Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 6 (1875)
- Issue
- 6. Jahrgang Nᵒ 34.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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1 .... Nß». -sr JvUtNAiUI« wltz, der alljährlich unserer Ab. Aemeutarfchule Betaute Geschpule. «achte, hat am Var» Mtzmah-Lage seine« Sohne« für dtesesbe «000 R.R. ge» .stundet. Ehre diesem Freunde de« Schulwesen«! Eistnach. I» unserem Oberlande hat «kürzlich eine au« Pratestanten und Juden bestehende Gemeinde die Errichtung einer Simultanschule beschlossen; die Regierung hat aber wohl die Bereinigung der Schulgemeinden, nicht aber die der Schulen, genehmigt, e» sollte vielmehr der jüdische. Lehrer nur die jüdischen Kinder unterrichten dürfen. Dabei hat stch je* buch-der Schulvorstand de«. Orte« nicht beruhigt und Berufung eingervendet, von der man stch um so eher einen Erfölg versprechen darf, al« jene auffällige Entscheidung, in die Zeit fällt, da der Tultusminister Stichling noch nicht wieder in die Leitung der Geschäfte eingureten war. Da« wird aber in der nächsten Zeit schon geschehen, und dann kann «an darauf rechnen, daß die auf. Grund de« Schulgesetze» zulässige und berechtigte Bereinigung nicht weiteren Schwierigkeiten begegnet. (Boff. Zeit.) P«rt«. Für die Ueberschwemmten im südlichen Frankreich hat die Sammlung in der Synagoge (also abgesehen vo« den privaten Gaden Einzelner) die-Summe von IS,841'/, Kranken ergeben. Die in allen katholischen Kirchen-von Part« dusch den Erzbischpf veranstalteten Eollekten haben L0,000 Franken eingebracht. Sehr richtig sagt „Ilm». J«r.": Welch ttai Verhältnis bei 80,000 Juden gegen 1,800,000 Katholiken. Warum wohl die „LtbertS", welche vor Kurzem zweimal Berechnungen darüber angestellt hat, daß von den Staahtzufchüffe» für den Eultu« verhältnißmäßig auf die Judeiuuuhk»''' komme al« auf die Katholiken, nicht auch einmal eine Berechnung über diese Summen der WohllhätigkeitScollecteu anstellt!" Au«,M«««« find dem E-Eomile der Sill. I. U folgende Wittheilungen zugegangen: Ein al«. rechtschaffener Mann bekannter J«raelit au« Larache, Namen« B. PinhaS Barsesat, kam auf traurige« Weise um da« Leben Bon'einem Staber, den man we- S zwei gestohlener Decken arreiirt halte, denuncirt, die- «n ihm adgekauft zu haben, wurde er sofort ergriffe», gebundetzjqgfft ppy b«1 Gznser nevr gebracht, der ihn trotz aller Bersicherungen seiner Unschuld zur Basteasde »er-, uriheilte. Einige Tage darauf starb er und hinterließ eine zahlreiche Familie in der größten Bedrängniß. Am « Tage yach der Bollstreckung de« Unheil« bekannte der Dieb, daß er, die eine der Decken noch besitze und die andere an einen Araber verkauft habe. Der Gouverneur ließ hierauf den ältesten Sohn der Kinder von Barsesat kommen und bot ihm eine Entschädigung von 100 Fr. an, wenn er sich schriftlich verpflichten wollte, von jeder Klage wegen Ermordung seine« Vater« abzuftehen. Der junge Mann wi.« die» Anerbieten zurück und forderte Gerechtigkeit. Eh», andere» JSraelit.auS.Laracha wurde bei seiner Rückkehr von einem Jahrmärkte, etwa 3 Stunden von der Stadt, von Räübetn üdelfall.A.bie ihn stehen bleiben hieße»^8„SchM auf ihn, adkegkstan, ihre Säbel ihm in den Laib, bohrten, ihn ausplünderte« und an den Schweif seine« Pferde« banden, da« ihn so bi« vor die Thorr von. Arstlia schleifte. Auch dieser Unglückliche hinterläßt eine fortan de» Elend preisgegebene Familie. Do« E.^tomi1e ergreift verschiedene Maßregeln, um diese Thatfachen zur Kenntniß der Regierung Sr. Kaisers. Majestltt zu bringe«, die mit dem grüßten Wohlwollen ihre i»rael. ünterthaneu zu beschützen sucht. ZtttiJ. Se. Ex. der General Khärädine, erster Mt- «tster de« Bey, den da» E.-Comite der All. J«r. U gebeten hatte, die Errichtung einer israelitischen Schule zu Tuni« durch «tau staatliche Unterstützung zu fördern, erwiedert, daß Se H. der Bey da« Bittgesuch, da» erchm. im Rqmqn der AlUewoo vorgetragen, in Betracht gezogen und beföhlen hat, eine Summe vo» 1800 tunes. P-asterm jährlich der t»rael. Gemeinde von Tuui« al« Beitrag zur Rieche für die küafftt - {bbir Jmflknacke. 610] Die Synagogeu-Gemeinde R or d» hausen beabsichtigt zu» 1. Oktober die vacant werdende Stelle eine« Predigers u. Religiouslehrers anderwrit zu-besetzen, und ersucht qua« lifioirte Bewerber unter Einsendung ihrer Zeugnisse, sowie r'ae« «urriemlnm rite» nch an den Unterzeichneten Borstand zu wenden. Die Stelle ist mit einem Gehalte von Rk.-GVGG nebst fNt«Ht«Ast» »»hnuug normirt. Für die Ercheilung de« Religionsunterricht« an de» öffentlichen Schchen. wich, ein Fixum von lSS^«M 6Htent ber- Wohllöblichen Magistrat« gewährt, außerdem find die Acridemitn mit mindesten« 60#' Mark zu veranschlagen. Nordhausen, im August 187S. 8 5S078J Der BarMch. In Vertretung: G-. Acklkenktebir. öchrerGesirch. SSL] Die Synagogen-Gemeinde Ost»«' rode am Harz sucht zum ersten Oktober d. I. einen Religiou«>lehrer, der zugleich die Aemter de« 'Vorsänger« " und Schächter« übernimmt. Einkommen etwa 1050 Mark. — Zeit und'Gelegenheit zu Nebenbeschäftigung findet derselbe. Reflektanten wollen sich melden bet dem Borsteher __Ed. Harzer. Ei« Mallllfocturgeslhäst in allerbester Lage in einer großen Stadt'der Pchvinz'Hannover, soll mit oder ohne Lager verkauft werden, weil der Eigenthümek sich -vom Geschäft zurückjiehen will. Da« Geschäft besteht seit einer langen Reihe von Jahrprt al« ein rentable«. Anzahlung und Kaus» bedingungen günstig. Selbstkäufer erfahren Nähere« auf Anfrage unter B. T. durch A..Wtnkt e r'« Annoncen-Expedition,_[606 Pergament fllr Tora’« etc., unter Aufsicht dea Rabbinats, also streng retac, bei Adolph Rekaita Nachfolger, _ _Erfurt [6q7 I« Berlage von vk. Goppelau«'« Buch., Handlung ln «erltn, 0. «i «eue gtübttt^l' straße, ist soeben erschienen: Berliner SSfcfttMfAf» der für J«raeliteu auf da« Jahr 5 6 36 (1876) mit literarischen Notizen, einem Gedenkblatt, den Reffe«, Märkten re. Bearbeitet von vr. M. Poppe lauer. Prei« 50 Pf. fBattMaletifrer S6S6 von Dr. Poppelauer, für Synagogen, Schulen rc. Bel ln-Papier. Prei« 50 Pf. Dieser seit vielen Jahre» erscheinende, durch seine «orrectchett und BoUpllndtglett aügo- «ne» bNLeSte W^^eM,' istii»te«»el n^lr