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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1874-01-01 · 5. Jahrgang Nᵒ 24. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
5 (1874)
Issue
5. Jahrgang Nᵒ 24.
Date
1874-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Postmeister« May« , beseitigt. Der Magistrat wird voran«. Inspektor vr. Montag und de« Stavlv^rorbneten-Voxsteher«, sichtlich dem Beschluß der Schuldeputatiou tzeitreleu. Zweiset Haft ist der Er folg der Vorlage bei de» Stadtverordneten. Chemnitz. (Sachsen). Nachdem da« EultuSministcr ium den jüd. Glaubensgenossen Hierselbst auf Grund eine» ihm vorgelegten Regulativ« die Genehmigung zur Gründung einer selbstständigen israelischen ReligionSgemeiude erlheilt hat, tonnte am 28. Mai die constituireude Gemeindeversammlung behufs Vollziehung de« Statut« und Wahl der Vorstandsmitglieder stattfinden. Die Versammlung war von 71 Mitgliedern besucht. Hambmg, 10. Mai. Mehrere Schulen dahier, darunter auch die Talmud-Thora, haben die Licenz erhallen, die ihre Schaler nach bestandener Abgangsprüfung zum Eivjährig- Freiwilligendienste berechtig«. D« im April staltgehabte Examen der Talmud-Thora hat ein sehr günstige« Resultat ergeben Es wurden iännntliche Examinanden für befähigt zum Einjährig - Freiwilligeuvienste erklärt. — Dieser Tage »urde die Talmud-Thora mit dem Besuche de« Herrn Oberrabbiners Di-. Adler au« London beehrt. Derselbe sprach sich sehr lobend über die Einrichtungen derselben au« (L. I.) gtanlfntt N/M. Dem Comite, das sich zur Gründung eine« Israel. WaijeninstitulS dahier kürzlich constituirl hat, Singen bereits ca. 40,000 Gulden zu dem unangreifbaren und zu; auch wurden demselben ansehnliche jährliche Beiträge zugesichert. Hierdurch wurde da« Eomite in den Stand gesetzt, seine Thätigkeit für die definitive Errichtung der Anstalt, welche auf hiesigem Platze zu einem Bedürfniß geworden, schon jetzt zu entfalten. ES find daher schon Anmeldungen von Äa.fcn entgegengenommen worden Leioer durfte in Anbetracht der vorhandenen Mittel nur ein Theil der Begehren berückstchtigl werden, während die Aufnahme einer größeren Anzahl von Waisen einem späteren Zeitpunkte überlaffe» bleiben mußte. Die angenommenen Waisen wurden einstweilen in Familien untergebracht, wo dieselben ein« den Zcitoerhältniffen angemeffene Erziehung erhalten; jedoch gedenkt da« Eomite, sobald e« die Finanzlage des Institut« erlaubt, ein eigene» Hau» zu erwerben. Da« Eomite, zusammengesetzt au« den verschiedensten religiösen Schattirungen innerhalb der Gemeinde, lediglich den humanen Zweck der guten Erziehung und Versorgung von Waisen verfolgend, bürgt dafür, daß sich da« Institut ebenbürtig und wiirdig deu anderen hiesigen WohllhätigkeitSanstalten anschließen wird. In der Ps«lz wird nun der Versuch gemacht, auch die Anstellung jüdischer Lehrer an christlichen Schulen durchzusetzeu Wir die »Pf. Z* mittheilt, hat der RreiSschulinjpeclor Matt im Raijertlautrrer Stadtralhe am 22. ds. erklärt: Die Anstellung von Juden fei nur „zur Zeit* ausgeschlossen. *3n Neustadt habe kürzlich eine Versammlung israelitischer -CultuSoorktänd« und Lehrer staltgefunden, in welcher ein darauf bezügliche« Gesuch an da« Ministerium gerichtet wordeg sei; die« Gesuch sei von der tönigl. RreiSregierung auf da« Wäriyste befürworte« worden, und er hoffe, daß diese Frage zut Zufriedenheit der Jtraeltten entschieden werde* Wie». Di« Wiener israelitische EultuSgemeipp^ uvlfrhiell di» vor einigen Jahren eine Eentral - Religiontschule. Kl« jedoch die Zahl oer israelitischen Schüler in dem städtischen Real-Gymnasium und in der Staat« - Realschule in der Leopoldstadt sehr anwuch«, entsendete der Vorstand der i«rael. G««estchs m dies« Anstalten Religiontlehrer, die jedoch vorläufig für diese Dienstleistung keinen Gehalt beziehen. Inzwischen wuchs die Zahl der israelitischen Studireuden in der Mittelschule Im verfloffenen Schuljahre 1872/73 befanden sich deijpieltwelse im Akademischen Gymnasium 270 israelitische Schüler. E« ist nun selbftnerftchtdlich, daß e« im Interesse der Sach« läge, wenn dies« Schüler den ReligiouSllnkerricht i» der Lehranstalt sübst, genießen würden. Di« Qkua ioeaelietsch. Gemeinde H^M jedoch keinen Fond, ariA welchem dieser Unterricht bestritten werden könnte. D«r Borsianh der Gemeinde wendete sich daher an den Land'«- schukralh iy Niederösterxeich, damit auch hier da« Gesetz vom 20. J»ti 1872, »ach welchem der Gehalt de« Religionslehrer« aus dem Auswande der Schule zu bestreiten' ist, zur Geltung komme und itraelitisch« Religionslehrer in jene Schulen, wo die Anzahl der israelitischen Schüler beträchtlich ist, entsendet werden. E« steht wohl außer Frage, daß die« der Fall s,:in werde, da eS sich doch nur um die Ausführung eine« (itsetzr« handelt. Hon. Eapellmeister Juliu« Sulzer, der Sohn de« Ob.-rcantor« in Wien, welcher gegenwärtig hier wein, hatte kürzlich eine Audienz beim Heiligen Vater. Al« dieser vor d:m Weggehen Sulzer'« die Hände aurstreckte, um den Besucher zu segnen, wehrte dieser mit den Worten ehrerbietig: „L:rgebung. Heiliger Vater, ich bin JSrarlit und .. .* — „Run denn, mein Rind," erwiderte der Heilige Vater, so segne ich Eie nicht al« souveräner Pontifex, sondern als einfacher Grei^; das bringt immerhin Glück." Da« französische Journal, b:m wir diese Anekvoce entnehmen, fügt übrigens erläuternd hinzu, daß Eapellmeister Sulzer der Sohn voni Großrabbiner de« Wiener israelitische» Consistoriums sei. (?!) Pest, 29 Mai. In dieser Session wird noch dar Gesetz über den israelitischen Schulsonds erledigt. Tresort wirb ven diesbezüglichen Bericht zu Beginn der nächsten Woche vorlegen. Der Bericht stellt sich entschieden aus die Seile der sortschrittSfreundlichen Israeliten, wird jedoch Iren Ansprüchen der Orthodoxen durch finanzielle Zttgcständniffe an ihre Schulen gerecht. Aus SebeS-Relleme« wird der Maschauer Ztg.* unterm 25. Mai geschrieben: Heute Morgen-, al« mau sich zum Gottesdienste in den Tempel begab, machte man die Entdeckung,!u»ß ein Fenster de« Tempels eingebrochen, und aus der hälizen Lade eine Gesetzesrolle, im Werthe von 100 fl. entwendet worden war. Dieselbe hatte ungefähr zwei Fuß Höhe und war mit einem blauen Sammetmäntelchen bekleidet. — (Jore Deah 1, 4 Anmerk. Red.) Hlllaad. Aus den überaus zahl- und umfangreilhen Berichten über die Jubiläumsfeier seitens jüdischer Gemeint««», in Synagogen, Vereinen u. s w. ei» Curiohyn: Die Juden in Zütnhen haben Ihren Majestäteit am — Matzemasänne zum PräseM gemacht. Barrantznilla (Sieu-Granada). Die hier wohnenden Israeliten haben sich zu einer Gemeinde constituirl und dieselbe Communidad iaraelita Colombiana genannt. Die >Gemeinde zählt 64 Seelen. Seit acht Jahren besaßen w>r eine» Friedhof, jetzt werden wir einen Thal des neu angelegten allgemeinen Friedhofs erhalten. (Arch. J«r.) Et. Loni«. (Or.-Eorr.) In der Redaction der non vr. Wise in Tincinnalt herausgegebenen jüd Zeitungen „JSraelite* u. „Deborah* werden vom 1. Juli c. ab bedeutende Aenderungen stattfinden. Bon diesem Tage an tritt Dr. Sonnenschein, Prediger der Schaare-Emeth-Gem-inde in St. Loui«, ehemaliger Herausgeber einer homUetischrn Wochensch cift i» Prag, in die Redaktion dieser Blätter. 1 — Seit 1. Januar c. erscheint in Eincinnati miter dem Titel ,ll«drev Sabbatb »obool Vioitor^ und unter der Redaction de» vr. Lilienthal ein Wochenblatt, da« auSschließe lich den Jntereffen der Religionsschule und den im Alter »o» 10—14 Jahren stehenden Schülern derselben gewidmtt ist — Um den Sonntagsgottesdienst zu rechtfertige«, stellte ein Reform-Rabb. von Chicago denselben al« 'w N2V bin, analog dem alten "w N0«sl Allerdings find hzzx sehr viel« Leute: l.IpNN ^12 1A CTKO» „unrein in Bezug auf die Seele, vom rechten Wege weit entfernt."

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