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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 17. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 17.
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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— 13V- ' ' v V.-f :•' -r-.rfnf tfjra *<! da- Schichten >'m Aargau (in drn 60 r Jahren). Die Schächtfroge in St. Gallen. Die Ansichten der freisinnigen Rabbiner und der Pncktiker. DaL Sei ächte« vor de» internationalen Thierschutzkoagreß in Dien 1k!83. Die Schächtftage in Bern uiU> Solothurn. Der schweizerische Thierschutzverein und die Bundes behöi dev. Die neueste Phase der Echächtstagr im Argau. Der „Thierfreurd", al» Fortsetzung der früheren »Schweizerischen Thierschutzblätter", ist in seinen zweiten Jahrgang eingetrete« »nd hat gleichzeitig seine Redaktion gewechselt, v»eiche nun künftig die Herren Pfarrer Wolfs in Weitlingen and BezirkSverwalür A ller in Aarcu führen werden. Die soeben erschienene erste Nummer deS »Thier« freund« behändest unter Anderem die Echächtfrage und kommt zu tüm Schlufie. das», falls die Jude« au« rituellen Rücksichten eicht zum Verzicht des Schächten« zu bewegen seirv, mau wenigstens demselben eine B e t ä u b « n g der Echlachtthiere vorausgehen laste« möge. Die »Liaseler Nachrichten« bringen auch Anti-Schächr- Lritartikrl, ar f welche wir in nächster Rr. zurückkommen wollen, »dwßbriilwwmte». Land«», 12. April. (Or.-Corr.) Der in de« letzte« paar Jahren flaugefundene allzu große Zuzug nach hier »o» wchewittelter Ausländer», und uamenttich von armen GlaubenSgenaffe« aus Rußland, Polen und Rumänien, hat die Aufmerks imkert der englische» Regierung und de» englischen Parlament» auf sich gezogen. Da die Zeiten anhaltend schlecht find und die Klagen über Arbeitslosigkeit «ehr «l» je zuvor hier gehört werden, so fängt man hier an, die «»beschränkte Einwanderung dürftiger Persone» von anSwärt» al,» große nationale Aalamstät anzusehen, und der Staat eracht tt e« al« seine Pflicht, den stagltcheu Gegenstand in» Bereich. seiner ernste« Berathuugeu zu ziehen. E» ist donuach leicht möglich, daß in kurzer Zeit ein Ersetz hier eingeführt irfib, demzufolge nur solchen Emigranten die Landung an englischen Häfen gestattet sei« wird, die nachloestru Manet, daß sie gewisse Mittel besitzen, um fich hier eine Ezipenz zu verschaffen. Diese Mittheilnng dürste vielleicht jenen unstrer Glaubensgenossen in Rußland, Pole» «nb Rumänien zu« Lortheil gereichen, dt« mit dem Gedanke» umgehe», fich während der kommenden Sommermonate bier niederzulasser. — Jüngst erschien ein« Rotiz in den Spalte» de« »Jewish Ehrouicle-, I»ie in den hiefigen jüd.oithoxenLreiseu ziemlich viel Anstehe, gemacht hat Dari« wurden nämlich di« wekblichea Mitglieder der Bay«»ater (Dr. Herrmann und Herz) zrr Slwagog« eingelade», fich an eine« zu bildende« Ghuogogen-lliesaugverei» für Frauen zu bethriligen, so daß sie beim Gottesdienste von ihren Sitze» an» de» synagogalen Gelang durch ihre Mitwirkung Heden können. Die fich aber nachher herat sstellte, wurde der besagte Borschlag ohne die Antorisario» des Vorstande« der fragliche» Synagoge ge- «acht, »nd viird et daher zu», groß«» Bedauern der Redaktion de« »Jewijh Ehrouicle" keine weitere Berückfichtignng finden. — Die hier erscheinende Monatsschrift .Th« Rmeteeuth Century" veröffentlicht soeben eine« Artikel vom Baron Ferdinand ». Rochschild, »«rin gewisse in der ,Lavua da« denk Mond«»" gegen England gemachte politstche Angriffe mit viele«!kakt und klarer Auseinandersetzung der resp. staatliche» BrhäUuisse znrÜckgcwiese» werden. Die heivor» rageubste» hifflgeu TageSblätter kritifireu den Artikl recht »ortheilhast, ob einig« weist« auf de» Umstand hin. daß di« Rothschild« fich nicht dlo«, wie allgemein angenourmeu wird, für de» Geldmarkt iuieresfiren, sauderu daß fie vielmehr auch für Politik, Litteratur und Luust viel Sinn und Gefichmack haben. von beri Rothschild« sprechend, so will ich' e« nicht stuterlaffe», h«r ein« Anekdote mitzuttzeileu, die jüngst in den Spalt«, de« hiesige» ,Sl«stat»r" erschien tu» sitt di« Leser dieser Blätter von Interesse sei» dürfte. Der selige Baron Ja»«,« >. Rothschild war ein groster Lnnpframd und zähste die bedeutendste» franzöfischen Maler seiner Zeit zu seine« Freunden. Zn de» letztere» gehörte «ich Eugene Delacroix, «nd dieser hatte eine« Tage« ei» Süjet für ei» zu malaide« Bild gewählt, za dessen Ausführung er ei» paffende« Modell «öthig hatte. Da« Bild sollte uimlich eine» Bettelmönch repräseMireu, der au einer Aircheuthüre fitzt uud die vorübergehenden um ein Almoseu aufieht. Gerade um dieselbe Zeit besuchte ber Baron de» Makerund wurde von letztere» scherzweise gefragt, od er vielleicht ihm al« Modell sitze» wollte. Diese« Anerbieten wurde de« ae« wegr» sofort acceptirt. uud bald darauf saß der mär i« Mönchsgewand. während der Lüustler vorder eituuge» «achte, fein Modell abzubUtm». wie u«u der Barou so da saß, ttat eia Gehilfe de« Maler« tu« Atelier und gratulirte seine» Herrn zu de» treffliche» Mod ll. darr endlich bekomme». Uud beim Fortgeh eu stetst« er de» vermeinten Bettler au« Mttleid eine» Fraiü in die Hand und verschwand. Rothschild nah» die dargereichte MüNze an, schickte aber am folgende« Lage dem Geber eine 10 000< Frank-Banknote mtt dem Bemerke« z», daß das gestern empfangene Almosen inzwischen solch holst Zinse» getragen habe. — Güst-Afrik«. Kransvaak,") Süd-Afrika. Herr Louis Emaauel^ Sekretair der jüdischen Gemeinde zu Johanni «barg schreibt unterm 11. März: Ohne Zweifel-wird es viele Ihrer Leker inieresstren. z» erfahren. daß in dieser jünzsten, aber wichtigsten Stadt Süd-AfrikaS sich eine jüdische Gemeinde, gebildet hat. Dieselbe zähst schon über 500 Seelen, darunter viele vollzählige Familien. E« ist no« beschloss»« worbe«, aleichzettig mit dem Bau einer Synagoge trat einer pissende» Beamlenwohnnng vorzugehen. Das Comtte hat bi« heute beinah« 1000 L St. zu dirsem Zwecke gesammelt und hofft, eine hinreichend« Summe zur Ausführung seiner Pläne zu» samwea zu bringen. Dasselbe war so glücklich bst Anstellung d<« Rrv. Joel Rabioowitz al« geistlich,» Beaattea für 8 Jahre sicher füllen zu können. Herr stlabinowitz fuagirte 28 Jahre in der Eapstadt und die Aästuuq und B«rhruna, welch» ch« dort vor Juden und Clwtiteu entgegengebracht wurde«, werd n >hm auch hier in gleicher Weise gezollt. Biele Christen habe« bereitwillig durch Beiträge de» Banfond «uterstützt; u. A. Oberrichter Kotze «ad Richter Es seien, vom oberste» Gerichtshöfe, commandirrudei! Geweral Jnnbert, H. Lhssleton, Geheimsecretär de« verstorbene» Gouverneurs der Kapcolouie «. f. m. Tie beiden Erstgenannten richteten au Herrn Rabbinowttz ein fchmetchethastt» Schreiben, iu welchem sie ihrcr Aaerkenuung für bi« Dienste, durch welch« derselbe bisher di« Sache Ixt Rellgioa uud Humanität gefördert hat, warme» Ausdruck g den. — In seiner jüngsten Sitzung beschloß da« Lomtte«, »er Gemeinde eine Thoraralle zu schenke». Ker«isch1< mr> ntntfit Wsichrichre«. Aerkin, 24. April. Mtt Bezug ans die Meld»»z^d«ch die jüdische Gemeind« Charlottenb« eg sich von der Beruuer Gemeinde abzweigeu «olle, triugt die »Voss. Zeit." folgende Zuschrift: Irgend welcher Lieschlnß ist nicht gefaßt, e« haben vielmehr um Vorbrsprrchuage» stattgrftmd«»» I» diesen ist von allen Betheiligtvt onmannt, daß der zu bildende tzhoagooenbezirk da» Gebiet der Stadt Charlotten bürg mit Anschluß der in ««mittelbarem Zusamvtrqe Hang mit der Stadt Berlin neu gebanirn Straß?-,- zü ge umfassen müsset Irgend. wÄche Zusage bezüglich «qstp Abfindungssuwme ist nicht gemacht, »nd tu de« für oje B«- liuer Gemeinde »»günstige» Fall wnnte diese Abfiadnng umt nach dem Bechältniß der Beiträge drc. Chnlottenburger H de» Gesamnübeittäge» demeffm wetd«, Der kommlssar Hai die Bernstng der Gewütldentiiglkver ick Chartottenborg bchns» der Berhandinng über die Bildung *) G» »>cht» I» «Ich tu vae «r. E. iNS, (umwa) heHWi^ -

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