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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 24. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 24.
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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für die religiösen »nd sorinleu Jvtersfien des Jndenthnms. BeraMWOrNichir «edacteur unb H«raa»gkl«: Rabbmer Dr M. ZLayrner in Magdeburg. Fi» »ich« »ed liitkn! -- eil««at tt et» ftavjur ket gpaajftÄM. Ml kittetet Meakex«: |>hfl4 14 aa» tarn Kallaikt: «»ulL,» SRM,4»t«atn ■»;..>» .■te4r«(4rtHk Iti JMttmaroWatti* k tk 9t. kt« .gaaUtf*.«btM k 10 *T > kk m ktc .3«t«clliif4e «•«tafjtttc' f*r M« .gtkttie *Htet«tkt.ei«tr. (te<a«rfMttMt! •etuttUe »ket wtta Rua —. (brt tatstktt karch kU «aaMMa» intiMia.Ik.Saub* Sa Oefc, -TF*»**n*t*tn W Vofltt a.«. •bttblttctttatattakia aa: •MMm >a»-J—atH. »Mchantat Vtä«b*b«*<- >»tz«it: £aitt*kr «rtlftl: Do« Sntach«, M Pros, «ohe. Im „Uatbnaet Vntrfft- — Weber rin Peaßfb wtqta Beschiawhmg der jtdchchim Utlkttav. — Alte« unk Raut« Aber Neli»loa»anterricht, Leheerblldmu »adLchrerftellau» Bang stlin»anfteta In Ober-Inge lhrimUl. Beaticht» »»d LamspanorU,««! Deutjchlaud:Ntnigsbeig O.»P^ Ar« OberJd>trfi n. >u» Württemberg, WM. . Oegerreich» Ungarn: Pilsen. — Frankreich: Pari». Pari» Pa,iaad: ikimbtiley. — RamSuiea: Bukarest. vamatsritt« Air» ntatfft Skachrichtr». Berlin. Berlin. Berlin, »karburg Sachen. Pari«. Pari». Bersaille». «llgier. Molkau. Ban Rem». PaltNiaa. Brtrskafteu detr den v 0 B B. Jifkiate. Dsts G«t«chte» de» Pres, Lehe« im M«rrv«rger Prozefle". IV. Jetzt, da da« Gutachten de« Herrn Prof. Lohen nicht mehr bloß in dem falschen Referat der ,Jüd. Paffe", sondern aalenlisch, al« Brochürr, vorliegt, jetzt können wir uns daz» gratulire», daß ei» Mann, wie Prof. Lohr«, vom Berichte als Sachverständiger in dieser Sache berufe« wurde. Fehlt auch seine» Ra me« der -lang der Autorität auf dem Gebiete der talmudischen Wissenschaft, so ist schon in der Thatsachr allein, daß rin Mann von der philosophischen Bedeutung de« Prof. Lohen, ohne dafür Hmuwar zu beziehe», ohne damit z» prunken, ohne c# selbst littrransch zu vnw.rthe». ganz im Stillen da« Studium de« Talmud — etwa wie Exeellrnz Stephan, seinen Horoz- Lultu» — al« zärtliche Liebhaberei betreibt und zmar mit einer Hingebung, di« ilm befähigt, in der Stunde, da die Ehre seine« geheime« Liebling« zu verthridiqen ist. «in so H sachgemäße« auf eiaqehenden Quellen-Studie« beruhende« Sntachten abzageben — — tu dieser Thatsacheallein liegt schon eine Apologie de« Talmud, wie sie snbjectiv nicht eindringlicher gedacht werden kann. Haste Prof. Lohen tr> seinem Gutachten einige, oder »och so viele schöne, von rrinsta Humanität vurchhanchte Ti täte angeführt, «an hätte ste immer al» , fremd« Federn" betrachten können, mit denen sich zu schmücke» auch Professoren da Philosophie die Uiteltest zu habe« pflegen. 9t giebt aber rücht Litatr, souderu ein« Lharaktenstck de« Talmud uach der littaarische», biftoniche» und methadischeR Seite, in s« jnngfränlich origi. nrllen Zügen, daß man gleichsam den mannen Hauch da Poch«»- Juni. 1888. Tamm aa. 1 6648. Aaktttder. 1,1,1,0t 1 . 14 6 fMtt«« . . . lö 6 »an—bau» . 16 7 rpn (9I1) P««k b. Könnt«« . . 17 8 Mont«,. . . 18 » Planst«« - . 19 10 » f 90 11 Jmiunt»! . 21 12 Zärtlichkeit empstadet. welche den Verfasser für seinen Gegenstand beseelt uv!) jeden Zweifel aa da Aufrichtigkeit da au«gesprochenen Ilebazeuzuag niedadrücktl Jeda Zug i» da von Prof. Lohen gegebenen Tharaktaistik bauht auf einem sehr, sehr breiten Qnellen-Studium und da kein Hauptzug in der Skizze fehlt, f» muß mau dessen umfassende Vertrautheit mit diesa colojsüen eigenartige» Materie, die da Professoral.Philoiophie ja so fern« liegt, aufrichtig anstauaen. Aba Prof. Lohen ablickl in der Philosophie nicht bloß eine theoretische Di«ciplin, sontan einen ethischen Beruf, und da« bietet jedem, da de» Talmud in« tief« Herz geschaut und in ein intimaP Bahältniß zu ihm getreten, den Schlüssel zu dem Rächsel. Und so können'wir von Hazea zu seinem nunmehr autentisll» vorliegenden Gutachten Harn Professor Eohen gratuli'en. Da ist keinerlei Loquettaie, nicht nur nicht nnt der Qi thadoxie, sondern selbst nicht mit dem Judenchume; fiei und offen spricht derselbe seine Anstcht über die „Gefahren der Wirkheiligkeit" au«, daß hia trotz da aufrichtigstenT« ndenz. Nm Schwerpunkt in die et his che Grsiauuag zu verlegen, Trüb 1,4 da reinen ethischen Anschauung kaum zu umgeh:« ist; frei und offen bekennt a sich zur historischen Genest» gegen die Traditionen da Dogmatik; a steht den Talmud ren al« Phllosoph, al« ein Werk da Littaatnr, au, and al« solche« nimmt a de« Talmud in Schutz g»z«n alle iSaläumdungc». Da« ist — wir gestehen e« gerne — ein li'flre Lichtpunst in diesem Prozesse, ein Ergebuiß, da« uar nnt mnnchea dunkeln Faetor an«söhnt. Wie war« berührt von einem solchen Forsch« folqeuda Satz: ,E« sei mir gestattet, persönlich zu erklären: oaß mir fundamentale »nd maßgebende Sittensprüche de« Talmud gegenwärtig sind, die an Zartheit ' de« Gemüth»klauge« und an Schärfe der Lin»

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