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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 21. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 21.
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M 21. ptif*tImri,->24. 1888., Z-tzq-XL r — r / i für die religiösen und socialen Interessen des Judenthnms. VnonewoNIichn Kedaeteur und Herausgeber: Rcbbimr l?r M. Htahmer in Magdeburg. f*r »etzrtzelt, stecht „» N>» kt« .3*ratfltlf4e aru tot m< ,I»kt,'ch« aittcrtut.0utr, dir rttin^rfwu-.r* Ontt^rü« «mt Mtn Miui M tot. fütk nttotkn ksnf kl* Inmiti» •ckeM»««« Na O. Xi. 3D»vit>» <9* Oo_ *>"'i~lfTTima TT««»»iTt»1n itt vojlai a. *, atci 11 <c t rnuafoktii <u; |la (ayikHlM kitJNtaUt. W»tz»a>- MÜfl** I« p*|kikMri. JMnlW nUita |< riac thrnwu MS 9* *** >Wl illlM IHN#.!. toumaut kn _ _- — ---Jatt**4., " ajj i '_■»■ Miln «HUaatra kn ^uallifa.«tni k W tot ItitMtf Artikel: Der Warburgrr front Wfl« Beschimpfung der irdische» Neltßto» Von einem Urparchetitt«». I. — Ulte» und Kniet über den Keltztoeesoolerrtcht, Lehrerbilb ung und Lehrrrfirllang. Bo» I. Kltngelftet» in vber-Jngelheim. I. Bericht« m>» <r»rrefp»»p«»i»»r Dentscjlonb: >n« Ober« sätest«. Gchueidnnützl. Homburg. AeoelsnN a. R. Löffel. Oesterreich-Ungar»: M». Grotzorltaunien: London. Kußkandi vdeffä. Amerika: Koo-York. varuktscht, «s »««»st« Rachrtchte». «Nottzr. «ien Hortugal- Landon Lerbs Krmilaie». T5>kl MittHrilnngen betr. ». v. 0. B. B. Brr II«. 3»>»w<t — Briefkost»» Wochen- H«i. : 1888. Siwen.! 5648. Aalender. 9*MWri<i . 24 14 goo tto« . . . 25 15 Aomnebmev 23 16 "jmSsnS (8,66) Parok 2. Aoomto« . . 27 17 Monte»«. . . 23 18 Mionftn« . . 29 19 MMmoch . . 80 20 Vonnooo t«, . 81 21 Der Marbnrger Pr»eetz M|n Mefchtmpfnug der jüdische» Hlrklßls». Bon eine« Unparttzetisch« i. -I. »Eudtich" — s« wußte bas |(prcftt jüdische Herz an*- rafa, als Mc Ämebe f«n: rin deutscher IktaaKaawalr habe gegeu antisemitisch« Beschimpfung des JnDenthnmt dir An» klege ertzobe». Wie mußte« mir uns aus diese Verhandlung freue»I Da »ar Gelegenheit gebatm, oar der «uabhäagigstm Jupauz der wett: »«reine« preußischen Gerichtshöfe, die Grundlosigkeit der «utisemitischm Behaus tuogeo über de» jsp Lehrinhalt des Judenthnms darzuthun. Und der Fall mar """■ so «riatuut, so prilcis: die ineriminirte Amßeruug des Angeklagte» Feuner »ar gerade »t« für «rologetischeZwecke zngeschnitten; ja wen» das Judeuthnm fich die antisemitische These behufs Widerlegung bestellt Hütte, sie konnte nicht prücisrr «sgedrückt »erde», wie es darei» de« Angeklagten Feuuer in der incrtmtntrteu Aeuhernng geschehen. Dies« günstige Gelegenheit — sagen mir es «ff«, gar Beherzigung für dl« Zukunft — ist ungenützt »»rbeigeprtchen; »as ein »Niagara-Fall" Hütte sei« IdNBe» «ud sollen, ein« gr»fjartig«. eiudruiksoolle, »tlksome Aeuhernng der Soge» des Judeuthuas» es ist zu einem . »Waschdecke»«Tnnmlt" z^emmmgeschmmpft: »es ist, als »ür« es nicht geeorsrn." — Der Angeklagte. Bolksschuklehruc Arnuu, hatte in einer mttsemtttschm Bersauuuluug grünßert: ,ll)ie Meisten von Ihnen »erd«» anerkennen, daß die Juden dm Talmud als ihr Gesetz gelt» laste». I« Talnud soll geschrieben steh«: das Gefttz Most» gilt nur »ou dmi Jude, znm me» ggg£. ach die Gust« hat es krinrn Bezog, dir dürfe» sie betrüge« und bestehle». Nun geben st« Acht! Lin guter Jude thut, was ihm der Talmud sagt, dann ist er in unser« Angm em Schuft; thut er es aber uicht, danu ist er iu br» Magen ber Jude« rin Schuft. Ein Schuft ist er auf alle Fälle." — Iu dieser Aeußerimg ist Zweierlei mthaltm: 1. der billige Witz, die Inden seien t« jedem Falle »Schufte". 2. die Behauptung, im Talmud stehe, die Juden dürsm die G>stw betrüg« und destrhlm. So wüuschmswerih es ist, daß die unter 1. mthaltme Beschimpfung ber Inden als Rrligtousgesellschaft der gesetzliche» Strafe verfalle, — im Interesse des soeialm Friedens und zum Schutz«: der Juden, — so wird »an einräume», daß dies prmchchell ganz zorücktritt gegm die gerichtliche Loustati cnng. daß btevehauptuag: »im I Talmud stehe, die Juden dürfen die Goji« betrügen und besteh!cu", eine — Lüge sei. Wen» es gelang, dies zu constatirrn, »ou einem prmsische« Gerichtshof als constatirt emerkaunt zu sehm. daun mochte der Angeklagte immerhin straflos aus »chm. Gelang es aber nicht, dies zn «oustatiren — wa» ffle principielle Bedmtang hat die Benirtheilnug des Arzeklagtm »egm Beschimpfung der Jude», und sei es zu: schwerstm Strafe? , Das Resultat entpricht leider dieser letzteru Eoentualitüt: der Angeklagt«: ist zu 1s Tagm Gefäugoih verurthrilt, »wegmveschimpfung ter jüdischeuReligious- Gesellschaft", dageg» besagt das Erkeualuiß ausdrücklich: »Es ist nicht erwiesen, ob diese Stelle nn Talmud steht .... Ruch ihr« (der Sachverständige») Aussag« Hut das Gericht »e>»z.x für erwiese» erachtet, daß '

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