Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 8.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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fir die religiöse« u«d sociale« Interessen des Judentums. tm >■«(«mit: M at. Mimet Motaat: j»M* BeraaNaarilichee Kteattcar und Heransgiter: Rabbiner ßr. M. Hl ahm er in Magdeburg. fir PMttrit. |i«< aal frirlra! (armti f»i M« .3»t«e(lttf»e «•*«*»«tut* Ml Mt M ,311114t llltctltll'llttt*, Mt ttiinaiiMtnat »cUt*ril« »Mt MM» «ia» M MT. bt <nm<Mt Mich llt Uiimhi> fatwininMaCl.lt.DiubiliOo^ TTinniMn <9a Voflir a. ».«Mt littet cfeiesfcaMa t* : Ui» •»«MlttiM MyJIllMltt.!W te! t-,1»»,. |a|(ltt Rartfteritt der NkasLhiit te nafntr Bata Metzer te B«aa. — So* ntat Ja! Palt*»»« «HIM: 9n 8« ZLrgta i *tft# te Veßernich. Bart che» Ul9mtf|»lltiinit tdeatfchlaal: Waabetnra. WaafteKg. Brtlte. Btrlte. Aas Im (amiacTfAm äcWtij. £as||dn. Aas Orpfaira. OeN,rrri»,Aa,ara: KiraHbaTg. fflfot. »renfttld: far». 0»a,«a: Watete. aflaai: Baak»*. Amerika: Um»Va«k BenaifrMe «•» »«»»st« Nachricht»»: Sntte. Bertte. Btdia. Sritlan. fitiMinbr. ttnt|er.Mirj. Sanla«. Jdonioa. Aas «te». Sagtet». Istmße»- j Februar. 1888. Adar. 6648. Aasender. fiaamfaii . 93 11 Taania Eathar. Fratto« - - . 94 12 Oatnealead . 96 13 rratn (6.8). P. Soadair. Oonnta« . . 26 14 Partei. PtontMO. . . 27 . 15 Schoaohan Purim. AtenDag . . 28 16 Wittmach . . 29 17 Wa«»e»atMG . Wtt 1 18 Ler Fortschritt der Mestschheit t» ««serer Zeit. Boa Praftsta* Jtegea Baaa Meqer te Boa».') Kant warf in srinrr Schrift: Was ist Aufklärung? — die Frage aal, ob sei»» Zeit schon den Rawe» etver aufgc. Wirken Zeit wibiene. Gr verneinte die Frage, wollte aber , doch von feiwne Zeit als einer Zeit der Ausklärung rede«, al«, von einer Zeit als», welche Avfklüruug bringen sollte und;'i" steinge» wollt,. Uns will tS witanter scheinen, als verdiene ^IVserr Zeit auch nicht «imnal diese» Ruh« noch, als werde r fogar dieser?iahmestilel in »eiten und wichtigen Gleise» [ Geradezu abgelehnt. Es ist Sitte geworden, von der schale« f&M aub nüchternen Aufklärung des vorige» Jahrhundertals von «lner abjechaue» Schwkche unserer Geistesevtwickeiuug s^. z» reden und selbst die frei Denkende» uuserer Tage -siegen Wahl i» äh»l»chrm Tone von dieser Zeit z» reden. Anstatt «tt Lessing für de» Inden Nathan zu schwärmen, ziehe» große Kreise unseres Bolle» es jetzt vor, mit de« Hofprrdiger ^Vt Icker gegen die Jude» die Leidenschaft des Bolle» auf« Witlnmd i« vorige» Jahchundert edle und hochherzige Protestant«» und Gaihvlik,» wie der Domherr Eber« chnrd »o» stk ochow und der Abt Feldiger von Saga» '»Wer du» Schatze de» große» srewenkende, Prenßeukänigs »Nsiwmenwirit>» in der Hebung der Bolksbilduag, ist es jltzkToft tu»m «»glich die Anhöngrr verschiedeneu Bekont« »ifses iß Wirte» «enschlicher Nächstenliebe z« vewinigeu. Hinblick «nf solche» Thalbestand lau» de« Menschen« jetzt g«: wähl ‘ Jß Zweifel as de« geistigen Fort« ----- 3 Cm« testen ,P:««me te» Leliewanistzett» % Aast 1867. — Brww »«.rÄnscha. 4 - .. .. schritt der Menschhrit ausslelgrn. aber dennoch meinen wir, daß dieser Zweifel nicht berechtigt ist. Der Antisemitismus ist ohne Frage eine Schmach für unsere Zeit und für unser Volk, da» ihn besonders hat auf« kommen laisru, und zwar um sc wehr, als er nicht wie früher in den unteren Schichten de» Bolkes zum Ausbruch kan», sonder» gerade in den Mittlerin sogenannten gebildeten Greifen seine eigentliche Brut» und Geimstütte fand. Indessen es läßt sich koch einiges zur Entschuldigung der bedauer» lichen Thotsoche Vorbringen und darf avdrrts nicht über« f »he» »erden, was das Uebel geringer erscheinen läßt. Die wachsend« Macht übergroßer Besitzanhäufung und der damit inmer steigende prunkhaste Luxus "hat etwas de Gernürhrr Bedrückendes, was nicht nur den Neid erregt, sondern auch ideal angelegte Naturen besorgrn läßt, die Pflegt der höchsten Güter der Menschheit wöge dabei zu kurz kommen. Nun ober findet sich diese Besitzanhäusuug bekanntlich. wenn auch nicht onsschlirßlich, so doch io starkem Prozentsatz in jüdischen Händen. Daß di«s die natürliche Folge der Stellung zum Geldgeschöst ist. in welche gerade die Bormtheile der Christen die Juden Hinei» gedräugt hoben, wird im Eiftr über da» wohrgenowwene Uebel nur leider rbeuso sehr vergesse», wie daß gerade hervorragende Juden stet» in großartigster Weise vo» dem tmch ihren Fleiß, ihre Ausdauer und ihr« Spar« sawkeit er wen denen Geld den edelste» Gebrauch gemacht habe» zur Förderung vo» Kunst und Wissenschaft »ud zur Unterstützung der Werke menschlicher Nächstenliebe unange« sehen der llnterjchiede des Gstuebens. Daß dies in so große, Greise» dir Christen »ieder vergesse» und übersehen werke» konnte, ist glwiß beda»rrlich; aber es ist mntfthltch erklärbar, daß. die Uetelstänbe sich ans de» off»»» Mrrkt«