Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 10.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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rf - Malheur Hab» filraelitisch im Glauben zu sein. Ja der Iv rumänischen Heerrätzttfaffuiq sind auch »Wttil«* vortzesehm, die, au» der Laudbevöllaunq g«mmm«>. nur 8 Tag« i« Monat Dienst zu thua haben und die übrig» 22 b^. 23 ~ frei ihren Beschäftigung» uachgehm Kinnen. Diese >rt $ ' 2Rilftflid>imff ist bard| die Eigenschaft Rumänien» als vor- 5. wiogmd 8cke rbo» trnbercher Staat bedingt und hat »um . Lwvck den Bauern di« freie Zeit zum Feldbau zu geben. » Dafür ist auch der Dienst, statt auf 3, auf 8 Jahre de- ' «essen, der Soldat muß, wenn er Reiter ist, sein eig»e» Wad beistell» rc. Der Israel. Pinku Grinsteiu nua im Dorfe varßrschti wohnhaft ist ein solcher Müitzian-calarasch <beri>t»er Milizsoldat) im 6. Regimmt dimmd, er ist aber trotzhem kürzlich au»gewies«a Word», wie schon Tausmde vor ihm» di« nicht da» Glück Haft» dem Lsaigreich Ru- «äai» zu dienen. Nachstehend, al» ein Beispiel für Biele, dyc Wortlaut de» Ausweisungsbefehl«»: „9tr. 1277. Gommation. Unterzeichneter Bo steher der Gemeinde Baßeschti, Sreis Wranaa, Bezirk Putna (Fokschau) auf Grund des Artikel 4 de» Sommuualgesetze» und de» Art. 10 des Rnralpolizri-Gesepes. auch iu Gemäßheit mit den Disposttiou» des Befehls des Herrn Subpräfrktm (LaadrathrS), «otivirt durch die Adresse des Präsident» des permanmtm Aomitres (Bezirksrath) so mmir« ich »dm Judm* Strul Piuk» Grin stein, daß er binnen 24 Stunden, das Territorium dieser Gemeinde verlasse, da er Hierselbst nur ^provisorisch* geduldet ist und den »big» Artikeln nicht eutspricht, auch di« «utorisatiou des Semeinderathes, um -fein Domizil iu dieser Gemeinde »zu erricht»* (G. ist natürlich da geboren uud braucht dam« keine Erlaubuiß) seicht besitzt. Im Richtbefolguugsfalle (dieses Ausweis«»»»- üefehles) werden Maßregeln zur zwougsweis» Exekuttou ergrifft» »erd», de« Gesetz« gemäß. Der Ortsvorsteher, -E. Mirce«; der Notar, W. Mtrcea.* Wo der G. sein» stapf leg» soll, wen» er jedesmal feine 8 Tage abgedient hat, uud daß er Mtlitzia» nicht sein kam», wen» er iu der Stadt wohn» muß, das macht de« Ortsvorsteher jub sein» Oberlette» kein stopfzerbrech»; Grinstein ist ch» »der Jude* und als Solcher »Fremder*, obwohl er des »Länigs Rock* trügt uud mindest«» so lange als Ru- »äuter gelt» müßte. Solche Vertreibungen, und mit Gewalt, »erdeu zu Hundert» von d» meist» Bezirken der Moldau gemeldet. Ree-lau-. Marschau, 26. Februar. Die Fraucugaleri« der groß» .Synagoge war gefteru Abeud der Schauplatz einer Lata- -strvphe, welcher, wie bisher ermittelt, 4 Menschenleben zum Mpftr fiel», während 16 andere Frauen schwere Verletzung» davoutrug». Me gewShutich genügte auch hier ^ru falscher Feuerlärmi» de« »läßlich des Borabeuds zu» Purim-Feste (Megtüa) dicht gefüüteu SoUeshause. um eine Panik hervorzaruft». Trotz der lauten lebendigen Zurufe aus der Mäuneradtheilung und de« .Weitersvielm der -Orgel stürzten die erschr.cktr» Frauen o ich den Ausgängen zu. über dicheuig» hiriwegtreteud, di« im Gedränge zu Boden »fiel» Unglücklicherweise erlosch zu gleicher Zeit da« Gaslicht, so daß bic Verwirrung rrabeschrttblich wurde. Dt« sofort zu Hilft eileudea Männer halt» vollauf z, thuu, um «die Schwerverletzt« «ad Ohnmächtig» an« de» barrikade». shrllicheu Hanf» hervorzuzjeh« «ad unter Hilft der zufällig ^wweftud» Aerzte zur Besinnung zu bringen. Estwu schrecklich» Anblick bot «tu« Fra» mit eingedrückter Brust uud .»«rstümuielte» Gesicht, lv» 17jährige« Mädchen »urbe i» ' »lge deit Schreckens »ahnfiuntg uud irrte halbnackt i» der tzuagogr umher. Ei« Unmasse Bijouterie» uud Toilette«- nglgeustä»»« ward,» nach Räumung der Stzuagoge vom Eeustpmsmml vmlgckilube». I» der Beoälkermm uud 1» »ress« »acht ßch «in lebhafte« «WmWl fLt die «bw Kermifcht» tm)> «e«estr W«chrich1e«r. Werk«. Die reichhaltige uud aus seltmeu Handschriften uud Sammlung«« bestehende Z u n z 'sche Bibuothe? hat die kauffmann'sche Buchhandlung in Frankfurt a. M. käuflich erwarb». Aveuzuach. Herr Dr. «. Tawrogi, eia Schüler des Breslauer Seminars, wurde zum Rabbiner unserer Gemeinde gewählt. Aäuigaberg. Herr Tantor Birnbaum ist in den Besitz eines Manns küpts gelangt, beff» musikalischer Theil von Abraham Lazeres geschrieben ist, von best» Lompofitionen eine iu Ricci'» t©S jm abgedruät ist. Herr B. beabsichtigt, Lazeres' Musikstücke, welche von ungefähr der Mitte des voriqm Jahrhunderts datiren, uud hauptsächlich in der portugiefische» Synagoge z« Amsterdam in Gebrauch waren, durch dm Druck zu veröffentlichen. Schweiz. Dn BundeSrath ist nach mehrjähriger eingrhmder Untersuchung zum Resultat gelaugt und hat eine di^lbezügliche Erklärung veröffentlicht, daß keine positive Beweise erbracht seien, daß der jüdisch« Ritus des Schlichtens irgendwie Grausamkeit gegen Tbiere sei. Atakie» Baron Franchetti in Reggio hat sich durch sein» W-hlthät'gleit»sinn einen unsterbliche« Nam» erworben. Ja jüngster Zeit hat derselbe über eine halbe Million Francs für verschiede« gemeinnützige Zwecke «ad zur BerschSnerung der Stadt verwendet. Boa d» Bürge» wurdeu ihm zahlreiche Ovationen zu Theil, der Stadtrath ertheiltr ihm das Ehreubürgrrrecht und beschloß, daß sei» und seiner Linder Namen i» das »Goldeue Buch* des Abels eiageschriebm wrrdcn solle. — Bor uuzesähr zwei Jahr» ließ Herr Ulderico 8evi in dersrlb.u Stadt mit einem Loflmaufwauor von ca. 760,66V Francs ein« Wafferleitnng errichten, um die Bewohner mit reinem und gesundem Triakwaffer zu versorg». Aus Dauk hiefür wählte die Stadt Herr» 8evi als ihr» Vertreter in die Abgeordnetenkammer. Wart». Die Sorirtät der Inschrift» hat beschlossen, den Ramm Adolphe Eremieux' zu verewig». Ja einer der jüngst» Sitzung» beschloß bas Lomitee, ein« Tafel an de« Hause in der Ln« 6» I» Pomp», Pa«*y, auzubringm, in welchem am 10. Februar 1886 Adolphe Ersoimx, Mitglied der provisorischen Regierung von 1848 und der Nationalvercheidignng, gestorben ist. Hfuri». Herr Die«lafoy. der wohlbekannte astatische Forscher, wird im jüdischen Studimvereia d» nächst» Bortrag halten »ad zwar über »Dir Pracht am Hofe Ahasweros*. Laudon. Die Lvnigiu hatHermMtchael Solomon, Mitglied des .Gesetzgebend» Rathes* iu Jamaica, zu« Ritter des St. Michaeluud Sl. George-Ordm« eruauut. Amsterdam. «Seit Anfang des Jahres ift zu den zahlreich» jüdischen WohlchätigkeUsanstaltm dieser Stadt eine u»e hiuzugekommeu. In eine» der gesundesten Gtadtthelle wmde durch die llstmnficmj de« Baron George Roseut h al ein jüdisches Ltnderasyl eröffnet, welches dm Ramm »Sophie Rosenthal* führt. Das Gebäude, welches tu jeder Beziehung seine» «haben» Zwecke entspricht, hat Rau« für 286 Jasaffeu. 8V Linder find bereits »ufgenommra und wird es gewiß nicht lange dauern, bis die Maxtmalzahl erreicht sei» wird. Der Vau, im »orig» Mai begonnen, wae vor Ende des Jahre» schon vollendet. Meuschau, 3. März. Ja der Stadt Lamiuiec brach heute «tue Feuerbrauft an«, welche 80 Häuser mit sämmtlich» Rebmgrb仫», 4L 8id» und die Synagoge in Asche Uate Ul*n stad auch Meuschenlrb» zu beklage». Das El»b ist droh. Mom-AmL. Unter der Zahl der Piers»»», welche t» ttte* J<M Mt RettvuplewdM« fftr Me Rettung Cr» «iuümdtt »halt» itzadrri, büfiudm sich fiebm Jude».