Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 6 (1875)
- Issue
- 6. Jahrgang Nᵒ 12.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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1875. 9. Jabrgaug. Wochen-Zchrift ijir die religiösen und »socialen Interessen des Jndeathnms. T- WlchioIItO etm« Mt. WM M <UUat»M»Wi ». Ba4>«aHaaa«a » fUtf tl ff. * »ir««t»gatriöaae: ta t*atV*UaMO «arf, 1 Mch Orttmie fL,a. Üraakrrich 1« »*«•., a. «fffn», Maat u a. »m«Ma 1» 9U. Md arlaaaKTtaka. i’eraiirrooiilidict Redakteur und Heraiisgedir Rabbiner Dr. X Irenensei» in Stettin. 3«s«r«te wmUm mit Gf. fftr fci« PreitzefpOlt«»« Pettt»eU« »P«r Per« Ns»« terüchmeß. Di« Bi«rt«| frStz M ter »Oxsevitts« Per r»Lch»e» Rn«»«r L«f»«P»e. Oi»-el»N»»«r« A HA Pf. Da» ,3*tH«c SlXcatartlatr* aM Magdeb«rg, 18. März. Per iss?, «ech^schrift t» M»«P«P«r, ItatU »-«e-e-h-a. N»h«rt k»r>«I«, grifft». Inhalt: Keitemde «rtt>«lr Fr«.c>' und sein« Nachfolger. Der »bgeordnet« Lasker al« Pädagoge. — Beriete m»d 90T* MQß0m»*nt*nt Deutschland; Stettin. Leipzig. — Oesterreich: Prag. — Großbritannien: London. — vermischte««» neneste ,, sgchchrtchte«: Stettin. Hannover. Nürnberg, volfrnbüttel. Wie». Wen. Nmsterdam. London. — Ueni»etO»e Di« viaurin. — Ich» Mt1 Mit »er nächste» »««r««r schltestt M erste Quar- M. «Mr ertnner» ««f«rt «eetzrto» V»««Meute«, da« V»m> s.flMNSt M taa 9«9m|U(tM kl« nui M. ch. M. MtoM i« enentn, k«tt t» »er 3«fc«»«ag Ccia« Itn» etmtrete. Die Expedition. Krankel und feine -taehfolger. Li, v«t zxr Zeit. Seit de« Hioscheiden Krankels ^"El ist e» eine Krag«, , die «n», die einstigen Hörer d«S unvergeßlichen, unersetzlichen ManneS, auf» Tiefst« bewegt, von der die Existenz der Ln- IKalt, die un« gebildet hat, selbst abhLugt, di« Frage: wer, wird an seine Stelle treten? — E« würde un» nicht -nnstehen, öffenüich über diese Krage un« auSzusprechrn, und »tr haben un» Reserve selbst auserlegt) da wir ja di« Eat- . scheidung in guten Händeu wissen —, in letzter Zeit aber find ' f» vielfach«, beunruhigend« Gerüchte un» mitgetheilt, daß wir '«» für n«verantwortlich Hallen, länger zu schweigen. Hier lese» wir, ein ganz tüchtiger Talmudlehrer, der »ur «in einzige« Schriftcheu veröffentlicht hat, sei definitiv zu» Nachfolger Frankel'« ernannt; dort spricht man von der Unmittelbar bevorstehenden Berufung eine» Manne», der— ■ — regelmäßig studirt hat, von den, wir und mit un» viele t» jüdische» Dingen nicht Laersahreue, aber nicht den Namen 'bisher haben nennen hören, der seine Verdienste al« talmudkundiger Rabbiner haben mag, der aber niemal« durch eine Zeile documenlirt hat, daß er würdig ist, eine Stelle einßnnehmen, di« da« Lenlrum nicht Mo» talmudikcher, sondern auch »issenschaftl. Bestrebungen de« Judenlhnm« sein soll. Sodann wird von der Ernennung eine« Richtraddinrr« Atsprochen, der aus beveutend« wissenschaftliche Leistungen Hin- Weise» kan», der aber eben al«Richtrabbiner und al« Vertreter einz« fast radikalen Standpunkt« nicht geeignet ist, Anstalt al» Direktor vorzustehen, di« die Ausbildung Rabbinern bezweckt. «» wir von diesen Gerüchten hörte«, sagte« wir uu«, jetzt ist.Schweigen sträflich! Wie, man sollte in der That d«an denken, da« Seminar zu ru in i r « , durch Anstellung ir- «eicher dnnkle» Ehreumänuer, deren Ruf erst durch künstliche Mittel „gemacht", nur einige Freunde, nicht aber Deutschland« Gelehrte und Rabbiner kennen können, die nicht auf irgend eine Weis« bewiesen haben, daß st« nicht Mo» Talmud gelernt haben, sondern auch Männer derWissenschaft find?! Wir halten die« für unmöglich, Männer», wie ven jetzigen Euratoren, einen solchen Schritt zuzutrauen, sie, deren Vorgänger einst einen Frankel beruftn haben? Ist denn da» Seminar eine Jeschiwa, oder wollen sie eine solche au» demselben machen? — Eben so undenkbar ist e«, einen Mann zu berufen, dessen religiöse Anschauungen abweichea von denen Frankel'». Wir bilden die „Frankel'sche Schule", wir «ollen nicht abweichea von seinen Wegen, und unsere Rutteranstalt darf e» ebe« so wenig! Wir wollen sie, fie darf un« nicht deSavonirea! Und ebensowenig darf eia Richtrabbiner al« Direktor einer Anstalt vorstehen, die die Aurbildung von Rabbinern zu ihrem Berufe hat — da» ist sonnenklar und bedarf keiner weiteren Erörterung. Man wird un« sagen, daß es zu negirea leicht ist, schwer aber, positive Vorschläge zu machen. Wir leugnen da« nicht! Wir kr,«, jetzt keine, M«n, der SppjinB Di,"JO itb&o;' der diese Stelle au«füllen könnte! Aber besser, tausendmal besser al« ein schlechter, ja mittelmäßiger Direktor' ist — gar kein Direktor. Allgemein wurde die Nachricht mit Freuden von de« Freunden der Anstalt begrüßt, daß die Directortalgeschäfte na ch dem Tod« Frankel'« de« Lehrerkollegium de« Seminar« übertragen sei! Warum behält man dies« Einrichtung nicht bet so lange man keinen rechten Direktor hat? Leicht ist e», Talmudlehrer von eminenter Tüchtigkeit zu finden: schwer und für jetzt unmöglich, einen Talmudlehrer,. der über Männern wie Graetz, Zckckennaün, Freudenthal, Rofin stehen muß. Da» Lehrrollegium hat einen gute« Klang, besonder» wenn e« erst durch eine tüchtige lalmudtsche Kraft ergänzt ist! Man lasse e« alljährlich seine» Rector sich wählen, wie e« anf fast allen Anstalten geschieht, die mit de« Seminar sich vergleiche» lasse». Da« ist kein bloße« Surrogat, sonder» ei» wirksame«