Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 2.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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- n- Ker«ijch1r «»> «r»rstr Kmhiichte». Werkt». Nach einer neuer« Statistik sink in Deutschland 1329 Uuivscs. Professoren, darunter sind £8 Israeliten, LerS2SPrivatd»j«nte«, darunter <4 JsraMen. In Berlin b von 145 Professoren 29 Israeliten md von 124 valdozeotni 45 Israeliten. Ja Breslau sind 79 Pro« oren. daruntrr 15 Israeliten und von 27 Privatdozenten Israeliten. «Fetprta. Bon Wilhelm Bölsche ist brr erschienen. ^Heinrich Hein«, Versuch eiurr ästhetisch-krittschm Analyse leiuer Werke und seiner Weltanschauung", vorn mit allen -Gegnern Heine'« scharf ins Geruht gegangen w.rd. Hekö i. Schl. Es herrscht in hrefigrr Gimeinde noch religiöser Sinn, der für alle nothwendigen Just tutionrn be» «itwillig Opfer bringt. Das Frauenbad, welche» nicht mehr tden rituellen Anforderungen gevüchigt hatte, wurde auf An« trag des Rabb. Dr. Schodowsky vollstäudia renovirt, zu Welchem Zwecke die Gemeindevertretung die Summe von / Bf. 2000 bewilligte. fandet» (Pfalz). Zum Besten der hier ansässigen banuherzigen Schwestern, die sich besonders in der l!rankenpstege schon sehr verdient gemacht und sich vor Kurzem ein eigenes j^. Laus erbaut haben, veraustalteten die hiesigen Juden eine L: Sammlung, welche die stattliche Summe von achthundert x- Mart ergab, die -sie den Schwestern gelegentlich des Einzüge» fv 1* ihr Haus als Austruck ihres Dankes zu übergeben ge» tenkeu. » Die Füistiu Nathalie Gortschakosi gedenkt rin >7 Werk: »Juden und Lhristru" in französischer Sprache zu edirea. Madrid. Der französische Deltgittr zum Schriftsteller- Sougrrs», Herr Julius Oppert, einer der ersten Asivriologen und Keilschrifteo-Keuuer, wurde hier mit großen A«Shkichuuugen empfaogen, und lauf Tastellar's Antrag wurde «hm das Großkrruz des Jsabeüo-Orden« verliehen. r. _• .. Aftsestßok». Am Geburtstage des Löaigs wurde 3 Israeliten der Wasa-Orden verliehen: dem G«m:inde»PiäieS ' .^errn Rachwansohn, Ingenieur Herr A. Hirs ch und Don Kaufmann Herrn <&. Lehmann. Wr1«r»st»r>. Seitens des russischen Finaazmini-ler« S'- fi. ntc wir aus positiver Quelle erfahren, unter den, 31. D^Dezember an sümmlliche Gewerbekammern des Königreich» : "Polen dir telegraphische Weisung ergangen, allen Ausländern Sb wrotlitischen Äaudens. welche drsher rin -lldepatent 1. Klosie S chotten, dasselbe auch für da« Jahr 1888 zu ertt»«lra. ÄuS Moota« wurden im letzten Viertel fahr siebey» huaderl Juden aulgewiejea. Ansässige und Handwerker stlriben uadrrühn. — Deß. Die jüd. Studenten der hiesigen Universität Tchadrn sich an den Gemeinde-Vorstand gewandt, man möchte stoch rin Colleg über die israelitische Religion womöglich strrantaffen. Der Vorstand hat sich mit dem Sinclair der Gemeinde, Herr Dr. Goldzieher, m Beratung gesetzt, und dieser hat auch bereitwilligst diesem rrsrniliü-en Brdürf« mfft seine Kraft zur Verfügung gestellt. E« ist das gewiß ~! sehr erfreuliche, nachahmurrgHwerlhe Thatsad-e, und r» dieein« Frucht des ... AnttsemitiSmus. Aowno. Der von der Kunst-Akademie in Berlin mit Rrichenherw'schm Stipendium bedachte Sam oa Gold rg, ist ein Kind unserer Stadt. Derselbe wer schon ... »diner einer kleine» Gemeind«, der sehr kümmerlich sein eia fristete. Die Emigration «ui Rußland riß auch thu So kam er nach Berlin, wo in ihm ein malerisches t entdeckt und in die Akademie ausgenommen wurde. Der in F«Sf«k« «adlme österreichische Bankier Josef Garbn« hat fiK »Rh Loastantinopel begebe», um dem "tan ein Gesuch zu überreiche«, in welche» g> beten wird, hohe Pforte rÄge chm die Bavilligung rum Ban einer Jerusalem-Jaffa rrtheitcn. Das Gesr ch ist von Patri rrche», vvm;) tut> Um gv» sammte» LonsulareorpS daselbst unterfertigt worden. Der Gouverneur von Jerusalem. Reuf Pascha, befürwortet die Augeleanrhelt sehr eifrig. Maikaud. 3 Gauner wurden von der Polizei eir:gesaugen, welche Zeugnisse über ihre jüdische Abstammung be» faßen. Eine nähere Untersuchung ergab, daß diese Zrugnisie gefälscht waren. Mitteilungen a«S dem V. O. B. B. Arankfnn a. M. S. Januar. Die Jftallation der .Fraaksurt. LogeixU gestern . stattyesunde» und zw« in wahrhaft grotzartiger Seif«, ganz ea'kprewend der Bedeutung, welche di« Gründnag der Franksurt.Ll'gc in der Geschichte des U. O. 8. 8. i« Derischland «in» nimm« Wir stand«» alle unter dem Eindrücke des Bewußtseins, daß der «nsdau eine» Ordens-Tempel« in Frankftnl zugleich ein Rieder» rritzen der starten Mauer ist. welch« bisher der Ausbreitung unseres geliebten Ordens in Tüddeutschland im Wege stand. Möge über diesen neuen Tempel uaseies Ordens, in besten Hallen dle Altäre der reinsten und edelsten Hnmanltät stehen. Gotte» Segen in dem Motze ruhen, zu welchem die reichen Mittel und der tausendfach bewährte human« Sinn Frankfurt» die Hoffnung zu erregen berechtig» sind! Die Jnstal» lation vollzog der Exgrprsid. Br. Julius Fenchel unter Assistenz der BBr. Simmel und Hildesheimer, des Präsident«, der Westphalia- Loge z» Bielefeld S. Junkerman, ». des Präsidenten der Brrend» Lehmana-Loge-Halberfttckt, Benj-minHirl». Die neuen Brüder wurden in 8 G. uppen zu SO elngefü;rt und ausgenommen. Di« .Franksurt» Loge" ha« schon bei hrer Gründung die stattlich« Zahl von »0 Brüder», dl« unier Gotte« B-istrnd sich sehr bald vervielfachen wird. Bon Gch««sterlogen waren verirrten: dieDeutlkdeR« tch»»Loae»PerlIa(durch Br. Meyer), die Germania-Loge-H^ll« (durch Br. Dr. Singer, Rabbiner in Eoblen», und Br. R Mäher in Krankkurt) Berthold- Aurrbach-Loge-Verlin (du>ch Br. Dr. Wolf von Berlin), Montejiore-Loge-Berlin (durch Br Hildesheimer), Zion. Loge-Hannrver (durch Br. Kaufmann), Weftphalia-Loge-Bieie» feld(durchB>.Inakermann daselbst), tzenrn-Jones-Loge-Hamburg (durch Br. Arnold daselbst). Mendelssohn-Loge-Maadebur» (durch Br. Dr. Goldschmidt, Landrabbiner in Birterstid), und di« Berend-Lehmaon-Loge-Halberstadt (durch Br. Hirsch). Di« Glückwünsche. «e>ch« die verirrter der Schwesterlogen dar» blickten, standen all« anf der Höh« der Situation, welch« mit dem Eintreten der jüngsten Schwester in'« Dasein für die Zukunft des Orden« geschnffrn, und einzeln« riffen durch ihre Jnatgkest, durch feurige Beredt samkei^ durch ebenso geistreiche als treffend« Anspielungen zu begristrrtem Beifall hin. Das P-äsidi»m der Frankfurt»Lage ging aus einstimmiger R»m>nat:o» hervor; es wurden gewählt als Präsident Br. Hat lgarten. Biee-PrSsideitt Dr. Heinemann. Mentor Br. Gamdurg. Srhnpmeister Br. Henry Sellgmann. Protokoll-Sekretär Br. Uhron Mayer, Ainaazsekrelör Vr Raphael Airchhei m. Die Wahl der Eomitee's wurde auf den nächsten Logen-Abend «egen vorgerückter Stande vcrschodea. Di« regelwätzigen Logen-Sitzungen finden am Donnerstag, ' h Uhr statt. n»r in dieser Woche am Dien flau, weil di« Vertreter der »r. Loge erilänen, behufs Assistenz in der Geschästführuag so lang« t» Frankfurt bleibe» zu wollen. Rach Schluß der Jnstollatlo« folgte «er gemüthlich« Thell des Abend», der einen wahrhast g oßartigen Berlaus nah«. Küche und Keller waren echt 4 la Frankfurt vertrete», aber dir edelste Würze des Madle« bildeten die mit dem Ehawpagner wetteifernd aufschäumend«, Toaste. Die Reih« derselbe» eröffn«« unter dem Tafelpräsidln« des Br. Mentors Gambnrg der Präsident Hall zarten aus Seine Majestät unfern erhabenen Kaffer, darauf folgten Toaste von Br. B!ce»PrIsid«nt Dr. tzeinrir-.aau auf das Executi»»Lomiit in Rew-Bork, von Br. Grotzschapmeiüer Berge l.Berlin ans das Präsidium der Franttun-Log«, von Br. Jul.Goldschmidt aus die Grotzlogc Berlin, von Br. Er-Pr. S i« m e l ani Br. Pr. tzallgartrn,von Br.Mentor <8 am du rg anf vrlsim» mel. von BcHhioa Meyer aus di« Dchwestrr-Laze» »nd Gäste, von Br. Benjamin Hirsch aus das Festkomitee, von Br. Gamdurg in über» sprudelnden Laune aus du- Dame«, von Br. Simmel, der zugleich eiuen ii.tereffk-.utea Einblick in die Geschichte der Frankfurter Loge sie» währte, anf Br. Gambi-rg. von vr. Dr. Goldschmidt-Bttkenfeld »ns das durch den B. t>. Orden gehobene Selbstbewntzffetu des Judenthum», vom Gast Jsa"r Goldschmidt auf da« Präsidium der Franljun»Loge im Ramen der Gäste, und -iidltch zum Schluffe in Yumoriftffcher Weffe von Br. Dr. Hildesheimer aus unsere —-Jungen, di« nebcn den Damen doch auch in Betracht kämen. Darauf wurde das Tischgebet »om BtG«.-Pr. Dr.Hei»e»a n tot* getragen. Zohmühe Telegramm« resp. Briefe waren van den Schwester» l wea eingetrcffen, sowie von einzelnen Brüdern — auch oo» Grotz» pnffidenten Tr. Maretzkl-Berltn. Möge nur eia Thell der Hvffnnnae» sich erfüllen, welche di« Az Tochter lu»"ses Crbciit in» unser aller Herze« errrgr — fo >» sich nnser grliobeer Orten z» diesem (hoffentlich nicht lange)