiitt Poltakoff. Var l«r Sitzung wurde eine er greif «k Seeleuftter für Baron Poliakoff und deflm »ahm verwandt«, A. Wrrfchawski. «dgehalt« Professor v a rt hiev de» varou Poliakoff ttam Nachruf in russischer Sprache. Er schildette defsm Edttstuu und erhalieue Tugend tu dm ledmdigstm Fmbeu, au» sein« Worrm ging hervor, daß di« groß« Tpeur« de« varou Hirsch") für di« russische, Inden aufver» aulaffuu» de« varou Poliakoff gesttsttt wurde. Die letzte Zttt setae» Lebe«» war gauz kwveftrrbm gewidwtt, bkfc groß« Speu>e zur zweckmäßigen verwendrng zu bringe». Dadurch uaterließ er. kn Rath sriuer Aerzte zu kfalgeu und die setuer Gesuudhttt so nöthigm Lurort« aufzusucheu, rn» so ist n als tt» Opfer seiner uudegreuztm Hiugedung tu» beffm Jrusttt» geschtek». — Zu Ehvm des verewigt» Her« Warschawstt hiev Herr Rabdtuowttz ttum Nach» ms tu kulscher Sprachejßbmümb. von Pos« au« wer vor Kurzem gemelkt toorkn, daß aus Kiuvlanl» sämmttiche Juden ausgewirs» worden wärm. Es sollt« durch diese Maßregtt zahlreiche israeütsche Familien auf de« Härteste betroffen Word» sei». Auf tt« va» Posen au da» deutsche Konsulat tu Helfingsfor» gettchdk Auftage ist jetzt hin tt» vttef de» kutsch» Konsul» Dr E-raser ttugttroffm. daß obige Nachricht vollstäud^ au» kr Lift gegrtff» sei vnd daß außer ttuigm durchrttsmd« Zu '*, welche übrigens giirzlilb unbehrlltat aeblieb« sind «ff, «ich blechen, überhauj»! ktt« Jud« « FiuulaudAch aushallm »och ansässig stno »ud sich somit die ganze Mel« dttwa ill» Erfmduna erweist. ZerchMttm Di« htefigm jüdisch« Blätter beklag» sich bitter Über dm neu« iuDvüschlaud (von dmHH.Simmel, Hild,«heimer a. *.) gegäudttm ~ ' Herein (ILmomd 2Sfj<m"); der Amsterdamer hat bereit» Ordre gegeben denselben MN (Tfi *wn 79 nrimls tsche Vwatlaut.) de, & adtnt wditt.Ee. lEM UM 0MPly.M,MMI^ ww_4._—■ Oft—«ifll— — Kmmnavpßuquaa* »flerdamer Hauptverei» wn zu bekämpfe». Tanp" 'S — lautet kr hebrä.