Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 1.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
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«iuige GenSb armen und ««ekirten die jüdisch«, Haupt- •* _ »fW drr mir -«nacht«, Mittheiluug M Warschauer ♦ Ob«prffizeim«ift«S Bern 8. (20.) ». M crtoirt M sich, daß t«r obe» «itgelheilte Vorfall an keiunu Orte Warschau'» passt,t ist und daß dieselbe eine böswillige Erfindung k«s Redakteur» de» geuanuten Blatte» ist. — .Mit Rücksicht darauf uud in Betracht ziehend, daß die «wähnt« Notiz, die eine« frechen, vou Juden auSgeführteu Ucberfall nur» Christen, uud die Zertretuog religiöser Gegenstände, darstellt. unnvthig« Weise da» religiöse Gefühl der örtlich«, Christen aufdrinaeu und in ihnen deu Haß gegen die hiefige jüdische Bevölkerung entbrennen kam,. — halte ich r» für durchau» oochwendig zu bestimmen, daß. auf Grund drr mir nach dem Gesetz vom 20. September 1876 verliehenen Machtbefaguiß, der Redakteur der Zeituug »Dzieunik dla wSzystkich" für die Aufnahme der oben mitgetheilten erdichtet«, Nachricht einer Geldstrafe vou 1000 Rubel, od« i» Falle der Zahlungsunfähigkeit einen Arrest vou 3 Monaten unterworfen wird, was dem Warschauer Oberpolizei, meist« zur unaufschiebbaren Ausführung zu üb«w«isen ist." E» giebt also doch uoch gerechte Richter in Polen! Krrnrischlr «ad «erustr Aachrichtr». Ma-deßurg. Durch Patent Sr. Mas. de» Kais«» ist dem Rechtsanwalt und Notar, Hr«n Dr. Herr mann hierstlbst, d« Charakter als Justizrath verliehen, worden. Es ist uufere» Wissen» der «ste jüdische Jufltzrath in d« Provinz Sachsen. H«r Justizrarh Dr. H. nimmt auch im Borstand« d« hies. Synagogeugemeindr eine hervorragende Stellung ein. Aöuigaüerß. Die hiefige Tynagogeugemeiude gedenkt jetzt mit de» Ban ein« ueuni Synagoge vorzugehen, »achdem eine Summe von 300,000 Mk. von Mitgliedern derselben gezeichu« ist. Den fehlenden Betrag hofft mau aus Mitteln d« Gemeinde selbst zu beschaffen. Die Gemeinde zichlt jetzt etwa 4000 Seelen und schon seit Jahr«, ist die afte Synagoge nicht mehr im Stande, dieselbe zu fassen. Mm a. p. Am Sadb. Chanuka beging der iörael. Franeuverein das Fest seine« vt«zigjLhrigen Bestehen« durch «iuen fei«lichen Gottesdienst in d« Synagoge, bei welchem vorsäug« Einstein die Festpredigt hielt. Zu Ehreu dieses J«dtläum« fand am folgenden Sonntage eiu gemeinschaftliche« Dtzrudbret der Mitglied« de» Bereia« statt, bei welchem die Borsteheriu dem Mitgrüuder und seitherigen Sekretär, dem genannten Borsäng« E., als Anerkennung feiner B«dienste «u deu B«ei» eineu goldene» Becher überreichte. Ernste und hetterr Vorträge in gebunden« Rede und in Prosa «- höht«, di« FesteSstimmung, welch« die Theilnehm« bi» zu früh« Movgeustund« besawme» hielt. Wie». Eia englisch« Methodisten - Prediger, Dr. Sounnerville hielt hi« einen Vortrag üb« „MosaiSmuS uud Ghrtsteulhnm.- D« 84jährige Geistliche sprach sehr degeistert vom Judeuthu«: es sei heilige Pflicht für die Autztug« de» neue» Testa «ent», die Juden zu ehren uud zr lieben, da ihr gauze» heilige« Schristthum, chre Apostel und der«» Meist« ja iusgesatnuu vou Jude» herstamme«. «■» da die» doch unbestreitbare Lhatsacheu, so müßteu dieFeiude derJuden sich nicht ^Antisemit«»/ sondern. . . .Anti-Christen- »eune«. Marl». Die hi« von Alter» h« übliche Ansprache de» DAfideuteu de» »berste» GersthtShofe», um da» Collegium ltzUk Mewiffenhastigkeit z« «malmen, wurde die» Jahr von du» Loufistoriai-Mitgüed« d« hiesigen Gemriud«, Gericht», zrrifideutr» Bl o ch,'gehalten. Htzeff«. Wied« sahen die Tage d« Rabbinerwahl heran, die im Begstme da ablouftutze» Wahlperiode, dir je L Jahre beträgt, so vi^ Staub aufgewirbelt. Doch ist e» Ich« mnuögltL dr» greisen, hxhvechtento, und vaehrung». -Wgchigen Dt. Schwnbach^r, läuga im Amt, zu «halte», da nach de« neuesten Gesetze kein Ausländ« in Rußland ein Amt bekleiden darf. Wer sein Nachfolg« sei» wird? Deit ist die große Frage, die mau sich allenthalben vorlegt. Wir r» euch sei« wird. «in . . . Schwa doch er wird e» nickst sein. Man wird Herrn Dr. Schwabacher erst recht schtitzen laneo, wenn wir ihn nicht mehr al« Jnhab« unsere» Rabbinat» besitzen »«den. Gok«« (Panama). D« i«r. LohlthLtigkeit«-Ber«i» »Chisuk Einuna" hat Gmeral-Basammlung gehalten. Die sich anschließenden großen Feste wurden in de« Sälen de» Frnmour« Orden« gefeiert, die bereitwilligst zur Verfügung gestellt wurden. Auch hatten 1k»V Mitglied« an d« Festlichkeit Tbeil genommen l (Bei d« Wichtigkest, die d« Isthmus von Panama in d« neu«a Zeit gnvoanen ist dies« Bericht üb« daS religiöse und soziale Leben d« Israeliten daselbst sehr erfreulich. Red.) In Mautrsak (Lanada) wprde vor Kurzem d« Grundstestl zu einer neuen Synagoge für eine portugiesische Gemeinde gelegt. Der Redner, H«r M. Joseph, gab eiue Ued«stcht üb« die Geschichte d« Juden in Canada. Die ersten Juden iu Canada waren um 1776 einqewand«t, unt« ihnen Henry Joseph, einer d« Gründer der Dampfschiff. Linie zwischen Lanada und Europa; Oberst Frank. Generaladjutant de» Gen«alS Washington uud Ezechiel Hart. Parlaments-Deputirter in 3 Wahlperioden, d« seinen Canadischen GlanbenSgruoffen die bürg«liche Sleichh-it und die polittscheu Rechte sicherte. Mittheilurrge« ««& dem U. O. B. B. ÄSagdeVnr». Bei der Wicknigkei« der Sterbekaffeu-Angrlegenheit, welch! die diesjährige, in Berlin nächsten» tagend« Großloge wieder beschäftigen wird, durste der folgende Bericht über die Art und Weise, wir ein dem .B'nai B'rith" ähnlicher Orden (der »Freien Söhne Israel«") diese Frage jüngst gelöst hat, von hohem Jntereffe kein. Der Bericht laiUri nach amerikanischen Blättern wie folgt: .New-Bork. Der Unabhängige Orden der F. S. O. J. (Free Sou« of Itrael) trat am 2). November zu einem Konvent zusammen, nm luzüglich der Sbcgulirung der BersicherungSfrag« im Orden Maßnahmen zu »reffen. Seither wurde in der Organisation, welch« in Siei Listriste zerfällt, bei dem TodeSsalle eine« Mitgliedes eine gewisse umme von den einzelnen Mitgliedern kollestin, um die Auszahlung von J000 Dollar« an die Hinterbliebenen zu ermöglich:». Jepi sollen nun «Schritte grthan werden, um die Versicherung, da« Hauptbiudemittel de« Orden«, aus eine sichere tzasi« zu stellen, und zu diesem Zweck wird beabsichtigt, dem Beispiele de« Orden» B'nai B'rith folgend» eine permaueni« Steuer (14 bi« 18 Dollar) jedem Mitgliede auszuerleaea und die lleberschüffe zur Begründung eine« Reservefond zu verwenden. Zum Borfitze de« Konvent« wurde Herr David Lrventrrtt von Rrw-shork, al« Vizepräsidenten die Herren Bev. Lewenthal von Rasbvillr, Tenn., und A. Hartmann von Providrnce gewählt. Al« Sekretär fungi'.t Herr R. I. ttzotdsmilh von Rew-siork. Der Konvent bestaub au« 106 Drlegatcn. je einen für jede Loge de« in ten ganzen Bereiniglin Staaten vertrrteaen Orden«. Am zweiten EitzuagShroe gr» lanp«« die Berficherunasfrage zur Diskussion. Ein au« 14 Herr«» (Jul. Harburger, W. A. San«. D. Keller, M. Berliner, S. isottschall, I. I. Lchwarzkops, Sr». L Löwenthal, I. E. Löweustein, A. Golbsmith, B. W. Zehdrn, M. Mose«, H. Stiefel, S. B. Hamburg«, B. Levin und M Drryfuß) bestehende« Spezialkomitee unterbreitete rin« Reihe von Vorschlägen, worin e« heißt, daß jede« Mitglied 16 Dollar per Je hr zu dem Bersicherungtsvnd. beitragen solle. Die sich «gebenden lleberschüffe würden in Rtgieruug«- und Mumzipalbond«, sowie hypothekarisch anzulegra sein. Ein anderer, von He«n B. vlmnenthal etngerelchrrr Lorschtag bestimmt, daß jede« Mitglied bei einem lodersalle im Orden 8 Cent«, und außerdem 4 Dollar p« Jahr für den Reservafond beisteuern solle. Lin Delegat hielt «ine zündende Rebe, worin tx da« bei LebenSdersicheruugSgesellschafren übliche System, wonach für die verschst denen Alt«»llaff«n besonder« Raten festgesetzt find, zur Annahme emvsatl. - E« wurde endgültig beschloffeN: 8 Sent« pro Kopf für j»en Todesfall «inznkassiren und außerdem gebe«' Mitglied mit 5 Dollar jährlich für den Reservesoad pertzfiichte». »rausfu« «. M, Die Installation b« hiesigen 3mc (Fraatsurt-L.) findet Sonntag, de» 8. d. M, Nachmittag» 8 Iltzr, statt. G»»v«va. Al» uachahmea«werth für die Schwefreloma wirb solgeub, Einrichtung in »«sei« Henrh-ZoneS-L. empfohleii. Et, Mitsilieb berselben übernimmt «». iu jeder Ditznng (unt« Nr. 18 b« Twrl ortninif) einen znfammenfasienden Wichinbericht, aefchllpst an» bn» Sanptorgaoen der jüdisch«» Journalist«, z» gch». So werben die Lr^vr. mit de» wtffeaSwerchea Ereignisse», bi» nufere Alouilmr ggnossen ans de» Erdenrund betreffen, «sinnt gemacht. — Nächsten« werbe» oat) »aiffruschaftliche Bmttr^e von »ns. Loge veranstaltet.'