Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 6 (1875)
- Issue
- 6. Jahrgang Nᵒ 50.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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— 416 — “31 ' *9 uu.l*4W* Dag« rttv höchst rhreuwetther M ich u^tzchichi Doch i Gch, chtüDatzALi». fl brr — schwer -iste»-dürchzuführen! SOntr ui ähnlicher Weis«. Wir nehmen kein«» Anstand, chiue Aeuhe- I ist gar nicht zu antworten. und wie man auch antworten mag. ruogen zu verö oft gejagt und jagi: »Sie es nicht dl« kanpf hetzend eiazngreijea d^M schon Er tzeu, da^ zstst^tjnr- Ich theiie Zanz diese Ansicht, ich Wir unlerbrecheu hier de» Herrn Briesschiriber durch die Bemerkung, daß die Jude», weleye er lueiut und tadelt, solche sind, die von der Bidel nicht» und vom Talmud garnichl» hal en. Wen» die» aber aus «iurge, sehr »«lüge uuler ihnen nicht paßt, so habe» sie jeoeufall» einen kleinen, aber wichti» gen Ldschuül nicht gelernt, nämlich Hilchoth Derech Erez I — Herr JL sühn fort: »Ich will nicht, daß die riuzelneu Inden ueulrai bleiben lolllm; da» darf bei so gioveuüüd wichtigen Parieikampseu nicht vorkoulnl«», jeder gute Bürger har Patter zu .rgreisen und Karbe zu beten««»; aber di« Juden als solch«, »n» ins« besondere da» Iudeulhum al» solche», sollen sich'nur abweh» reu» verhallen. Ke? gloße Kuuipf,-zur ZM llvch'i!7ll Lkkell de» Staate» »>it der Kirche, ln Wirklichkeit aber jetzt schon und sicherlich in der Zulun,l «in Krieg der modernen Eioilisalion mit den heidnische» Element«» de» Lhrifteulhuut», «i,d mehr Nützliche« und Heilbringende» für nu» schaffen, wenn wir i« unsrer Eigenschaft al» Juden nu» zurück- und auf der Seil« halte«, al» wenn wir un» in eine» Kampf stürzen, der doch zunächst :aq» nicht» augehr. Dre Span«, die bei diesem Kampse uulherstiegen, werden nn» ohnehin schon treffen, wir brauchen dem Mchu» keine weitere Nahrung zu geben." Herr 3L gehl mui auf die Pndücatlou ein, «mich« chm Anlaß zu jemenz Schreiben gegeben hat; wir übergehen die», e» Handels sich nicht um unser Blatt, und der Brief war ohnehin «lcht fn^r die OeffeulUchkert destimmt, gegen de» Abdruck der hier mitgelheilreu Sätze wird aber der Berfasser geuiß nutzt» eiazstwende» haben. Wir füllen di« Lucke ,« Brief hiusch eine eigene Bemerkung an». Nicht die Juden al» s olche, nicht ha» Iuweulhum al» solche» soll sich in den Streu mischen. Da» ist ganz gewiß wahr! Aber hält br« We.t dih» asttzeiaaaher'k Da» ist ja «den unser Ungtüch die uiuiberwindltch« Schwierigkeit. Wa» ftgendwi« ein Jude Miß-, liebige» lhui, da» rechnet man chm ja al» solchen an, da» wälzt man auf da» Iudenihnm. Trägt er feinen Eytiuder nicht in gefälliger Werse, stößt er un gesellige» Berkehr gegen di« Regeln seinen Aisstand» an, kauft er Lumpen und Knvcheu, täuscht er beim Pferdehandel, gründet er, stiehlt er eiiun Löffel — giedl er bei polnischen Wahlen seinen Zettel nach Recht» oder Link», er soll e» ja immer a l» Jude lyu», gechan hauen, und e» soll so bi« An der I»de» und de» Zudemhnm» sein. Und wa» nun gar jene getadelte», auch von un» al» verwerslich auertaumen Hetzereien von Juden gegen di« lUrramontanen betrifft, so sagen wir: die Inden, di« solche» in die Welt schicke», rhu» da» nicht nur nicht al» solche, sonder« sie sind zumeist gar nicht mehr Jude», d. tz. sie haben mit dem Iudeulhum vollständig gebrochen, und sie höhnen und hetze» gegen Inkenthum, Torah, Talmud, „gegen Gott und seinen Gesalbten" ja erst recht. — Als» der Herr Berfaffer jene» Briefe» hat ganz Recht, wir stimm«. «in schändlich ,Briefe» hierher, otiv schon oft die Antwort ,r tu» tm »» ■no»nl ll oi MtlAhtWMthRtzff hai^m Wozu überhaupt da» Hetze» gegen die Katholiken? Der Hhchj dich^sj unjqres ch^lf, azsttzh' tzist!fte auch nsM^und. l»gt nicht ein Theil »nfüRicher Unvaisibatfeit darin? Da» rcktholische Frankreich, da» katholische Belgien — und hier sowohl die Klerikalen wie die Liberale» — habe» zuerst die Emanzipation zur Wahrheit gemacht. In Preußen waren «» di« kalholischen Rheinländer, an der Spitze der edle katholisch« Geistliche, Eanonicu» Lesfing welche di« Emanzipation forderten. Reich,n»perger, Rohden und die anderen Ehef» der Ültvamonlanen haben in böser Zeit für di« Emanzipation der 5iudeu geioroLe» und gekämpft. Dgl dürien ML Mt. Ott? geffrn" Gewiß nicht! Da« allerjüngste wort« und sedersührentze Geschlecht der Jade» weiß e» nur nicht; erlebt haben sie eß nicht, und uni die Geschichte ihre» (?) Balte», auch die neueste, kümmern sie fich"nIM Frag!" sie "döch'einmal"nach den Na« me» der älteren Borkämpfer r>tj Emanzipation der Juden unter diese» selbst! Sie kenne» st« nicht. Wqn auch? Sf« tztzsty die Rameg uqd die genaue» Personalen tzk? »derühmteu" Schauspieler. Gähger, neuMtz? Hoffen, Mtz« Utzd Louplft» — Pa» hranchl'» »schr? Doch kehre» wir ziz he» ljltrampPtanen »uzseWft Stellung zu ihn,» zurück. Sie sind ap» oerschieben»» Grtz» deg ipsder nnftre schliHPtzep, noch unstre gssährlichstf» Ftitztzst, Letztere» schon dargus nicht, weis die Feind« tziesP ucheses. Fzinbe, die, wenn sie ä»ch sticht g,rade izpse,, Foylust, fitzd^: doch un« zur Seit« stehen müssen« zur Zeit enZchitzden hi« Oherhqnh hqbe». Pie ichhichNsi^st. silnd si» Picht, weft.ste, abgesehen von dem jGer Pattej antzüqgende», Schaxjfe qq»,, chargkter- und «hrlftien htzhnschreibern Ptzh Knechtest „ ehrlich ihre Meinung »«»sprechen pnd - p«,»echten. Ihm Ynfehlbarkesi»l,hx« küipmert »»« wphrlich nsiÄ hä» Gäffiäüstki Wst. w.i» sie sonst anstreben und Posten —MR je etzestcher ste sind. dejG qffsHffj spreche sie tl autz. tfpp j^chtzner sie die» thun, desto besser ftft; - Wozzz in aller Welt sollen wir dagegen stn» ereifern, ja eine Silbe reden? IV*' .Gcchh Dich «ich; vor dtst» Gingst, nicht opr deP der», fürchte Dich oor de» Heuchler» I" sagt, miroqr d^p muh; gljg Ml dtllLIl.hll.vlIU Knidttl, .LjrbL.Hll l- L. «Iltll. und im Hess»«. Htzechtiz^Hph,q<walt nqo Bästheit rfcflM. Run da» gilt wohl astch hhü nstrgMMzms, «» gibt unter jeder Pattei auch Heuchler. Aber bei den Ultramontanru findet sich da» bezeichnet« Gebahren «ehr in de« politische » Auftreten, der parlamentarischen Taktik ihrer Stimmführer; man kann ja entschuldigend sagen, daß im politische« Partei» treibe« da« letzt« von, die innerste Herzen«m«i«u»g Picht immer gesagt werden kann. Wo aber diese RüKficht wetz», fällt, da spncht der Ultramontani»««» seine SttebePtzziei« offen au», ehrlich — und darum eben ist daran nicht» Aürchterliche». Di« Leser «iffen ja wohl, wie letzthin derett» die Inquisition al» eine rühmen»»etttz« und höchst nützliche, ja nothwendige Einrichtung offen proclamirt worden ist. Pr »oll«»' chnen au» ferne« U«»land« noch «i» Setty^üch .