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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1874-01-01 · 5. Jahrgang Nᵒ 30. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
5 (1874)
Issue
5. Jahrgang Nᵒ 30.
Date
1874-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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*&*$*¥$*''*'** f»* *: JK 30.1874. I,«s,Misch* 5. Jahrgang. Wochen-Zchrift für die religiösen und foeialen Interessen deS Judeuth»«S. »»chemL 1—9*ftn. Pr*t» tud. &Urr«tKrM.* Art 6fr. «Vnd* MftrL tfi «l*ti P»ftA«t*rtt m. VachhEMttMMS-n. Mmu Attfe»vuUss: in Dnttschlan» 10 Mart, «»ch 0*O*rr«tch « %. u. Fl.autretch 1« Fr*4., ». AtMrtta ttj% ML ilftL pTlnuMMT«»»#. Beranrwocllicher Strdakleur und H-rausg-d-r Rabbiner Dr. Ä. Lrenenfrls in Stettin. gttzserat« »erbem «tt » Sgr. fttr »t* VrelgefPatteM« Vetttzetl* oder Mm Ra»» »erechMer. fM >ie»«r»EtUUDeU Xadatt. — Dt* M Sattutai früh M N» •pKtttiM tu fU|Mhr| ettttT*ffm»*M ftttdett in »er ui^ftttt Ihtutum -—- *ufm»Mu. ifftitWu »er jlf, M»ch«MschrtN ln flU|*c»ur| Magdeburg, 93. Juli. Für »*n vttch»an»*l: R»»ert Fries« tu »*t»»t,. Inhett. AettendeArtttetr Da« ist min zu IfjunT — »»» Leutlchland; Stettin. Ma«»«»ai». thrijrtni- JUntrfburg. Oiim«ftoni. »u« SBüttwmb««. — 0«st»rr«ich: Pest Lemberg - »eeMtfcht« ««» «en«st« Itachrtchl«»» Kisstn»«». DstNÄorf. Hamburg. Norm«. Pari«, vutarest. Jaffy. Rotirrdam. vereelll. London. Tschufut-Nalr. «gier. Lonftauttnopet. «u« Indira. — — («rilagt.) -enttlet»»» »u« «-«hold «uerbach'« Lrrnjahrrn. — Dritte Listdrr Sammlung für «rrichtung jüdisch« Saiseu. hänstr in Palästina. 6. SB«« ist Mutt )M tbun?*) Ls ist gtbmmtn, wir es eben nicht anders kommen konnte. Wir hatten uns nie der Illusion hingegeben, daß dt« von den jüdischen Gemeinden an da» Abgeordnetenhaus gerichteten Petitionen im Stande sein würden, der durch Lasbrt einflußreiches Wort einmal erzeugten Stimmung mit Erfolg Widerstand zu leisten. Ein Kompliment für de» im- »erhi» anerkennrnswerthen Idealismus, welchrr in diesen Agitationen für ein« dt« Religion betreffende Angelegenheit §n Tage trete, war Alles, was die zahlreichen Petenten als Loh« für ihre Mühe davongrtragen haben Und doch war dieses Kompliment gerade — am wenigsten verdient. Da» »ar's ja «b«n. Hätte es sich wirklich um dir i de a i e n G ü t e r, »w die Religion gehandelt, daun hätte Lasker Recht gehabt, jede Untersuchung darüber a limine abzuweisen So aber hatte es sich im Grund« weniger um solche ideale Dinge, als •) Obgleich und weil wir diese Frage selbst zu besprechen Vorhaben nnd zur Einleitung und Klarstellung die bisherigen Leitartikel üder den Austritt aus der Synagogen-Ge- »eiud« und di« noch weiter dazu gehörigen geben, lassen wir gern erst eine» geschätzte» Mitarbeiter feine Ansichten vorira- Si? Ls liegt uns nicht» ferner, als der Gedanke oder der nnsch, dies Blatt nnr zum Vorträgen unserer individuellen Meinungen benutzen zu wollen. Wir begnügen uns für heute damit, da», war drr Hr. Vers, über die Verhältnisse der kleinen Gemeinden in Hannover sagt, als auch auf die in anderen Landestheilen paffend zu dezrichiren und zu bestätigen Ls ist die« für solche Leser nicht überflüssig, welche, in größeren Cultusverbänden übend und sich bewegend, von d«r Aermlichkeit der Verhältnisse in den Lonbgemenden keine rechte Vorstellungen haben. Fünfzig Thaler oder in Süd-Deutschland Gulden mehr oder »««iger entscheiden da über di« Existenz einer Synagogen- Gewetud« als solcher, darüber, ob ein Lehrer und vorderer ftiaUen, ei» Bei lokal eingerichtet werden kann oder nicht. Ruf di« ganze Darlegung kommen wir zurück und bitten b«» Hrn. Vers »« baldigste Einsendung der Fortsetzung und n» beste Detaillirnug seiner Vorschläge.*)- Red. Mitleid wtt Kagm. (X. Setz« ) nur um — Geld gehandelt, und da wären vielleicht wenigtr Komplimente und mehr Geneigtheit, auf die Sache «inzug;- hen, am Play« gewesen. An der Thatsache aber ist heule einmal nicht» mehr zu ändern. Wir haben mit Sicherheit über kurz oder lang eine Gesetzvorlage zu erwarten, welche den Lasker'schen Anschauungen entsprechend, den Austritt aus der Gemeinde möglbh machen wird. Anstatt, wie es ein andere» vlatt lhut,. nachträglich Betrachtungen anzustellen, welche mehr von verletzter Eitelkeit als von wahrem Eifer für die Sach« Zeugniß «(>» legen, anstatt psychologische Analysen vorzunehmen, welche jeden denkenden Leser geradezu mit Indignation erfüllen müssen, sollten wir der Frage näher treten: Wat ist jetzt z» t h un? Ich meine damit eigentlich nur, die Publizistik habe die Pflicht, ihre Anfmerksamkeit jetzt dieser Seite zuzuwe«- den. Denn von Seiten des Publikum« scheint, den allerorten auftretenden dunklen Gerüchten zufolge, diese Frage schon entschieden zu sein. Die kleinen Gemeinden, welche schon früher kaum ihre Existenz fristen konnten, und bei denen daher ohne Uebertreibung der Austritt eines einzelne» begüt-rten Mitgliedes oft eine völlige Auflösung bewirken könnte, werden sich nunmehr an den Staat wenden und den Anspruch auf Staatsunterstützung mit Dringlichkeit erhebe». WaS der Staat den Gemeinden im besten Falle bieten kann, da« kommt allerdings an den Onen, wo eine nur irgendwie erhebliche Anzahl von Juden wohitt, wenig in Betracht. W» z B. ein Budget, sei es auch nur von 1000 Tblr, ausgebracht werden muß, da liegen die Verhältnisse schon so. das; eine StaatSunrerslützung von 50 Thlr nicht sehr in di>: Waagschale fällt. Wenn aber eine Gemeinde von 0 oder 7 Mitgliedern, die alle nur mäßig, oft dürftig bemittelt sind, einen Beamten erhalten und ihn so stelle« soll, daß er wenigstens vor Roth geschützt ist, da ist es eine Lebensfrage, ob die Gemeind« 50 Thlr. mehr oder weniger aufzubringen hat. So weit «a» bekannt, genießen von allen Jude« in; preußisch » Staate nur die in der Provinz Hannsver eine Unterstützung, wen» auch nicht vom Staate, so doch an» öf>

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