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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1875-01-01 · 6. Jahrgang Nᵒ 25. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
6 (1875)
Issue
6. Jahrgang Nᵒ 25.
Date
1875-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M 25. 1875. jldllilittl fl. Jahrgang. Wochen-Schrist fit die religiöse» und sorialm Interesse« deS Andenthumö. ■MatUA «(■« Jftr. «et« M «I« Wlmini ». * Kerl tl *f. Slrtct« Aaifl«ini|: U »atrt*lcmHO «art, m*4 Df*m«14 gramtHt* 1* Htt»., m. •■(Umk, Mm* 1> *R.. », «matti 1» «L Wft. Mi«mir»k*. M (ii«rmtmtllmit* mM (rmti* MMitn. AeraniwoeUicher Stedatuur und vuaucgrtxr Rabbiner Dr. A. Lrenenfel» in Stettin. Magdeburg, 17. Juut. Äiffriti . für M« fcreitflftwrixm JktttMtk rder berta Aau« derechaet. Dte dt»Vauxtu, srLtz det der ,Gr»edttt»a tu »«gdedurßE etutrefieud« stadem«ch tu der aLchstea Nu»»er >,ß, ,dme. ä uW «tazel Erstedtttda der ttr »flcheaschrifr ta »»pcharz. «»»ert Friese, SetPtzt». Inball: grttaU« Krtiftli Roch einmal di« La«er>sche Resolution. — Vericht« uu» roeresp»«»««««« i Deutschland: »mgbtiuig. Ramie, Dan,ig. München. — Oesterreich; VSHmen. Horic. Lori«. — »rr«ischt« nnb nee»««« Auch richte«: Mag»«, bneg Serliu. »im. Prag. vrod,. Ungarn. London. — ge«tll«t*»r Die Judm in »besstnien. — Jeeserat» Vkoeh einmal die LasVer'fehe -kefolutton. Wie wir bereite erwähnt haben, hat Herr Rabbiner vr. Joel in Breslau eine Keine Broschüre über „Lasker'S Resolution, den Austritt aus der Synagogen-Gemeindr betreffend uud ihre etwaigen Folgen für das bevorstehende Judengesetz" *) herausgegeben. Wenn über eine fett Jahren so viel bespro» chene Frage absolut Neues schwerlich noch gesagt werden kann, so läßt sich andrerseits voraussetzen, daß eia Mann, wie vr. Jofll, nicht zur Feder gegriffen haben wird, um vreitgetrete» «es zu wiederholen. Diese Voraussetzung täuscht nicht; den- »och find wir in LerlegrnhrU, wenn wir unsern Lesern den Inhalt der Broschüre mittheilen sollen. Sie umfaßt nur acht fttlendid gedruckte Seiten, Weitschweifigkeit und Phrase liegt gerade dem vr Joel fern; wir müßten demnach den größte« Th-il der Broschüre abdrucken und un» fast eine« Plagiats schuldig macken. Wir verweisen also aus Gelbstlesen «nd geben nur die Hauptpunkte an. Herr vr. Joüi weist zunächst, wie da« auch Andere gethan haben, die Verwirrung nach, welche durch solche lieber traguag der Begriffe „Parochie, Eonsrssion und Kirche" aus das Judeulhum herbeigesührt worden find; er thut die« bündig «ad scharf. Er erläutert weiter, daß die Laster'kch« Resolution den Juden nicht gleiche« Recht, sondern ein Privilegium gewähren wird. Er giebt weiter zu erkennen, daß er — wie auch wir dies stet« betont haben — nicht denjenigen deuAustritt verwehrt oder versperrt wissen wolle, welche um des Gewissen« willen au«.der Hauptgemeinde ausscheiden und besonder« Eultuseinrichtungen nach ihrem Sinne schassen wolle», sondern nur denjenigen, welche Juden bleiben «Echten, ohne im geringsten zur Erhaltung der gemeinsamen und unentbehrlichen Institutionen beizutragen. Ersteren dagegen könne auch di« Sesam«tgemeind« gerecht werden, ohne daß darum das Band dersetbeu gelöst werden und eine Separatgemeilld« «tt vorhergehender Austritlterttärung sich bilde, müsse. Es sei nicht abznsehr», warum der preußische •) QctiUu, fmmKifls9*xL mm Priebatsch. i J jW* Staat gerade für Juden den Amerikanismus^) einsühren wolle. Er sagt in dieser Beziehung sehr richtig: „Lasker meint, der Staat Hab« sich um di« Existenz der historischen Religionen überhaupt nicht zu kümmern, sondern nur um das Recht de« Individuums. Die Regierung hat wenigsten« dem Ehriftenthum gegenüber diesen Standpunkt nicht, und jetzt ««Niger als früher." Herr vr. Jofll hätte fich noch schärfer ausdrücken «ad sagen können, daß die Beschränkung der individuellen Freiheit im Lause des Eulturkampse« bereit« aus eine bedenkich« Höhe getrieben worden sei, ohne daß gerade die Panei, der Herr Laster angehürt, dagegen Einsprache zu erheben Miene mach«. — Man würde gegen dieses Argument dann freilich geltend machen, daß die Juden doch nicht beschränk, geknebelt zu «erden wünschten, weil man Andere beschränk; es handelt fich aber um die von Laster in erster Linie betonte und ge-' forterte Rechtsgleichheit, und da gitt jene« Argument »ck hominem allerdings. Wir wollen jedoch auf eine Besprechung der JoSlschen Broschüre nicht eingehen; wir fügen nur noch Hinz», daß der Verfasser am Schluffe einige sehr richtige und freimüthige Bemerkungen in Betreff der Stellung der Rabbiner und di« ihnen bestrittene Geltung als „Geistliche" macht, Bemerkungen, die zi-mr streng genommen ein wenig au» dem Rahmen der Broschirr heraustreten, aber an sich nichts weniger als überflüssig sind und bei Gelege'iheit hier und da an eine richtige Abreffe — besonders auch innerhalb des Judenthums — gelangen mögen. Inden, wir somit da« JoSl'sche Schrijtchen verlassen, fügen wir einige Mittheilungen au« zwei durch dassrlb« hervorgerufenen Zeitungsartikeln hinzu Dieselben erschieue« am 1. und S. Juni in der „Breslauer Zeitung", und dürsten immerhin als Beiträge zu dem Actenmaterial über die Austrittsfragc hier aufbewahrt «erden. Der im zweiten gegebenen Erwiderung auf de» ersten haben wir kaum etwas hin- ‘) Sanum |*t Herr Dr. I. nicht Wieder kM Mt« einschlägige« Debatten schon einigermaßen eingebürgert» Nusbrnlk „Aoinntwism" gebe macht t

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