Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 6 (1875)
- Issue
- 6. Jahrgang Nᵒ 7.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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>« 7. 1875, Isrsrttttschß .tM». Wochen-Zchrift fftt feite religiösen und sociale« Interesse« des ZndenthumS »ch-auca «In« Kr. 9rttl M 'iS» VoMattrn a. vxchtzanvl»«,«» * *«rt 1, V Sir««:»A»I-adaag: ia Stutkltaak 10flUrt; M4 (Xtci rcUt «fl.» fftMrtrrbt 1« fln«.. a. •aflaak, J>*Ca*k 11 Ml, a. Amertl« U M. tl»ri. iHhiih»», Sa« ,3»»t|4« SltttalarllaU' Wir» «tatll Winiln. f'n'amiMrtlirfwi :Nr6cf:cur ur? jUabbinet Df. A. Lreueufeis in Stettin. Magdeburg, 11. Februar. $«ferat« »erben mit tO Pf. für feie fertigt pal kn« Petitzeiie ober feereu Raum feerechnet..! Die bissOauntug früh fee» feer »GsspefeiMA» i» Magdeburg" ein treffenden ftnfeeu «och in feer uLchfteu Nummer Luftratzme. iNuzeiuummer» a »L Pf. Ogpefeitis« feer igr Vacheufcheift in Magfeefeurg. Nafeert Friese, Leipzig. Imball: MttKtl tirtifel* Da« Statut der orthodoxen i«ra«Utischen RrUgiontgrlellschaft zu Frankfurt a, SR. — Dr. Mich«« I Sach«. — Wert «HU «»» |«mf|iani(n|(ii t Drur>qtand: Stettin. LSln. Posen. — Orsterrrich: «u« BSHmrn — Bermtfilit* MUS KeiMfl« Mach richte«: Berlin. Breiiau. Nürnberg, London, London. — Aeuillet«« t Di« «aurin. — Inserate. Da« Statut der orthodoxe« israelitische« MeligtouSgefellfchaft zu Frankfurt a. M. R. Frankfurt, 31. Januar 1876. Dir liienge israeiitische Religion«gesellschaft hat nach «kehrjährigen Borardeiteu. und nachdem ein früherer Entwurf ihres Rabbiner« beseitigt Worden ist, nunmehr einen neuen Statnten-Ertwurf, au« 40 88 bestehend, alt Manuskript drucken taffen. Wir thetleu die wichtigsten vestimmungen, mit einige« Glosse«, hier mit. Wir haben un« dabet ganz ans »rthedoxen Standpunkt oerfetzt und auch einer religiösen Eienoffenschaft, der beizntreten Niemand gezwungen ist, da« ausgedehnteste Selbstbestimmungörecht zuerkannt. Wir werden daher auch solch« Satzungen nicht bemängeln, gegen di« stch der moderne Geist sträubt. Nachfolgende U 1 und 3 find die „Fundamental« bestimme ngen", dt«-nicht abgeändert werden können. 8 l. »Da« Grundgesetz der iöraelitifchen ReligionSgesell« fchast üehilath Jeschurun ist da« alte jüdisch« Religion«« gesetz, wie e« in Thorah, Talmud, und den rabbinischen Eodtce» Schulchan Aruch überliefert ist; di« in ihnen ent« halten«» vestimmungen find ihr die höchste Autorität. Ille Maßnahmen «nd Beschlüsse der Religionögesellschakt haben »ur Geltung, wenn sie dies « Bestimmungen nicht widersprechen. S »- Di« iöraelitische Religion»gesellschaft hat die Ausgabe, die Grundlagen de« Judenthum» Thorah, Awodah und Gemiluth Ehaffadim mit vereinigten Kräften zu fördern und die zu deren Ausübung und Pstege erforderlichen Anstalten und Institutionen herzuftellen und zu erhalten. Sie ist die alte jüdische Fr» 'kfurter Kehillah, die Forrträgeri« ihrer Zwetke, die Pflegerin ihrer Prinzipien und Aufgaben, dt« Erbin ihrer religiösen Rechte." Welchen legale« Rechtötitel di« Religion«g«sellschast auf« weif«» kau», die Erbin der alte» Kehillah zu sei«, wollen wir unteruche»; wir möchte« «ber da« wisse«, wa« der Verfasser der Statuten u»ter »religiösen Rechten" verstehit; sollte er etwa damit da« Recht, Ehen zu schließen und zu trennen gemeint haben, so ist denn doch die« ein Recht, da« jeder Talmndkundige hat und kein Rabbiner in der Welt wird zu sagen wagen, daß eine Eh« und Scheidung in t«r hiesigen Gemeinde, wenn außerhalb de« Wirkungskreise« ter Religionsgesellschaft vollzogen, kein« religiöse Gütigkeit habe. § 97. »Wer am Samstag oder Feiertag öffentlich ein Ee» schüft betreibt oder dieselben sonst öffentlich entweiht, «er selbstgeständlich keine» koscheren Hausstand führt oder iif» fentlich nicne?S1K ist, «der durch einen öffentliche« Art oder eine öffentlich« Schrift die Fundamentalprinzipten de« überlieferten Jndenthum« verläugnet, ist zu jedem Amte der ReligionSgesellschast, mithin auch zur Wahl in den Vorstand, Ausschuß und di« Eommtsston unfähig, und erlangt seine Wählbarkeit erst dann wieder, wenn er m«h» rere Jahre al« gesetzeStreuer Jude gelebt hat," Daß die Worte »oder dieselben sonst öffentlich entweiht" auf den nicht kleinen Thetl der Mitglieder, die stch da« »Tragen" am Sabbath erlauben, thatfächlich kein« Anwendurg findet, wird wohl nur durch rl« major entschuldigt werden. 8 81. »Der Rabbiner ist di« religionögesetzliche Autorität der Gemeinde; ihm ist die Sorg« für die Erkenntniß und Erfüllung de« ReligionSgesetze« innerhalb der Religion«« gesellschasl anvertraut, und hat er di« Kenntniß desselben durch Lehrvorträge und üeberwachung de« Jugendunter« richt« zu pflegen. Er überwacht ferner alle Anstalten t«r Religionsgesellschaft und sorgt für di« pünktliche Handhabung der religion«gesetzlichen Vorschriften in denselben, er vollzieht all« religionsgesetzlichen Act«, wie Trauungen, Ehescheidungen und Lhaltzah, und entscheidet über casuele Fragen der einzelnen Mitglieder, wie der Gesammtheit Der Rabbiner ist ständige« Mitglied de« Schulrath« und führt in der Regel da« Direktorat der lluterrichi»« anstalten der Retigivnögejellichaft."