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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1875-01-01 · 6. Jahrgang Nᵒ 51. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
6 (1875)
Issue
6. Jahrgang Nᵒ 51.
Date
1875-01-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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r- )u Ihun, wie die Eisenbahnen. Ist Strousberg^in E^ttriarch der Gründern DNWsxn, s^war er ja 1^. Belhel-Etnry. ei« Chnst — jetztMeiiij^ nachdeAM gch»W^st er j^k der Jude BaruL Mrsch.,— OndefM, ch DaM, Mst find M vörs«ngejchästeH auch» JqjM bdsiliM k aSijf t^o Juden mit diese» Fragen und -lagen iA Verbindung brtn- Kragen der Steuer-, Zoll-, Gewerbe-Gesetzgebung Juden als Sündenböcke hinstellen, da» hat von vornherein keinen Sinn! Sir nehmen Anstand von Laster und vamberger in diesem Zusammenhang«, d. h. in Verbindung mit der Siedaktion der „D. Land-Zeit." zu reden, obgleich jene zunächst den Haß dieser gegen Jude» gelenkt haben; aber säße gar kein Jude in den gesetzgebenden Versammlungen, so find«' sich rin anderer Haken, um Schmähung daran zu hängen. Es geiNkgr an» zwei Mlüimrrn der „£>. L.-Z.," bl* man uns zufällig stbersendet hat, Inhalts-Andeutungen zu geben, von irgendwie eingehender, ernsthafter vesprechung der eigentlichen Interessen der Partei bei» Blattes keine Spur; :^jrfer uud da laadwirthschastlich« Lotizon; -kurze ZeilungsMchrichten;- der wirkliche Hauptinhalt beider Blätter ist — Judenhetze. Leitartikel der einen Rümmer: „von den modernen -irchenresormra", Cioileh«, Synodalordnung ic.it.— alles Werk der Juden — daran knüpfen sich, oder vielmehr damit steht nicht in Zusammenhang: Excurs über Hosfwühler und den tid. Alle Stimmen, die fich gegen dies bekannte Zwangsverfahren erhoben haben, find jüdische, und wenn da irgendwo gesagt worden ist, man solle doch nicht zum Gide zwinge«, so ist da» „die Moral des Talmud, wonach ein erzwungener Eid kein Cid sei." — Daran knüpft sich (immer in demselben Leitartikel;) das Circular des „Londoner Oberrabbiner (!!) Prrlmann in Betreff einer jüdischen Sallerie der Künste." (P-rlmann ist ein Privatmann aus Berlin, welcher einmal eine Abbildung der dortigen Synagoge verkauft hat, fich vielleicht jetzt in London aufhält und von dort aus Bilder ankündigt, wobei er von der Mission de» Juden- IhumS spricht.) — Feuilleton: Auszüge auS Jmmermann's „Epigonen", Ungünstige« über Juden enthaltend; endlich im Jnseratentheile Ankündigung d«S im Berlage de« Blatte» erschienenen Buches: „Die Sittenlehre de» Talmud und der zerstörende Einfluß de» JudenthumS im deutschen Reich." Die andere Rümmer enthält: Leitartikel: „Der Draht — ein Schooßkind"; d. h. es werden zu viele Telegraphenstationen eingerichtet, und daran find nur die Juden schuld „Der Suezkanal und die Juden" — DiSraeli hat die Kanalactien mit einem Wechsel auf Rothschild bezahlt, und Oppenheim hat daS Geschäft vermittelt, also Jttden.*) Folgt „Die Wucherfreiheit in Oesterreich" — judenhetzende Spitze diesmal wenigstens leicht zu errathen, dann wieder Ankündigung eine« Judenthum bespritzenden Romans. Dazwischen pÄle znßle in den verschiedensten Zeitungsnotizen Seitenhieb« aller Art gegen Juden, gleichviel ob vom Postwesen, oder von Silbermünzen, oder italienischer Staatsschuld die Rede ist. Was ist dagegen zu sagen oder zu schreiben? Soll man *) Such ei» engüsche« Statt «acht, aber i» ganz harmloser Weis«, de» Witz, «inst Hase Pharao Israel bedrückt, jetzt helfe Disraeli de« Nachfolge Pharao'» aus der UevrSuGniß. I . - i. Bi beweise«, gerade Bibel und Talmud aufs Strengste gegen Zinsnahmen, Luch ohne W>M«W D^At? Oder dardqßj'Pie HdlMhMheP^itzcht eHziffuiA^allein den Jude»? —Mi». Mch de» Hdachur^»«ch Inhaber und r j^tz AWHs, noch Mcht tzuMch» Sr heißt M. L. Niendorf. Der Mann ist ja bekannt, wenn auch nicht eben r unter dpn ^Mädjh„NLmr»7 aMtzächstellsv, sterschiese*>r'«teü«gen und Häutungen jetzt pro tompor« Sgrarpolitiker. ' Da« Beste bei allen diesen Dingen ist, daß wir ruhig der Remefis entgegen sehen. Wir überlasten alle derartig« Gegner ihrem Geschick«, welches fie erreicht, wenn ihre Feder-G-schicklichkeit und sonstige versatilttät zu Ende ist, den Lohn hrimzahlt, wenn die Lohnschreiberei den Lohn versagt. In Ruh« und Geduld abwarte» — wir wer»»'« schon sehen, wenn fie selbst fich vernichten. Wie oben lckum gesagt worden, ist die feudal-pietistische Partei als solch« an Achtbarkeit durchaus nicht inlt den chät^terlosen Gegnern z« vergleichen, doch hat auch ein Haupthetd jener sich 'selbst -Mrichtet. Der i« letzt«, Jahre mehrgestttNirteston Wedemryer- Schsnrad«, der im »origen Sommer eine gewuirigr Nede gr» gegen Juden, CapUalisteu, Lasker, Rational- und andere Liberale gehalten, und d«n Jndkn TSb und Verderben gedroht, — es wurde ihm damals in den in der Gegend erscheinen» ddn Zektflühen entgegengehalten, dgß r« ihpi schlecht von gewistrn Dingen zu reden, da «k sich selbst als arger Bauernleger und recht smarter Geschäftsmann bewährt häß^ verfiel — nicht lange nachher in Wahnsinn, suchte Heilung in der Naison äs suutä de« vr. Löwinstein in Ger? tiu, wurde als hergestellt entlasten und starb plötzlich — aj» Schlagfluste, wie e» hieß, durch eine Kugel von eigner tzänd, wie man jetzt weiß. Man soll die Tobten ruhen lasten —,allerding»! Aber auch da« hat seine Grenze, muß «an etwa auch den Dynamit-ThomaS jetzt in Frieden ruhen und sei» Andenken unbehelligt lasten?! Wrdemeyer ruht, wir wollen seine Riche nicht störe«, aber den Zusammenhang zwischen Thttn, Ereiben und Schicksal deuten wir an. Die andere» Gegner ruhen noch nicht — wir wünschen ihnen nichts BöseS, aber wir sind des sicher, daß fie ein;r »ach dem andern vcn der Bühne der OrffeutNchktit perschtdlnde« und dabei sehr gern sehen werben, wenn man ihrer vergibt- — Unseres unmaßgeblich«, Erachten« ist'« in Hinsicht achtele unserer Feind« am besten, wenn wir ihrer eignen Zuküstff die Antwort überlasten. Berichte mch Lorrespoudruzen. Deutschland. Stettin, IS. December. Die „L. Z d. Jud." hat sich in unangenehmer Weise ins Gerede gebracht. Bor etwa zwei Monaten hat bekanntlich in Paderbc: , eine große Ftuers» bruuft stattgefunden, worauf ein dorniges Comüe üffenttiche Sammlungen zu Gunsten der Abgebrannten veranstaltete Bald nachher brachte« mehrere Zeitungen die Notiz, daß da» Feuer angelegt gewesen sei. Diese Nachricht unwde de««»» tirt. Nichtsdestoweniger brachte die A. Z. d. I. sie nochmal» zur Sprache und knüpfte daran ziemlich naheliegend«, aber für di« Ultramovtaneu nicht angenehme Auslastungen. DM- Paderborner Comite versender nun etne Erklärung, »«min jene Berdächtignng «och einmal as» ganz «nbogründet bezeichnet wird; dabei wird der betreffend« Artikel der ^A. Z. b,

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