Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 7.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/5369809-5935050-5938314--6549-5372461- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
o. -iblsiche beschichte für junge Damm und Herren. Die Hchnn« de» religiösen Bewußtsein« ist da« Ziel dieser Vorlesungen. -j Ja dem Lomtts zum Arrangement der 2üjährigen Feier de« „Rordamerikaaischen Säugerbnude»" sind 13 unserer chslaudensgrnossen verirrten. ßsß«««. (Amer.) Unter den au« Rußland und Polen chier ««gewanderte» Israeliten ist eine Sezession der Pole« t a»nd Russen ausgebrochen, und dir kleine Ursache dieser großen -Wirkung war ... der »P i t u m" de« »Eßrog". Bi» zum letzten Snkkolh-Festr hatte» die Polen und Russen nur eine Synagoge. La kam Sukkoth und mit ihm da» Ende der Suchest. Der Borsteher, ein Pole, kaufte 2 Eßrogirn, den «inen m i t »Püum", den ander» oho« »Pitum", und zwar theilie er den Pitum mit geschmückten Eßrog den Polen mit Ausschluß der Russen zu. Darob große Entrüstung im Pager der Russen und besonder» der Russinnen, bei denen bekanntlich ein mit dem Mutterberufe in Verbindung stehender Aberglaube bezüglich de« »Pitum" besteht. Da« Ende vom Liebe nur Trennung. Trennung im Leben und im Tode, eine neue Synauoge und ein neuer Friedhof für die Russen. — Aber oüch die junge Trennung ward Muster einer neuen Trennung, und zwar leistet« eia Jrrusa» lemite tzebawmen-Dienste. Dieser wußte sich unter den Russen rtnrn besonderen Anhang zu verschaffen, und so entstand der Bern« »Schomre Gchabbos", im Schooße der russischen Gemeind,' „Ehaberim bne Jisrarl". Va^MlUn. WrIHonr»« hat jetzt eine« Mayor in der Person de» Aldnman Benjamin Benjamin (J»r.). Der ihn instaltirende Vorgänger sprach bei der Einführung über da« intime Rerhäl.iuiß, welche, fest mehr als 30 Jdhreo zwischen ih-rrn geherrscht und daß er fest überzeu.t sei, daß die Obliegenheften Ui l ohe» Amu» in sorgfältigster und redlichster Weise «ahrgrnommr» werden würden. Sin Redner hob hervor, Laß in Melbourne da» Hau» Benjamin seit 40 Jahren sich Die Achtung der Bürger m jeder Weise zu erwerben und zu sichern verstanden tiaben. Am 0. November fand da» Einfuhrnngidanquttt statt, an welchem auch der Graf von Sarnavoru thrrliiahw. Das Baoquttt war eines der glänzendste«!. uxlche man je in Melbcmrne gesehen Hot. Der neue Mayor »st «tu geoorener Londoner, und kam im Jahre 1843, im Alter von neun Jahren mit seine« Eltern nach F‘ Australien. Dort stand er viele Jahre i» GeschästSverbinf " düng mit dem Hause Edward Lohen, wurde 1880 in den " Stadtrath gewählt unl bekleidete seit 6 Jahren da» Amt F 'i .«in«* Alderman. lkr ist, wie »Jew. Thron." berichtet, eia Lruder de» Herrn David Benjamiu in London. Krrmischte und neueste Nachrichten. Sfcttfa«. Der, wie wir in der vor. Nc. meldeten. Lum ordentlichen Professor ernannte Herr Dr. Freudenthal, tzrabfichtigt, seine «Stelle als Lehrer am hiesigen Rabbinuerseminar, an dem jüd. Religiousphilosophie sein Hauptfach war, aufzugebrn; oa seine Stelle soll der (ebenfalls an diesem Seminar heraagebtldrte) Herr Rabbinuer Dr. G uttmanu in Hildesh.im, au« deffeu Feder unser Litturaturblatt in -früheren Jahrgängin ausgezeichnete Artikel über jüd. Religi- Philosophie brachte, brufen werden. MO»ch«», 14. Februar. Se. k. Hoheit der Hriozregent hat dem k. Kommürziearath« und sächsischen Generalkonsul dahier,Herrn Max WilmerSdvrffer, da» Mtcrtreuz de» Berdieu>wrden» derbayrische« Krone, mü welchem der per» sönliche Adel verbunden ist, verliehen. Herr von WilmerS« dörffer ist weit über de» Kreis der hiesigen Gemeinde hinaus als »armherziger und eifriger Förderer aller jüdischen Be» „ strebnngen rühwlichst bekannt. In» LLddenl siülund Der ausgezeichnete jüd. Gelehrte Lchkab Retsmanil feint «n 1. Nissan seine« 70. Gebart». UM". Gewiß werden alle Freunde der jüdische« Litteratur diesen Anlaß freudig benutzen, um de« treffliche«, in be« drängten Berhältnssse« zu Szezebrzeszi« (Gouvernement Lublln in Russifch»Polm) lebenden Jubilar bei seinem Ein» tritte in da» Greikeualter zu ehren und zu erfreuen. T. JUrfftaft 10. Februar. (Or.-Torr) Herr L. «in früherer Badenser, gegenwärtig in England lebend, hat da» hiesige Israel. Lu,de»st>ft, da», wie in diesen Blättern bereit» berichtet worden, zu einer Art Familienheim für i»r. Seminarzöglinge bestimmt ist, abermals mit einer Schenkung von 2000 Mark bedacht. E« ist die» in der kurzen Zeit dr» Bestehen» der Anstalt bereit« die vierte Schenkung von dieser H»he, wobei der edle Geber fern von aller Eitelkeit und Prunksucht nicht einmal öffentlich genannt sein will. Derselbe hae ferner eine namhaft: Summe al» ständigen Jrhresbeitrag zu den Unterhaltunaskstrn de» Jastitut» dem B.-rwrltnng»» rath in Aussicht grstell'. So hat denn der hochherzige Mann, wie e» scheint, das geaannte Stift zu seinem Liedliagskind gemacht, dem er all seine Fürsorge znwer.be«. D.iarm Beispiele folgend, wohl auch aus seine dirrtt« Anregung, hat noch eine Anzahl anderer Wohlthäter, jetzt gleichfalls in England lebend, der Anstalt ihr J'teresse durch eine Geldaade bezeugt. Möge en so hochherziaet Beiipel nicht ohne Nachwirkung auch i« Jolaude bleiben! . Wie», 2. Febr. Der Wiener deutschaatioaile Verein, dessen Obman Schönerer ist, beschloß eine Vertrauens» kanvgebnug an den in Graz lebenden Dichter Rodert Hammerling, für die in seinem Werke »Homunkulus" in der Judenftage geäußerten Gesinnungen! Htski« Die jüd. Soldaten der hiesigen Garnison hrbea. wie berichiet. eine Thora»Rolle für ihren Benin ,0m» aockuftn" schreiben lassen. Dieselbe ist nun beeaher, und wurde die Beendigung außrrordmtlich festlich begingen. Die ganze Gemeinde hat sich an dem Feste betheiligt, und der Commanvant hat in höchst loyrler Ä.-ise allen jub. Soldatm zur Betheiligung am g.'ste ll'taub gewährt, vir W.ihecede hielt der Rabb'ner I. I. Levin, der Hauptgedanke darin gipfelte, daß die Bruderliebe, wie sie beim Militär uater Dm „Kameraden" vorwaltet da» Hruptwesen der Religion und der Thora bilde. Spenden im Betrage von 300 Rubeln kamen zusammen, welche für „Mrzzans" Verwendung finden sollen. — Bor Kurzem fand liier die G neral»Brr» sammlung oes Gemilu»»Egasadim Verein» statt. Der Präsident konnte mit Geaugthuuag auf dg« letzte Jayr zurückblicken, lieber lt,000 Arm« haben vom Verein Unterstützung erhalten. Gigur 9000 Kleidungsstücke wurden verabfolgt, 2247 Obdachlose erhielten Nachtquartier, 4629 Mahlzeiten. 2107 erhalten Reisegeld, 319 arme Wächnerrnaen erhielten Arzt, Apotheke und Pflege, 4005 erhielten Medikamente. 531 arme Verstorbene wurden auf Kosten de» Vereins beerdigt. Da» technische Institut, welches ca. 100 arme Schüler besuchen, wird mit 1000 Dollar suboentioair», die Industrie-Schule de» Vereins wird von 177 armen Mädchen besucht; divH da» Arbeits-Ruchweis-Bäreau de« Vereins haben 2811 Männer Arbest gesunden; üb» 25,000 Einwanderer sind vom Einwanderuags-Bükeau aufgenomnen worden., Die Bilanz de» ^verein» beträgt 04,214 Dollar. (In Großartigkeit ragt die am». Humanität hervor). -onstuntiuopek. Herr Serichts-Adoocat Jakob EtnäcaoS wird in kurzem nach Salonicht beurlaubt, um den neuen gewählten Oderradbiver za installireu. Herr Elnöraoä ist Ueberdriag» de« kaiserlichen Einsetzungs-Firmaa«. Nach seiner Rückkehr wirb er die Gründung einer rabbintscheu Schule zu« Abschluß bringen, welche auf Kosten seine« Schwiegeraat»«, de« Lhacham-Baschi Mose« 8evy, errichtet wirb. MT" Die beste Berrxudmig de« ,U»»da»I, dürste imstretrifür da« „LeMfch-Zsraelttische Ktndrrtzet«" in Diez o. b. L sein. MSgen di« Durtmtznmde» demselben reichlich znstieheu!