Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 16.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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ftl fftr hi Herz, eint Erwnthigu», pm atütrai fttmtf fftr di« ««rklärnn, asb höher« Wdhe brt Meuschmdasetn«, da Trost fftr VEc, deoea die »rächt zu eudlo« scheiut. um den Tag »» erhoffe» .. vir imsrr Kaiser, im «Schluß de« Aufruf« »Au «ei» Volk* geloiend, de» Laad« ria gerechter »ad treuer König zu sei», dezu Gott um Gegen «ab Kraft bittet, so »wallt unser Herz tnf tu Lebet für dev allgeliebte» Fürste«, weu» wir sei» g senken. «mouth ist auögegoffeu über sei»« Sippe», darv« feguet ih» Gott ewiglich. Er sei glücklich uud oerttrtc »ock, lauge die Sache der Wahrheit, der Mild« «ud de« Recht«. Di« Böller aller Saud« werde» ih» preise» immerdar*. Rabb. Dr. PH. Ktouer-Braudenb. Si« Lehrstbchl der PLd«g»gtt für die Mische «e!i«io«Ssch«l> B«l Laadrabbtoer Dr. Uoldschmtdt-Blrtnisrld. Für insere Religtau«schule war e« im Allgemeinen letuesweg« >«> Glück, daß ihr, als sie. vo» der moderue» Zeit gefordeii, gegründet wurde, die christliche Religion«- schule al« eioe Jahrhunderte alte Jostitutio» Muster und Borbild sei» köuote u»d auch wirklich war. Ma» hat »ach diese« »berühmte» Muster* gearbeitet, aber zum große» Schade» H» fern ReligiowOschnle. Einerseits war die Org»> «isatioa der christliche» Religio»«schule krineswrg» ei» Werk der visserischaft, souder» ei» Werk der Geschichte» «ab di« vif älschast hat »och heute ihr« Last, gege» de» geschichtltche» Schlendrian i» dersrlbe» auzukömpfeu. Memorier» uabegriffeuer, aicht der kiirdltcheu Natur gewiß geaettsch estwickrlter, sonder» aal der Dogmatik in katechetisch« Form Gckleideter Lehrsätze und unverstandener Bibelvrrse nicht minder, al« Lioprige» bloße» geschichtlich«» Material«, da« vielleicht mit einigen «aisounement gewürzt ist, gilt hatte bei alkj kokende» Schtttmimrer» lange nicht mehr al« erziehlicher kiekigion«nnterricht. oder — wozu da« Epitheton »azieh'ich*? ist dam ei» nicht-erziehlicher Religion«. Unterricht »och Religto»«-Uittrrricht? — «Ü Religto»«- Untrrricht. souder» al« didrLischer MaierialtBmn«. Der Kirche hat dieser didaktisch« Materialigmn» Jahrhunderte lang die best» Dienste geleistet uod sie darf schon die Kriegskoste» mit i» de» Kauf nchmer, de» der Kampf gegen diese» materialistische» Memorir-Kran: ihr verursacht. Die Stz- »agoge hat von diese« didikrische» Materialtlwu«, der nufere Religim« Schule anfgenrnnurn, i» de» wrutgr» Jahrzehnte» die I«iese besteht, nur Schade» gehabt; derreligiös« Judtfferntti»an« ist die Frmist degselbe». Wir sollte die Religio» nicht ersterbe», da di; religws« Nahrung de« ktudkichen Alter« ein« so uuuatürliH« war? Und wenn im Lhristralhnwe dt; Unaalar dieser Nähr ng zu« Theil dadurch »»schädlich jemacht flmrde, d»ß eine Jahrhundert« lange Hrcommodati,« der Geister a» dieselbe stattfaod und dt« Kinder mtter da« wohlthütiaeu Einfluffe einer Art geistiger ver« erbuflg staub«», indem die Kinder t« de» erste» Jahren ihre« Scheu« durch deu Verkehr mit de, Elter», dir tu denselben Elemente» stih entwickelt hatte,, gleichsam für dasselbe präparirt di« Söinle betrete» und darin sich eutwickek»: ertötend mußte» aber diese Elemente i» i«r jüdische» Rrligion«schalr wirken, mu de Entwicklung der Ester» ganz andere Wurzel» hatte und di« Anschauungsweise derselbe» uothwendig die Arbest der Religionsschule weflig unterstützen konnte, ja diese achschwäche» ,«Lte? Die Allen, di« t» religiöser BeShrunz HUd religiösen». Leben glrichsata herumgekchwouuue» wäre» — habe germgschitzend war ihr U tthest über die «etühett der 'moderne,k Religtonsschnl«. wie ja hentr »och zwischen dieser »ub de» ld» errichte der ave» Zell eine für »fl« so Dpt PUttzEov - gltzoge» wirb. Dir ShUagig; hat vo, d«r «ebur «Hilst, der-dir christliche «rllgioasschulr der jstdffch«» geleistet hg«, gar ketueu Nutze», soud,!»» nur Schube» gchally »ud wir habe» »o», mb» de« «llgewehim Kampfe de» Lichte« gegen die Finsterniß, der riestig» Erkennlniß mg« Jrrthnm und Uuwtffeuheit. nn» auch »och i» dem Kmnpft gegen deu durch je« Geburtshilfe Iwppest stark groß gezogenen barnn Feind: den J»dtffere»tt«m»«, unsre ittäfte zu meffen. — Was ich immer betoM habe, seitdem ich zuerst dt« Fe- 9 der i» paedugogioi« eingetaucht, da« flttll ich nicht - auf« höre», von Zeit z» Zeit zu wiederhole»: dt, jüdische «rlt^oi»- schnle muß ein« eigene selbststRudtg« Wissenschaft, .angewandte Pädagogik* Hab»! — El ist wahr, e« gtebt nur eine Wissenschaft der Pädagogik so gewiß al« »« »ur eine Kt»d«g»at»r und eine Menschemmtnr, und et»« Natur überhaupt g>bt. Gewiß dt« geehrte» Herr», die wir die« «utgeaenzehaltr» had«, hält» sich die Mühe sparen könne», mir die« zu sozir. St« wußte» bei sich ganz wohl, daß ich kein so et» »lim Kopf Mn, um etwa «i» .Polg» Naturalist* zu sein. Ich dt» durch diese überflüssig« ver» theidigung der Vnheit der Wisienschastm geuöihtgt, de» Unterschied zwischen Theorie »ud Anwend»»g der Wissenschaft «ehr darzuleg», all» eigentlich »öthtg ld» soll««. — Die Theorie einer Wissenschaft ist nur «ine; tansenfach aber find die Anwend»»»«», eine« jede» wissenschaftliche» Lehrsätze«, nud darnm gtedt e« «lens» viel« Gebiete »»gewandter Wissenschaft umerhdb einer »iffmschaftltche» Disdplt», al« e« Gebstte der A»w»dangiedt, die eine eigene Behandln«- erfordern. — Wen» ich sage: wir müssen «ine eigen« Pädagogik der jüdischen Religtongschnle Hab», so heißt da« nicht, wir «äff» eine ganz fnnkelnagelnene Wissenschaft der Pädagogik extra für uns habe», fände»: wir müsse» di« Wis» senschaft der Anwendung der allgemeine», «ine» Pädagogik auf die Berhällnisse unsrer Religio»«- schnle al« ei» salche« besondere», selbstständige« Gebiet angewandter Wissenschaft: eonftitUtre», welche eine» eigene» Kreis vo» Forscher», i» organischer Weis«, z» gemeinsamer planmäßiger Bearbeitung oerbindet, statt daß. wie jetzt, hex pädagogische» Gestaltung unsrerNeligto»«sch»le eine bloß .diietttürttsche* Behaudluug gewidwet wird, vo» Mistmer» di« chr 8<be»graf zwingt, an'ctat Dt« strednuge» ihr Hanptintereffe und ihr« beste» Kräfte z» widme». Oder ist es «ehr al« ein« .dilettantische Behandlung*, »eu» ettoa du Rabbiner, der von'Amt«, geschäfte» tu Anspruch geuomme», der seine rhetorische Leistuuggfichegvtt nicht »eruachläßigeu drrf »nd auch mit der Entwicklung der jüdischen Wiffeuscheft ftrtschretten maß, einig« Artikel schrdbt. ma auf die Schäden unsrer Religion«, schul« aufmerksam zu »ach«« »ud die Riü>tn»g auzudeuten, « welcher Hilfe komme» muß? — Oder ist e« mehr al« »dilettantische* vehaudlang, wem, ein Professor der Sprachwissenschaft a» der Spitze etuek Eomckissto» kür die Ansardetüma eine« Normal-Lchrphi» für »nsre Reltgion«sch»le» steht?*) Man bedenke, welch ei» Apparat organisch zusammengefügter Krilfte in eine» Lnktulwinistermm ttzätig ist. um zwttkmasjtge Schäpfnuge» heroorzndrtnqe». Jeder Lehrer i» du» edlearnfte» Dmfe eine» polnische» Grenzwtnkel« ist »och et» Rädchen i» dies«» Apparate: »n» na» oergleiche damit de Zrrsplttternng der zahllosen Kräfte, di« auf de« Gebiete unsre.- Reügiongschni« thätt, find! .Könne» wir den» aber et» eige»^ EnÄM-Mnisterina «um der Erde stawpftn*? — sl Nd»! E« muß. aber »nch nicht gerade,i» -»st»».Ministerium soiu. es soll »m dm Zeuttal-Steüt ges«haffe» 1« ist ja i» »irtttckleit «ln sdchec RoriooUSetzMb« t w« vom D. g. >. B. «tagesem» Kommissi»« mO: Here» Gros. Et« t a «t» Vorsitzes» atcht »N st>Nd, gchmune». "