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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1875-01-01 · 6. Jahrgang Nᵒ 35. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
6 (1875)
Issue
6. Jahrgang Nᵒ 35.
Date
1875-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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m ss. 1875. F,esrtttis«h« Woche« ZchrM für die religiöse« uud sociale« Interessen de- Jnde«1-«ms. WAchtaNtH »I»« Nr. PrM »««aata ftftamua ». » flUrf M «. »ItmiJWnwai»; la tKatWaak 10 «atl, a*4 Man«« * «. a. «natnt« 1« »««.. a. TiiiIiiiI Mao u « , a. SaKttta u «t * («rt. »tlmaiml». •M JtHI4< titfratafklatt* aM (ralta krtttprtaa. i<erann»»crlichrr AtcdaNeur und ^crausgevrr Rabbiner vr. A. Lreveufel» in Stettin. Magdeburg, 26. August. Änfcrati . für kit ktttoMaalttnc Vttltidu okat Mrta Maaai ktrichan Dt« kUSmata« früh kti kct „Siacklltaa la •tatktlarf* »lalttftaWa OaktaMach -a Kt aMfica Suhkcx BafaakaK. laiclaaanacra a « «. «tatMttaa ktr t*r. »»cheafchMft tat 9U|ktkar|. Xaktrt ffricl», Ltt^tg. z,halt: feite*»» «rtKdi ®jcommuracatum.:t im Judenihum und im KMHoliciemu«. — VaeichiE ««t •Mit Deutschland: tdii. «agdrdurg. Krimksurl a. Dt. «ordern», «cqingrn. Lannstail Srutigort. — Oesterreich: Lercherg. — »«Wttcht« »O» UtUtfU IU«ti4Mc«t Culmfct. Düfieldorf. Kreiburg. Brünn. Lzombarhei,. Pari«, «msterdam. Rt»Iaffa. 3*. rusalem. «nrinnmi. — gruilrt»». Der Schachet und der «Srder. — J*fer*te. (I^OMMHRicatipM« itH Jud-Nthu« UUd im ssssatbolieiduru«. (Schluß.*) Die „Germania" und nach chrem Borbilde die „Fuldaer Ztg." u. a. «. verfolge» bet ihrer Besprechung de« Reu- Sandeeer Kalle« einen doppelten Zweck. Sie wollen ersten« «eigen, wie schändlich die liberalen, d. h. nach ihrer Sprechweife di« von Juden redigirten, Blätter handeln, wenn sie dt« katholisch« Kirche wegen der von ihr ausgehenden Bannsprüche angreifen; -weiten«, daß da« Judenthum viel schlimmer uud ftaattgefährlicher sei, al« ihre Kirche. Der Aufwand von Logik, ja auch nur von Sophistik, den sie zu diesem Zwecke machen, ist jedoch ein so geringfügiger, daß man darau« erkeunt. wie sie der Meinung find, daß, um gegen Juden zu Hetze«, Gründe genügen, welch« unhaltbarer find al« Spinngewebe. Der tu vor. Blatte erwähnte Artikel beginnt also: „Wenn dt« jüdischen Preßorgane am meisten im „Eulturkampfe" mache«, so spielt dabei der lieb« Geldbeutel al« Haupt-Beweggrund. Dadurch find aber andere Beweggründe nicht ausgeschlossen, z. B. wirkliche Uebergrifse de« Judenthum« i» da« RechtSgebiet de« Staatrleben« durch da« Geschrei gegen di« katholisch« Kirche möglichst zu verdecken. Daran wird man unwillkürlich durch di« Vorgänge in RS. erinnert, welch« auf da« Judenthum ein sehr bedenkliche« Licht werfen." — Run haben aber gerade die Zeitungen, welche der „Germania" al« „Judenblätter" gelten, z. v. di« „R. Fr. Pr.", zuerst und alsbald per Telegramm und dann sehr ausführlich über den Vorfall und di« Verhandlungen berichtet — (die „Germ " schreibt freilich so, al« ob s i e dieselben erst an'« Licht zöge —) alle, jene Blätter haben Halberstamm nnd Genossen und all« tumultuirenden Ehasfldim auf« Schärfste verurthellt, die verhängt« Strafe gerecht gefunden, keine« hat auch «ur ein Wort zur Bertheidigung oder Beschönigung gel sägt, fi« haben sogar scharfe Maßregeln gegen Wiederholung! . i •) Im Leitart- Mt Mt. St. Seite ISS «,. » g. 10 lie« sepa- I täte st. sogenannt». ... I solcher Ausschreitungen, gegen den Lhasfidiömu« überhaupt geforderl, uud manche haben, darin mit den ultramontanen Blättern zusammentreffend, da« Judenthum im Ganzen für jene Vorgänge verantwortlich gemacht. *) Aber sie habede« Wunsch hinzugefügt, daß die Behörden ebenso gegen ex:om municirende Bischöfe Vorgehen möge, oder sie haben «S geradelt, daß die« nicht geschehe. Daher der Zorn der Ultramontanen; aber welchen Sinn hat nun die Insinuation, daß di« Judenblätter „die Uebergriffe de« Judenthum« durch Geschrei gegen die katholische Kirche verdecken wollen"!? Sie haben ja nicht« verdeckt! Uni sodann die eminent« Etaat«gefährlichkeit de« Juseuthum« klar zu machen, werden di« stärksten Uebertreibungen und Entstellungen angewendrt, die wir, um einmal da» Verfahren an bestimmten Beispielen nachzuweisen, einzeln aufsühren wollen. Zunächst wird der Bann, der ja allerdng« durch da» verbot de« geselligen und gewerblichen Berk:hr« mit dem Gebannten hart genug wirkt, noch übertrieben. E« heißt: „Ameisen wurde nun in de» Bann gethan. „Also au« der Syuagogengeineinde ausgeschlossen," wird man' renken. Weil gefehlt! Für geradezu „vogcisrei" wurde er erklärt. Der Banuipruch lautet wörtlich folgendermaßen: „Im Ramen Gölte» und Israel» wird jeder Jude aufgefordert, an dem Verbrecher Joseph Ameisen Rache zu nehmen, ihn mit dem Schwerte auSzurotten" u. s w. — Wir haben keine Eopie der in R.-S. angehefteten Bannforniel, aber solch« find un» bekannt genug und in gar vielen Briefen zu lesen. E« ist gewiß keine besondere Formel für Ameisen fabriärt, sie ist auch nicht in deutscher Sprache angeschlagen worl>en, so daß wir hier eine wörtliche Wiedergabe haben könnten, sonder» in hebräischer. Da« vorstehend mit „Verbrecher" gegebene Wort kann eben so gut mit „Sünder" übersetzt werde«, uud von „Tödteu, mit dem Schwerte auSrotken," u. rgl. kann keine Rede sein, weil eine solche Tirabe in keiner Mischen Bannformel vorkommt. 8» ist hier entweder etwa» *) Rar dir „Franks. Mg.« hm sich richtig darüber auagesprortzrn. daß da» orthodogr Judemhum nicht« mit dem Thajstdisrnu« zu »hu» hat. Sirtz« de» »ttitel „Frankfurt" i-ritrr unten.

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