Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 6 (1875)
- Issue
- 6. Jahrgang Nᵒ 33.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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fap m .de» SUab M Sbgnafee» gfomcht, ja sch*» in de, Ubgripid ^efoßen. Uhpr ans jm* I*t ei« f*tet JWfrJ „äffet Jude Hat da» Rech», t» Rußland et« Schänke ch» habe, —„sagt «a» ihm» — «bet fet»e« eige- M.«» LeiMer,«, Hanse." ..'Solche Maßregeln .fob«« wir z» Ia«fnbn. Aber hier |nn n« einigt dqrgetegt.;j*bf*/;bt« juif«in«t der folgndn Äatf**tk« geh»«,, Mpuutfi# hie tijßt Handwerker, fogo»to«ln, 'Belehrte oder Juafitr mti Uabeauebilbaag fi,d — habe, kei» focht, sich M den «net«» Goumruemeut» niederPsiaffn. «der jeder getunl«« Jude genießt da» «»beschränkte focht, sich überall nieder fulaffen, «o er nur will. ltein Jude hat da* fosht, ei« von der fogiernag ab- . hstnge,d« Telegraphistenstell«, fotnic veehrere andere Remter U» bei eiben; jüngst hat man jüd Photographen arSgewiesen. iU\n Jade hat da» focht, Lehrer der Gefchichfe, der Philologie andrer foch»e ans einer »ffentlechnAuftalt zu sein. (Die* frisst nicht «ehr zu; in Riga »ird jetzt «in Jsvmlit al» Piof. her Pkathematik augeftellt. fob. d. I. ».) Sll« dies« Recht-verweigerungen berühre» die getauften Juden nicht. — Nur die aichtgetanfte» Inden habe« in Rußland hin focht auf Exifteiq und Bildung. Uuh auch jetzt noch schreie, alle rnssischn Jndenfresser, Sden Juden seien zu viel Rechte gewLhrt! Da dies« Leute sich doch esu wenig «r Lnropa schäaren, Kffentlich die Coa> >»n al» de» Hauptgrund diese« barbarische, Handeln» zu »reu, glaub«, sie ganz gerechtfertigt »u sein, wen« sie sage», sh; könnet nicht den Juden völlige» Antra«« schenken. I» SiMwer 1873 sagt« nur ein Ruff«: »«na «i» Jude ». B Geueral-Gouvernnr wäre, so würde er gewiß von biejer «Stellung penniärn Rntzen ziehen wollen," d. h, um rein zu sprechen, sich betzechen taffen and bestehlen. Ruf «pi« an ihn gerichtete Krage: „und wean da» ei» getaufter Jul» wäre, würde er dann mit dem Laufwaffer von sich auch sene Riederträchtigkeit, wenn er solche besessen hätte, von fo waschen Waaenf" — konnte er selbftverstänlich kein« Lntwort geben. Alle niederträchtign Jude», di« bereit stad, ihrem Glauben zu entsagen, chre Blutverwandte« und Stamm« genoffer zu verachten und verfolgen, ohne zu diesem Allem irgend «inen moralische« Grund zu haben, da» find anerkannte Bürger, solche» Leuten kann »au v-llige» Bertrauen schenken I vermischte und «eueste Rachrichte«. Rkinche», ö August. (Or.-Corr.) Der neugewählten bayerisänn Kammer gehören drei jüdische Abgeordneten an: Hofrath vr. Heul« (München), Fraakeaberger (Nürnberg) und Eunzeahäuser (Fürth), sämmtliche Advokaten. Di« früheren Abgeordneten vr. Adler und Leoi halten eine Wiederwahl abgelehat. Der hiesigen jüdischen Gemeind« find in letzter.Zeit einige «amhaftk Legale zugefallen: von den Beiden I. und V. Lüppschütz «in Legat von nahezu einer halben Million Mark zur Erricht» rg einer i»rarlit. Alteroersorgungs-Anstalt und von der jüngst verftorbenn Frau Guthilde von Kirsch neben andere« kleineren Schenknngn rin Legat von 30,000 Mark zur Unterstützung jüdischer Studirende ander hiefigea Universität. Wik». Die Accademta di S. LeeUia hat, wie der „Df> servator« Romano" anzeigt, den »vorzüglichen" Wiener Pro- Profeffoi und Ober-Eantor E. Sulz er a!» chr Mitglied für die klaffe der Lompofileure ernannt. — Letttderg, 27. Juli. „Dzirnnik" meldet, daß zwei Auslage» der »Gazeta Rarodowa" wegen Artikel, in «elchen die angeblich seiten» de» Justizminister» zu Gunsten jüdischer Delinquenten erfolgte Beeinfluffuug galizijcher Gerichte besprochen wurde, crnfiscirt worden find. Lenden, 30. Juli. Di« Bezirtsschullehrer-Lnferenz! in Zoskieig has ei«» Resolution beschloss«,, i» weicher dw Nechnnudlgselt .der Grnnnnng von i»ra«K tischen iRAigio*»> lehrern an jeder Balkdichnl« betont wnrd« Vnkorest. „Ein ministerielle» polemisch«» toatßUrVi» nennt die R. Fr. Pr. ein i« ofsicielleu «onitörul vom Juli publiärte« Rundschreiben de» Mfuister-PräsihesitLn an alle Präfekten de» Laitde», wort, dt« So« de« gesetzgrNnden Kllrpern in ihrer jüngst geschloffenen außerordentlichen S<ssiäu vottnen Gesetze besprochen und ihr Nützen für da» Land, low» die weittragenden politischen Lonsequenzen demselben erltus^N werden. Die R. Fr. Pr. meint, der Erlaß »ehiu« sich >Wtderlich im ofsicielleu Blatte au»; sie sagt: Der Erlaß hat aber nicht allein den angeführten Zweck, sondern auch einen andere», für die Regierung offenbar wichtigeren: den der Polemik gegen die Anstrengungen Und Behauptungen der Oppofitlou« er riecht nach Parteipolitik. Nachdem die von de« Kamwern gefaßten «ichtign Gesetz» beschlüffe ausgezählt werden, sagt der Minister: „E» scheint indeffen, daß gerade, well e» die fogidruug und di« conseroaiiv« Partei ist, welch« dem Laitde hlese große» Dienste leisten konnten, di« OppofiUon verzweifelter vejs» m sich regte und noch regt. Sie fühlt, daß fie, je mehi Ach die PaNei, welche aurch Rah«, Ocouuag und g, mäßigten Fortschritt dem- Lande Gute» thut, sich befestige» wird, desto mdtji da» Terrain verliert, da» fie sich zur Ausbeulung im J>tt terrffe der demagogischen und Umsturz-Ideen vokbehielt . . . Sie hat kleine Mittel unversucht gelassen, um zum Ziele ft gelangen.Diese» Borgeheit mit allet Euer« gie zu bekämpfen, ist unser Aller Pflicht." Hierauf folgt eine Besprechung dar verschieden«;» Gesetz, u. s. w., der Eiieubahnfrage, de» tzandelötrakrat» «. re. Do*» heißt e» weiter:.... „Ln irgend eine« Erfolg oerzweisolnbhat dir Opposition uno haben di« Wühler von Proieision diesen Act durch Au»b«utung der Judeafra g« auhUgreW» gesucht, indem heroorgehodeu wuroe, daß da» Land. »4 weiß nicht welchen Fremden al» Beule und den Juden focht« üßerli fert werden. Diese Behauptung läuft ebenso wä« di« anderen dem Buchstaben der Convention zuwider. Diese oUp digt die Frage nicht und gibt den Juden auch keine Recht«; n»r Haß und Leidenschaft können solch« Lisig»«* erfinden. E» werden im Gegeutheil die bestehenden fo« strictionen aufrechterhalleu, d. h. eine Großmacht erkennt dz« Au»nahm»maßregeln gegen die J»raeliteu al» gerechtsrttigt an.... Ich bitte Sie nochmal», di« angeführten nähern Aufklärungen zu geben. Laffen wir di« guten Bürger »ich» da» Opfer ehrgeiziger Intriganten werden ..." — Da» ist ofstciell und deutlich! Die Opposition greift di« Regierung au, weil diese den Juden Recht« geben wolle; die Regierung jagt? nur Haß und Leidenschaft können chr solche Absicht audichten, solch« Blsionen erfinden! — Schöne Aussichten!! SralM, Juli. Da« Somit« der Stiftung zu Ehrn de» Sir Mose» Montrfiore versendet folgende« Circular: „Bor einiger Zeit hatte ich die Ehr«, Ihnen ei» Ctntztt lar zu senden im Aufträge de« Comtre» der Sir Mose» Most» tefiore-Stiftung. welche einerseit» dem vielfach n»gesprochewBi Wunsche gemäß unsere Anerkennung der großen BrrSteNske de» Sir R. Rontefiore bezeugen, andererftit» die Höhe Aufgabe, an der derftlb« so lana« gearbeitet, läsn soll. Vast Comite, in dem Vertrauen, daß dieser doppelte Zaxck sich de» Beifall» aller Glaubensgenoffen erfteuen «erd», und tu der Ueberzengung, daß nur eine allgemeine Thetlnahm« ein Gelingen de» Unternehmen« sichern könne, erließ eine >»fsorderung zu diese« Zwecke an alle Glauben-gnoffen in alle» Theilen der Welt. Beiträge von Privatpersonen und Gemeinden «erden regelmäßig in der Jüd-schen Preffe veröffentlicht. Dow Ott mite «sacht Sie ergebenst, Ihre veitrag«iiste so schnell al»,. möglich einzusenden. Lewi» Emänuel, Secretckr. .- . »> V.l. 1 L