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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1875-01-01 · 6. Jahrgang Nᵒ 43. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
6 (1875)
Issue
6. Jahrgang Nᵒ 43.
Date
1875-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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!VJ-. Li Pm 43. 187k £ 6. Jahrgang. Wochen-Zchrtft für die religiösen und socialen Jntereffen deS JndeuthnmS. WScheirtltch «i«« Rr. Pret> »«1 «Len Postämtern ». vuchhanvlnngen » »«re u P,. S1E»et « Anfendnnß: tn Deutschland 10 M«rt, >«ch Oesterreich < st . ». Frankreich IS streß., n. P»§l«L. HoLand 1» Mk . n. »merU« 15 Mt. slhrl. »rLnnmerand». Die Grvevitto» der »Isr. Wochenschrift* in »«ßdednrs. ^erattkwvcilichct ^cdatleur und Herausgeber Rabbiner 0r. X Lreuenfei» in Stettin. Magdeburg, S7. Oktober. Inserate »erden mit ro Pf. fßr die dretgefpaltene Perttzett« i-t«r deren Raum berechnet. Die bis Sonntag früh bei der Unterzeichneten Verlagehandlung etntrestenden, stnder» noch in der nächsten Kummer Aufnabme. Einzelnummern « LS Pf. tz. Skutsch, verlaaTbuchhandlang in Breslau. Inhalt: «eiten»* Artikel» Rundschau. III. (Schluß.) — V«richte nnd Lorresoondentenr Deutschland: Berlin. Hannover. »u» der Riederlausitz. Borken. — Oesterreich: Dien. Reu-Sandec. Pest. — Rumänien: Zasiy. — Amerika: Hinein, nett. — vermischte nn» menefte Nachrichten» Magdeburg. Frankfurt a. «. Schwerin. Straßburg. Wien. Szegedin Lperie«. Pari». Bern. London. London. Persien. Algier. — Kenilleton» Der Schutzjude. (Fortsetzung.) — Anseraten»veil<tge. Rundschau. ui. (Schluß.) Indem wir den Schluß unsrer durch Neujahr und VersöhnungSlag angeregteil Rundschau-Betrachtungen itft jetzt bringen, ist er uns nahegelegt, die Leser wieder in den Zusammenhang )u leiten. Wir ziehen zu diesem Behufe noch ein weitere» Moment, eine geschichtliche Parallele, in Erwägung. E« ist bekannt, daß ein paar Jahre nach den Befreiung»' kriegen ebenfall» eine wirkliche Judenhetze in Deutschland lo»- brach. In den Jahren 1813—15 hatten die deutschen Juden »ollanf ihre Schuldigkeit gethan; mehr al» da», sie hatten zum Thtil sozusagen praenumerando die bürgerlichen Rechte, die fi« erst erwarteten, durch Pflichterfüllung bezahlt, und da» war momentan anerkannt worden. Tin paar Jahre nachher »ar e» vergessen, der alte Haß loderte neu auf, eine umfangreiche judenfresserische Literatur in Broschüren, Pamphleten, Theaterstücken und größeren Werken trat an'» Licht, ein Heppheppgeschret ertönte, nicht figürlich, sondern in Wirklichkeit und gab jener kurzen Epoche der jüdischen Geschichte den Namen; e» kam zu mehr oder weniger gewaltthätigen Ausbrüchen Setgr. len» de» s. g. Pöbel» und zu noch weit schmählicheren Excefsen Seiten« gesetzgebender Willkür und rechtsverdrehender oder gradezu wortbrüchiger Autokratie. Da» Streben ging dahin, Alben au» der von ihnen eingenommenen Stellung zurückängen, und e» gelang für eine gewisse nicht ganz kurze Eine Judenhetze in der Literatur (die Journalistik spielte damalr noch keine schr bedeutende Rolle) hatte die Ouvertüre anfg^spielt. "ff Widerhall sich die Geschichte? l * Der (Manie kommt un» und gewiß auch^ manchem Leser t v hent nicht zum erstenmale. Im Gegentheil, wir haben ihn mfmfeit» wirklich schon tm Jahre 1870,- al» wir noch regelmäßig ^kriegSberichte^' brachten, ausgesprochen. - Wir haben Hkfagt, e» durchaus nicht überflüssig, über den Antheil der Inden a« «riege, Zahl der Eombattanten, der Gefallenen, Hmvmdeten, Dekortrten, auch über einzelne Thaten u. dgl. Notizen zu sammeln und Buch zu führen, denn e» könne eine Zeit kommen, wo e» nöthig sein werde, sich darauf zu berufen, und wir haben dabei auf die bitteren Erfahrungen der Jahre 1819 u. ff. hingewisse». Wir begnügen un» auch jetzt mit dieser Hinweisung und Andeutung. E» würde viel zu weit führen, wenn wir die Vergleichung näher iu» Auge fassen oder erörtern wollten, worin sich die heutige Zeit von der fast 60 Jahre hinter un» liegenden unterscheidet. Noch weniger wollen wir au» diesen Vergleichungen und Unterscheidungen die Zukunft zu «nträthseln versuchen; e» genügt, daran erinnert zu haben, daß Aehnlicheü schon dagewesen ist. Mr fragen: Warum tritt e» wieder auf? Warum gerade jetzt? — Dabei lassen wir aber gerade da» Geschrei unsrer bittersten Feinde außer Acht, denn wa» die Ultramontanm wollen, da» steht nicht in Frage; aber diese Partei ist e» eben nicht allein, die sich gegen un» hören läßt. Wir haben gesagt, die Gründe oder Anlässe oder Vorwände der Anfeindungen seien von zwei verschiedenen Arten. An der einen Art können wir nicht» ändern, an der anderen sind die Juden nicht ganz unschuldig. Da ist zuerst unsre Nationalität, im eigentlichen Sinne de» Worte»: die Abstammung. Wenn wir trotz derselben ual» Deutsche, resp. Französin, Engländer wissen und bethö und nur in religiöser Beziehung Juden sein n»lle>«, so '‘j?” wir da» immer wieder erst beweisen, während da» Tb ' Physische, Augenfällige immer vorliegt. Und dt' schärfer hervor, gerade weil e» von der Relig< ..LAtt Mr meinen, mancher sehr orthodoxe Jude r -•** . ein solcher au», und manchem Getauften. ' ♦4t E auf« Entschiedenste da» Judenthum T «M von Getauften, auf hundert Schritte an. Wir ärg, .«etzirwden steht man» Steckbrief der zu Greifende ai» «* M un», wenn in eiww für den Gen«darm ist dock j&t bezeichnet «rttb; awt während Niemand sehen kan- , Mr Mnk nicht üderstmUS, gemetndler ist. Der Jude- 'Einer «atholikoder der Religion, e« hegen ' W wirklich «iv ** Individuum» vollst' qz?K«e. denen die Religion gegen eine fremd, ist. Rlso ist» ■ •~a‘- ..w-i. . . . .1.. ...

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