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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1874-01-01 · 5. Jahrgang Nᵒ 25. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
5 (1874)
Issue
5. Jahrgang Nᵒ 25.
Date
1874-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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r? \ f M 25. 1874. 'V;S<V^3 r*r - I„s»littschs 5. Jahrgang. Wochen-Schrift für die religiöse« «nd sociale« Jntereffen des J«deuthums. Wöchentl. 1—1»/, Büßen^ Prei» inel. .fild. Ltternturvl/' *J« /, ©ft. viertel- | Wrl. tfi «len Peftümtem n. VnchhandlnnHen.! Mntt AmsendAUG: in Deutsch!«ntz 10 Stert, n«ch OeterreUl « ß, n. Fr«ntreich 1« Kr«»., n. Anoerite ttj Dost, jährl. pränumerando. ^nonnvo»lUck»er Rrdakicur und Rabbiner vr. A. Lre«e«fels in Stettin. Inserate »erden mit 1 Sgr. für die dreigespaltene Vetitzeile oder deren Ran» berechnet. Bei Siederholrmgen Radatt. — Die di< Sonntag früh lei der Spedition tn Magdednrg ein* treffenden finden in der «Aalten Rnmmer >nfnah«e. Ggpedition der I»r. »ochenschrift in Stegdednrg Magdeburg, 18. Juni Für den Buchhandel: Rodert Friese in Leipgig. Inhalt. L«tt««d« nttUtlt Da« Schlußwort in der Berhandlung über dir La«ker'sche Resolution. — »«rieht« ««» Cortt- 0»»««««»«»» Deutschland: Berlin. Berlin Leipzig. Altona. Altona. Obrrschlesien «atlowltz. — Oesterreich: Ungarn. — Frankreich: Pari«. — vermischt« n«d nett««« Mochrichie«: Berlin. Dhürinzen. EarUruhe. Straßburg. Wen. Wien. Pest. Landen. — Inserat«. — (Beilage.) Keuillet«»» Jüdische« au« Auerbach'« „Waldfried." Bon 0r. W. ». Mit »ckch««r Rimwt schließt da» lanfrnd« l>>W» OmtUI. Sit erinnern «« die r«cht»etttg« •nwB«nni« de« md»«»en»ent< s«»«tzl »et de» Poftanstal- 1«» «I» a»ch d«i der Gxpedtttou der Jßr. Wochenschrift in Magdednrg. Da« Schlußwort in der Berhandlung über die La«ker'sche Resolution. I« Rr. SS haben wir (unter Berlin) einen Bericht über di« in der Sitzung de» preußische» Abgeordnetenhauses vom 20. Mai stattgehabte Berhandlung über die Lastrr'iche Resolution gegeben und die Reden der Abgeordneten LaSker «nd Miquel, sowie die Erklärung de» Reg.-Comm. mitgethcilt. Da» Schlußwort de« Referenten, Abg. Lehfeldr, mar in dr« Sitzungsbericht der Zeitungen nur kurz erwähnt worden. Wir tragen diese«, nach dem nun vorliegende» stenographischen Bericht, nach, um einige Bemerkungen daran zu knüpfen. Vorher noch eine Kleinigkeit. Wir haben zn unserm Referat den Sitzung»bericht der „Boff. Zeit." benutzt. Dieser stimmt ganz mit dem anderer größerer Berliner Blätter übercin, e» ist nur in dem einen etwa» mehr, in dem andern etwa» weaiger gegeben oder weggeiaffen. (Die Identität der Quell« zeigt schon der Umstand, daß überall der Bertreter der Frankfurter Separatgemeinde Schwarzwild, statt Schwarzfchild genannt war — so seltsamerweise auch im „J»raeiit") Ru« hat, nach jenem Bericht, La»ker de« Rabbiner Hirsch 7 tu Frankfurt „einen sehr uneigennützig bestrebten Mann" gesaunt. Wir haben gegen diese» Prädikat nicht» einzuwrndrn; ater darauf kommt e» nicht an. Rach dem stenographischen , Bericht hat LaSker gesagt: „Herr Dr. Hirsch, ein sehr eifri« " flet und gelehrter Vertreter seiner confesfioncllrn Bestrebungen." . Nicht ganz dasselbe! Ein Verhören oder Verschreiben ist in ' dieser Weise nicht möglich; hat der Zeitnngtderichterftatter F LoSkrr'» Wort« «in »enig adgeindert, so hätten wir ein l A llein«. Zeichen von der Rührigkeit, uüt der die Prrff« von I der betreffenden Partei bearbeitet worden ist. Man hatte o r t genug Gelegenheit da» zu bemerken! Die Rede des Berichterstatter» Abgeordneten Dr. Lehseldt lautet: „Ich bin in der glücklichen Lage, die Eommisfionsanträge nicht vertbeidigen zn müffeil, da sie keinen Angreifer im Ha» se gesunden, also offenbar da» Richtige getroffen haben. Die nackten Thatsachen, welche dem Beschluß der Commission zu Grunde gelegen habe», sind bekannt. E« exiftire« innerhalb der jüdischen Geineinden verschiedene Richtungen, tu Berlin z. B., welche» al» Muster für dergleichen ausrinandcrgehende Strömungen geilen kann, ist eine Synagogengemeivd« — und zwar die voni Staat« anerkannte, die also da» Recht hat, Zwangibeiträge zu erheben — welche man al» eine flk* meinde mittlerer Richtung bezeichnen könnt«, und äußert» m eine orthodoxe und eine resornmlorisch« Genoffenschast. Dr» religiöse Gefühl, der Geschmack der Petenten trennt sich also zuweilen nach der einen, zuiveilen nach der andern Seite hin in einer mit der Gemeindelehre nicht zu vereinbarenden Weise. Di« Petenten beschwere» sich zum Theil darüber, daß ihre alle orthodoxe Anschauung ihnen von chrer Gemeint«, deren Leitung entsprechend der Majorität ein« liberal« ist, nicht »»ehr gewährt wird; zuweilen ist ihnen dt« Gemeinte« richlung zu orthodox. Um Beispiele herau-zugreifen, dt« di» sehr leicht erklärlich machen, uin wa» e» sich dabei handelt» so ist da» Eine, daß mau von einem Gebet ».n Wiedererlangung de« Reiche» in Palästina auf der einen Seite nicht lassen will, auf der ander» Seile aber die Sabdalhfeier mm Sonnabend auf Sonntag, verlegen möchte, um sich den christlichen Mitbürgern zu atkoinmodiren. Beide» widerstrebt aber dem religiösen Gefühl der Ueberstimmten. Steht nun eine solche Hauptgemeiab« in der Mitte, so trete» Zwrigge«eiud>m nach rechr« und nach link« au». In nicht jüdische« Religionsgemeinschaften ist ihnen da» seit de» Maigrsetzru unverschränkt durch den einfachen Austritt au» der stirch«, ohne daß sie darum die Bezeichnung der Religio«, wie Ihnen du» der Herr Abgeordnete Latker ausgeführt hat, opfern «üffeu. Den Juden ist durch da» vorjährig« Gesetz aber da« Opfer

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