Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 6 (1875)
- Issue
- 6. Jahrgang Nᵒ 36.
- Article
- Beilage zu Nᵒ 36.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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rein formeller Natur unb bieten für unsre Leser gar kein Juteresse; ebnsowenig ist die» in Betreff der Rlaggründe der Fall. Beme<en»werth ist nur Folgende». Ersten» beklagt die jüdisch-amerikanische Press«, daß derartige Streitigkeiten vor Gericht gezogen worden find; gerade in Hinsicht aus die Familieufipe tadeln auch diejenigen Blätter, welch« sich entschiede« geger solche Neuerung aursprechen, daß Salomon sie al» „unfittsam, unkeusch und ungesetzlich" bezeichnet hat, wa» natürlich chrt tÜch« Hörer und Leser der Verhandlung verletzen muß; der Richter hat löblich und weitllch sich darüber nicht auögelaffen und lediglich entschieden, daß die Vorsteher nach Gesetz und Statut berechtigt gewesen seien, die Reform vor- Uluehmen. ^n der Verhandlung wurden verschiedene Affidavit«, eidlich« Gutachten und Zeugnisse in Betreff der fragUchen Reform, vorgelragen. Dabet ist den» zweiten» demerkenSwerth, daß in einem oder mehreren solcher Gutachten behauptet wird: sett mehr al» 28 Jahren sei e« bet der Mehrheit der deutschen und polnischen Juden nicht nur in New-Aork, sondern weithtn in den Staat« der Union und in den gesitteten und civilisirten Lheilen Europa'».- ja der Welt üblich . . . Familienfitze zu haben, in denen die männlichen und weiblichen Mitglieder nebeneinander fitzen. — Da» sagt der Leser zu dieser frechen Behauptung, und erräth vielleicht einer au» der Ehuzpah ten Namen eine» der AMdaeitmea? Daher sprechen denn auch ein paar Blatter au», et sei beklagen»werth, dich di« amerkauische Judenheil gar kein« Autorität besitzt welch« über synagogal« Angelegenhetten Anordnung, Rede und A««ort geben könne. — Ist der Wunsch im Munde amerikanischer Juden nicht sehr befremdlich?! oder gerade da nicht?! Freilich tau» man'» kaum einen srommen Wunsch nenne». Die Zersplitterung wird dort immer größer, die Versuche, in diese« und jenem Punkt« Einigung zu schaffen, scheitern kläglich Der Board of Delegates ist Ende Mai wieder zusammulgewteu; Resultat unter Rull. Von den etwa 200,(XX) Juden der V- St. traten 81 zusammen/wrlche nicht nur sich selbst repräsenttrten, sonder» auch die 98969 Abwesenden. Je weniger Personen und Interesse» und Interessenten, desto längere Reden." So ungefähr berichtet darüber ein Blatt. Bo« IS. bi» 18. Juli tagte dann in veffalo die Lon» grrgational-Unton, welch« vo« Westen her eine Einigung schaffen, «ine jüdische Hochschule «ad manche» Ludere gründen will. Di« Versammlung war bedeutender an Zahl und wohl auch an Gewicht, al» jene andere, aber ei» Resultat ist auch von den Verhandlungen nicht abzusehen. Leider gllt die» auch in Beziehung auf die Resolutionen in Betreff der Sabbathfeter, die frellich auch mit manchem „Schluß" untermischt sind, (z. B. „t* wird empfohlen, den Freitagabend zu einem Empfaugsabend in jüdischen Häusern zu machen, nachdem man vorher dem Abendgotlesdirnst beigewohnt, bei dem der Rabbiner eine «ohlvorbereitet« Red« von etwa halbstündlicher Dauer halten möge ") Etnkinnnti. vr. Bettelheim schreibt dem „Amer. J»r.": Am vor. Sonnabend (8 Juli) lenkte ich in einer Predigt di« Aufmerksamkeit meiner Zuhörer auf ein geschichtliche« Zusammentreffen, welche« wohl auch Ihrer Leser Aufmerksamkeit verdienen mag. Beim Propheten Secharia S, IS heißt e«: „Da» Fasten de» vierten... Monat» — d h. der 17 Lamm»» wird dem Hause Juda zu Freud« und Wonne und Festtag werden. Liebet Wahrheit und Friede I" Wir werden im nächsten Jahre da» hundertjährige Gedächtniß der UuabhLngigkrttöerkläruag de» 4. Juli 1778 feiern. Run dieser »irrt« Juli 1778 siel aus den 17. Lammu» ÜSS8. (Ebenso fiel er 1798, 1888, 1844, 1888 aus den Fasttag, nnd ,8 wird so wieder 1888 geschehen) Ich will nicht sagen, daß der Prophet unseren vierten Juli vorau«gesagt hat; aber da« ist wahr, daß un» I damal« jener Fasttag de» vierten Monat« zu einem Fest- ' lag geworden ist! — Israelitisches Predigt-Magazin. Herausgegeben von 9tofrb{«et vr. M. Nähme» t« Magdeburg. Erster Btwd. Inhalt: 8 homiletisch« Sbdandlungen, 18 Feftpredigtru (für alle Feste de» Jahre«), 18 Sabbathpredigte« u,d 14 Gelegenheit»- (Einweihung«-. Trauung«-, Grab- und Gedächtniß-) Reden, dir jüdisch« Ranzel (Recrnstourn und Anzeigen); z»fa»«e» 18 Predigten. Prei« 7 Wirt (4 fl , 10 Frc«) Einzelne Hefte — soweit der Vorrath reicht — 4 1 Mark Wirb gegen Frauco-Einsendung de» Betrage» umgehend franco zugesaudt durch di« Expeditlos der Israelitisches Wochenschrift in Magdeburg. Ran abonnirt auf den zweiten Jadrgang — von dem da» erste Heft (Krstpredigten »um Neujahrs-, Bersöhunng»- und Lanbhüttenfest entbaltend) Mitte Srptrwder au»g,geben wird, praenumerando (bis zum 1. Oktober e.) mir S Mark direct bet der gen. Expedition, bei den Buchhandlungen (Rodert Fries«. Leipzig) und Postanstalten mit 7 Mark. I« Verlage der „Expedition der Israelitischen Wochenschrift in Magdeburg" — in Leidig bei Robert Fries, — ist soeben erschiene«: S-.TPt'Pt] iwvwvv» Gedächtnisreden auf den vberradbiner vr. Zacharias Frankel tatn brt OmiiMt« zu Breoluu , geholten vou seine« Schülern in deren Gemeinden, darunter auch dt« |Uk lei EnthstUnng de» HrardeastWsls. Preis: 1 Mark. Bet fravkirter Einsendung des Betrages (auch in deutschen Poftmarken) an die ckge Expedition erfolgt sofortig» Zuseudsng franco. , 1 kizBnt« to verlt» &, «L «w -rtedetchost.. «t { «MPfieht» i» großer Lunoahl zu diMo«» Preisen: Eetdene nvr^vl ***?*** eu*? — _ , > trtffw ffa trwKfrftm «ch Wo»«« rnrr?i!j ntso Ta-*»«**«. Cdtost oft sosrne mnC — »fS'Bn OTTO i» «tu«, mb «lech-Nopsel», so»«« s»««Utch» Bschee für Spuch»^ Schul« uUb -au», auch trJTTf» * _— Israel. Predlgt-Magaziu. Da» Doppelheft (Angust-September) wird Anfang« nächster Woche, da« Oetober-Hest (Hst. 1 de» zweite» Jahrgang» bet vorheriger Erneuerung de» Abonnement» Mitte September versandt. DteNgpedttt»«.