Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 7.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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*4 + für die religiöse« «Ad sorialm JiüereAe» des J«denthmus. •t ttw laMlIi«« MaM«11. •■JOfS» tatOwlij JSwSrs. »ach tu laiia: m «, 4 10*1 BftentMitfidn ftcOMtmt »üb fttreaOgtbet: Rabbiner Ir. M. Itaymer in Magdeburg. #ii PMiliü, Dicht aal frirlra.' |«f««ala flK Mc ,3 Itacdt If4* »ach,a«ch»I»t« Vojl« m. I. aOaaicaciaiai»foM» aa: Lotte»»« MM: Je»«» ait» Chrtstm. Loa der «räfin Ratalle C * »ar»f|, gt4. störst!» •artfebahff. — Zur Zogt*Mtovag M Waat»*»**><* füaftän Wmdabctagrt. fltarU»** m» •*mf»»a»«*ic»t Deutschla»»: Waobebura. tkrtfai. Brriti. Haarmarr. Raa«, vesterretch-vaear»: «Um. Knlilto: (A Kaerifa: A»w-stak. «t. Saldi. Shame. Nnstraliea: SW&nmie OtradftMa «•» «turft« Nachricht«, Bttalou. «Sachen. La» eOMcatMloab. flarlOnche. «m. »PI». «rw-yott. Tovstantbieprl. Aaa£^ala JlflNIt* / r Mache»- Februar. 1888. Ader. 6648. jUtfotte?. >f»nfff<Wfl . U» 4 tfooftofl. . . 17 S Aoflnadofl» . 18 6 norw(6,55). fornl«« > . 19 7 Paoitag. . . 90 8 Monstafl . . 91 8 yHttwMi 33 10 HDGMPfifMME . 88 " Taenia Esther. „duteit «ev Thrtfte«." Boa »er Gröfia »aalte Oawarofs, ge». stürstl» gtortschakoff. L Scr tarnt flicht »ie Geschichse »er fttaigta »on Sada, die vo» der Weisheit Salomo'« angezog«, «ach Jrrflsalem ging. flm de» König mit Räthseln zu prüfe»? Die Köfligi» fafld fllehr al« sie erwartet hatte, irr Staun« und Bewrur. donmg erfüllte fie alle«, was sie sah u»d hörte, und es war kein «he» «ehr t» ihr. Da sprach sie zwo Könige: Da« ich über dich ca» deine Weisheit gehört Hab« in «einem Lande, ist wahr. Ich wallt« es flicht glaub«, bi« ich «it eigen« Augen «mich überzeugte: nicht die Hülst« wurde 'mir mitgethellt, so fibertrifft deine Weisheit und Tüchtigkeit alle«, was . ich gehört. Hell dein« Männer», Hell dies« dein« Knecht«, di« siet« vor dir steh« und deine Weisheit hör«l Gepries« sei der Ewig«, dein Gott, der n» dir Wohlgefall« hat. Sowett di« Geschichte, die in auserlesenem Hebräisch t« 1t« Buche der Könige E. 10 zu lesen ist. — Setz« wir an di« Stell« Salomo's, de» König« der $■&«, di« spätesten Nachkommen seines Volks: Die Juden »nseter Zeit, so könn« wir für di« Gräfin Ouwarofsl Sartschakoff — — dir Königin von Saba setz«. Die Judm Nfld ihr Schriftthum Hab« die Aufmerksamkrit der Krau ' Gräfin aui such gezogen; sie hat sich in das Studium der jüdisch« Lttteratnr und de« Charakters der Juden versenkt und di« vorliegend« Brochüre. in welcher fie ein« Thetl ihrer Ansicht« und Beobachtung« nirdergeschriebrn, ist ei» wahrer . Htzflums auf das Jndrnthn« und die Jud«, und eine beibendr Sattzrr, nicht auf das Christeuthum aber yrf die — Christenheit. Wie hat »«hl Salomo die Komplifl»«te, die Bewunderung de» Kvilltztn vo» Saba ausgenounn«? Nun, Salom» war, »ach allem, was die heilige Schrift von ihm erzählt, nicht unempfindlich geg« 8»b ans dem Mund« einer edle» Frau; aber er war es gewöhnt, gerühmt und bewundert zu »erd«. «ie wird die Brochüre der Krau Gräfin bet de» Israel der G«g«»art ausgenommen? Das Israel der Gegenwart ist nicht verwöhnt, es hört von all« Seit« Schmähung« und Anschwärzungrn. ist es zu verwundern, daß die Dankbarkeit für die bewundernde Aucrkeuuung der Frau Gräfin sich in berauschend« Wort« Lust macht? Der galante Nedacteur des französisch« .LUntders", Herr «abbiuer L. «ogue. hat di« Liebenswürdigkeit, der Krau Gräfin «in« biblisch« Handkuß« (in Form de« Citates jWP DTlBW) zuzuwerf«, und ed«sv wie der golanre Franzos«, Hab« fich auch dt« jüd. Bläkt« D7Utschlands zu der Brochüre gestellt. — Ist dos zu bewuflde«? Nein, es ist ein« berückend schöne Brochüre, die die Frau Gräfin über uns geschrieben hat, — berückend schön: aber solle» wir uns berücken lassen? Der Jude der di«Brochüre liest, empfindet oeu g,mzen berückend« Zauber der süß« Komplimente, die uns da vo» ««er Seite gemacht »erd«, oafl der man es am weaigfte» erwartet hätte. »Das Blldniß*, daß die Frau Gräfin von den Juden «twirst. »ist bezaubernd schön".— Sollen wir sit* aber bezaubern, berücken lassen?— Die heilige Gliirist rechnet de« weisen Salomo sein« Galanterie geg« dir Dam« nicht gar hoch au, besonders, weil er irr «ooiooin 1«u fürstlich« Danwu seines Harems eine groß« Auiorttiir edmimmt«.