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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1874-01-01 · 5. Jahrgang Nᵒ 32. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
5 (1874)
Issue
5. Jahrgang Nᵒ 32.
Date
1874-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M 32. 1874. Isrselittsche 5. Jahrgang. Wochen-Zchrifl für die religiösen und socialen Juiereffen deS Jndenthmus. »ich««. >—>>/, »»,<». 9nM taut. „Hk. gttfraturtl.* MiG.r eUrtit* MtL M ain P»k«»l»r» «. Attfmkuiii : I» D«i»schl»n» I» Mart, Mch v-tiirr-ich E R. Hrmtr-t«, l« H-c4.. n ■■alt« l* jt M. >Ihrl. mrlmmtM.«. »r»«ki»t», k«r 3«r. I» IU|Mtar|. r<«>amw»cll>chir .'Kcbafirm' und .'.vunicflii'tr Rabbiner I)r. A. Lreneufel» in Stettin. Magdeburg, 6. August. Sitfirtli »erden «tt 9 6fr. für die dreigefpalteu« Pettt»eU« »der der« R«u« berechnet. Bei Stederhoiuufe« Rabatt. — Vt« dis Gouutag früh bei der Orpedtttd« 1« Mgfdedurf ein, treffenden finden in der nüchfien Ru»«cr >nfnatz»e. Für den Buchhandel: »adert »riese in Lei»»tg. Inhalt. 8eteKteBrttett Ztt Sultritt aul bet Synagogen-Semeind«. IV. — Bericht« tut, »*rr«fH>«»en|*tir DeutIch. ianb: Stettin. Tolbeta. «ul Pommern. Gdhrau. »ul Württemberg. Laupheim. — Oesterret ch: wie», von der »fterretchtschen «Uitil». *ttm«. — Stuminien: Butenf» verlad. — »er«tscht« tinb netufü Stechricht««: Berlin. Münster. Lauenburg. Wien, »u« Ungarn. — VaHleteii« Baten «nfclm Stachschtld» LeichenbegSngntst. — J«serate. De» Austritt au» der Gynagogeu'Gemeinde. IV. Einhett »der Zwetlhellnn, der Gemeinden? (^.) Die Gegner der bi»h,rigeu gesetzlichen Verfassung der jüdischen Gemeinden in Preußen gehen von der Thalsache an«, daß sich in neuerer Zeit verschiedene Richtungen innerhalb der deutschen Zudenheil herau»gebildct haben; sie behaupten. daß darum ein Zu sammengehen der Angehörige» dieser verschiedenen Richtungen, ein Bereintbleiben derselben zu ei u er Gemeinde, unmöglich sei. Wir bestreiten, wir bemängeln die angeführte Thatsache ebensowenig, wie die» irgend ein Urtheil-fähiger Ihnn wird. Die verschiedenen Richtungen sind in jeder nicht ganz winzige« Gemeinde vertreten; e» würden nicht nur einige Großtgemeinden, nicht nur solche, in denen die Gegensätze besonderschroff einander gegenüber treten oder in getrennten EultuS- Berbänden oder Einrichtungen bereit» ihren Au-druck gefunden haben, ihren bi-herigen Verband lösen müssen; e» müßte eine Trenanng in fast alle n Gemeinden durgesührt «erden. Da» ist eauch in der Thal, was die fragliche Partei will nnd anstrebt, wenn sie auch, ineonsequent genug, da, wo sie dir Majorität besitzt und die Leitung der Gemeinte in Hände» hat, die Trennung nicht provoziren, d. h. die nicht zu ihr gehörigen Mitglieder nicht au-sioßen wird. Wir bestatte« aber die bezeichnet« Schlußfolgerung überhaupt; wir bestaiten, daß ein Bereintbleiben der Gemeinden unthunlich, daß ein Awlespalt vorhaulien uud eine Awetlheilung der Gemeinden »öthig oder auch nur möglich sei. Die »orbaudenen Disserenzen beziehen sich aus Lehre nnd Leben, auf Theorie und Praxi-, sie sind dogmatischer Art, oder sie betreffen da- Religion-gesetz. Ran liebt e« von der einen Seite nur die erster« Art, von der anderen mehr die -weite Kategorie zu betonen. Man hat dazu seine guten Gründe; wir dürfen. un» aber nicht auf eine» einseitigen Standpunkt stellen, wir müssen beiderlei Differenzen in Be- Erörteruugen über die Frage, ob da- Judenthum Dogmen habe u dergl., nicht eingehen, und zweiten-, daß wir auch die Juden außerhalb Preußen» in die Besprechung ziehen müffen; wo e» sich um Erörterung grundlegender oder gruudstürzen» der Einrichtungen handelt, dürfen wir wohl nicht vergesset», daß eauch jenseit» unsrer LandeSgrenzen, z. B. in Rußland und Oesterreich, noch einige Millionen Juden gibt. Da- Judenthum hat nie ein formulirte- Symbolum, ein Glauben» - Vekenntniß ausgestellt, durch desstn Annahme man sich alzum Judenthum gehörig legitimire» müßte, durch dessen Ablehnung. Abläugnung oder Modificirung Jemand au» dem Judenthum oder au» einer speciellen Confession innerhalb de» GesamnitjudenthumauSträte. Ebendarum gibt e» im Judenthum nicht zwei (oder mehr) Eonfessionen, denn eS hat keine von diese» angeblichen Eonfessionen ein „Bekenntniß* in dem Sinne, wie die christlichen Eonfessionen da» Wort verstehen. formulirt. Da» Judenlhum kennt nur eine Grundlehre, dt« Einhett Gotte», und solange alle Juden sich zu dieser einen Lehre bekennen, ist und bleibt die Judenheit eine einige and untheilbare. — Diese Sätze sind e», die von Seiten der Bertheidiger der Gemeinde-Einheil betont werden. Wir sage»: betont; denn man kann sie a f der anderen Seite nicht bestreiten*) und nur unwesentlich beschränken; während wiederum da» Vorhandensein recht tief gehender dogmatischer Differenzen ebensoivenig geläugnet werden kan,». Man ivllrde von beiden Seiten auf Erörterungen dieker Differenzen auch gar nicht eingegangen sein; die Unterrichteten auf beiden Seiten wiffeir, daß manche Lehrsätze im Judenthum stet» von Verschiedenen verschieden aufgefaßl worden sind, ohne daß dadurch ein Schi-ma alsbald auch nur in bedeitklicher Autsicht gestanden hätte; die große Menge küinmert sich um dogmatische Fragen ganz unb gar nicht, sondern sieht lediglich die vorhandenen Differenzen in Hinsicht auf orthodoxen oder reformirten Gottesdienst, koschere oder nicht-koschere Küche, Beobachtung oder Eutweihuug de» Sabbath u s. w Alle *) Wir erinnern daran, daß di« 0rttzod»ri« di« Zalässtzleil der I SOnsirwate» Mtemft, mU man hier nvd dv ein <üi«abaubfinmtnib ' berstet l«ßt. it ziehen. vir bemerken nur vrrab, daß wir auf weitschlchtige Hiüiiiiiii fni .»■/i*■ o . ■ ,

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