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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1875-01-01 · 6. Jahrgang Nᵒ 36. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
6 (1875)
Issue
6. Jahrgang Nᵒ 36.
Date
1875-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M 36. 1875. I»rr»»ttttschr 6. Jahrgang. »oltzen-Lchrist für die religiöse« uud sociale« Interesse« des Jadevthums. ■liraHlj »>»» Ar. 9ntt M «Im MMn a. l «.art ii «. Diaeelegat-akaa»-: l>d«tMlaaluiMi nach (MNm'4 fl. il *rtaftitl41« »rtt., a. ■a*la*k, Mol U «r ., il lacrtU U «. fakrt |ii»a<rnli. M Ulliatarttatt* aM ftatlt Mfqtita. Perannvocrlicher!Krba(t(ur uuv ^rrauegrbu Ätabbiner Dr. A. Lreneafrlr in Stettin. -’tr. Magdeburg, 9. September. tnu Äl|IMll . fit Mt «MttuUt tktr kttta XtMM Sit Mt tfiwttai früh M Mf .«ratkUtta la Ma(ktkat|* tlattiff-awa Kaktaae' ktt aMfttn Xaanatt Bafatkaw, >Ia>tlaaMWtra IM f|. •tkttltlj» ktr ilt. »achtafchMfl la atafktiar«. «»» »I »*l«t«. *•!*•»». kjttjjtlaali “rat kl» I laktaaach la Sette««* Wrttfelt Zemi Otmnfuagcn über die jüdischen Speisegesetz«, l. Di« Lh-liga vor dem l. L oberster E«. richtthose in Lim — SartdHc«»» t Deutschland: Stettin. Flatow. Darmstadt, »u* Württemberg. — Ofster. »«ich: Wim. «gram. — (ttniaa«) Holland: »msterdmn. — «ordamerita: Rew-Vork. Lincinnati. — SermisStt« ttti» ««*ft* Müchrlchtt«, Görlitz DarmsteLt Stuttgart Pest. Lemberg, «ralau. «ordern«,. Par,«. Ferara. Amsterdam, «tockholnr Dileria«. — Ueuttdtt»», Jüdische Sklaotnnen. — Jnseeat«. A»ei Bemerk»»««» über dt« jüdische« Spetse-esetze. i. Die »»ei Aufsätze »zur mosaischen Spetsrgeietzgebung" von de, bilden HH. vv. med. Kornfeld im »Jüd. Literaturblatt" vom 15. Lug., welch« gewiß von allen Lesern mit Interesse »ud »Befriedigung entgegengenommen worden find, können Niemand größere Freude bereüet haben, al» mir. Die beiden Herren lerzte gehen nämlich von demselben Gedanken au«, mr dem au« ich seit viele» Jahren beim Religionöunterricht die Spetsegesetze besprochen habe. Da ich nun von zwei Fach« mäm»eru da« bestätigt find«, wa» ich al» Late nur au« eige- «ern Nachdenken geschöpft und vermuthet habe, so wage ich e«, ein paar Wotte darüber »u veröffentlichen, weil ich jetzt setze, daß e« sich vor dem Forum der ärztlichen Wissenschaft «utzl wird hören lasse«'können. E« bezieht fich die« mehr «tf de« zweiten Lrtikel, der im nächsten Blatt« erscheinen soll, al« auf den heutigen; ich möchte aber beide nur al« et«, «n Beitrag zum Neltgiouöunterrtcht angefrhen wissen. E» geht heutzutage nicht mehr au, die Speisegesetze in der Schul«, etwa beim Eonfirmandenunterricht, zu behandeln, otzu* Gründe für dteselben aufzusuchen und anzugeben; wir sdldeu für da« bloße »da« ist so/ muß so sein und steht so geschrieben" bet der heult-en Jugend kein rechte» Entgegenkommen mehr. Wir «erde«, wo da« am Platze ist, zwar <mf di« Nuergründlichkeit der „Lhuckim" und di« Unzulänglichkeit unsrer Einsicht Hinweisen, aber da« allein geaügt nicht »ud will auch thuulichst erwiesen lein. E« gilt also, gestützt >»»f di« allgemeine» Gründe für di« Göttlichkeit der Torah, «uch für die Spetsegesetze t« Ganzen, den Stempel ihre« Ursprung« »achzuwetsen und dann für da« Einzelne thunlichft die Gründe aufzusuchen. Wenn nun ziemlich allgemein aogeuommen und zugestemdeu wird, daß Gesundheitsrücksichten ein Hauptmotiv für dt« biblischen Spetsegesetze bilde«, und wenn da« auch bei Bielen «iuleuchtend »ud - unbestreitbar ist, so ist e« doch nicht bei Lleu box Fall, ist'weuigstint'nicht bet Llleu erkruubar, und I chte.Loratz selbst oermeldet «« sorgfältig, diesen- Grund oder! einen andern anzugeben; sie spricht nur von „unreinen" Thbrren u. s. w., nicht von gesundheitschädlichen, und von isinem „Berunreinigen der Seele". Betrachten wir also di« beiden Motive jede« für fich. — Gerade di« neuesten Entdeckungen und Ermittelungen auf dem Gebiete der Gesundheitslehr: haben die glänzendste Bestätigung für Biele von den jüdischen Speisegesetzen geliefert. Di« Schädlichkeit, ja Gefährlichkeit de« Fleische» kranker Thier« — der Nutzen der Untersuchung geschlachteter Totere und besonder« der Lungen derselben zur Erkenntniß und »Verhütung jener Gefahren — schon da» Bestellen eine« besonderen Schächter«, der von vornherein kranke« oder kraakheil-oerdächtige« Lieh zurückwetst — die Heilsamkeit der jüdischen Schlachtmethode und der vluteatzichung — die Gefährlichkeit de« Blute«, in dem sich so leicht ein Gift entwickelt, welche« fast alle Gifte an Schädlichkeit übertrifft — die Gefährlichkeit de« Schweinefleische« — diese» ur o noch mehrere« andere ist neuerding» von allen Urtheillfähigen in vollstem Maaß« anerkannt, und jede neu«, etn« in Folge von Angriffen auf da« jüdische Gesetz erfließend« Untersuchung und Begutachtung seiten« der anerkannteste» Rutoritäien in den betreffenden Fächern giebt neue Bestätigung, bereitet dem uralten Gesetz« neue Triumphe. Lm lehrreichsten ist jedoch da«, wa« die Wissenschaft mit Hülfe bei- Mikroskop« und eingehender Forschung über die Trtchin>:n ermittelt hat. Bon allen mosaischen Speiseverboten ist da« de« Schweine« fleische« von grauer Borzeit bi« heute den Nichtjudeu dr« bekanntest« gewesen. Eben darum bildete e« einen Grgenstand de« Spotte«, bei Schriftstellern und im Munde de« istolke«, bei den Dichtern, von Horaz und noch älteren an bi« au«-' Uhland und noch jüngere, und im großen Publikum, bei Gebildeten und beim Pöbel. Freilich haben auch schon vor dem Einzelne gesagt: „Lacht nicht; Mose», der ein kluger Man,, gewesen, mag doch wohl recht triftige Gründe für seine Speise - gesetz« gehabt haben"*) — und weiter fanden manche, daß *) Ladet hat «a» Mm die seltsamste» Ginsällr aortzedraht, ae« dem» hier tarn «mithin sei» am*. MlchaellS, smch e»ch «fci H»|<r SaM, ater ael v*» darecke», »emmtlich sapertliipia Jde»h glmltt.

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