Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 5 (1874)
- Issue
- 5. Jahrgang Nᵒ 22.
- Date
- 1874-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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— m — nnwdUtM|M AisW«. Ich mr noch febrtMQ, eisder bersthnitt'Jäger Ta Ich Bncaffem in unser Parti Tarn, den» "»ein Vater handelte bisweilen mit Feuenmrffen, dir er von 'den Söhnen der Engländer kaufte. Linst ekzäblte dieser Jäger ^deu Kampf zwischen zwei Löwen und einem Eber, die er belauschte. Ach spielte neben seinem Knie«, und kein Laut seine» Munde« «tging mir. Da« unreine Kunjar siegte im Kampf mit den Löwen; aber, nachdem e« den Herrn mit der falben Mähne erschlagen und sein Weib verhöhnte, richtete sich die Löwin K. Rache auf und schrie mit donnernder Stimme: E« ist Sieger außer Sott! — Ja, meine Väter, e« ist kein Sieger außer Sott l Soll sein Name zum Spott werden Mnttv den Söhnen JtmaelS? Da« fei fern von un«! Wa« liegt an meine«-Lebe»? Rag ich sterben, daß der Heilige, gelobt fei er?gt-r1efen werde, der Sott meine» Barer«, daß die Stirn seiner Widersacher sich mit Slanb bedecke! Ifatn, sagte ein alter Ehacham, *) komm her, meine Tocht»,fhqß tch-Dsth jtzgnt. «che. wer gegen die« Kind ein Won zu sagen wag«; denn der Seist de« Herrn ruht auf ihr;, sein Wille geschehe mit ihr und mit un«. Amen, sagte die Versammlung. Sie beugte sich vor dem Sr.'ise, der ihr segnend die Hände auf da» Haupt legte. Der Kadi, der iin Nebenzimmer die Verhandlung mitangehört hatte, entließ die Juden mit der Versicherung, daß sie ni4B»'jf«'fM4fcn*l>äita» da sie ihr Work gehalten; zu Esther über sprach er: Unglückliche, hartnäckig im Jrrthum, Deine Stunde ist gekommen. Ich gehe Dein Todesurtheti au«zufertigen und -kaffe e« noch heute untrrzeichi.cn. Morgen wirst Du vor Deinen ewigen Richter treten. Er schenke Dir seine Gnade. Haft Du »och einen Wunsch? Soll Einer Deiner Weisen kommen, mit Dir zu beten? Da« Mädchen war todtenbleich geworden; nach einer I Weile erhob sich da» lieblich« Antlitz, an de« keine Muskel bidte und sagte: Ich danke meinem Herrn für seine Freundlichkeit. Er gewähre mir Ruhe und Einsanikeit. Mein Gott ist mir nabr^ ich bedarf keine« Menschen Aber ehe man »um Abend- * jtaMsflflcke miir kstßch, -ich «ftW, Deine beiden kleinen Märchen, daß sie in meinem Zimmer spielen. Nachdem Esther, die alle Nahrung zurückwie«, einige stunden'allein zuaebracht hatte, kam ein« Sklavin mit den Ktnkern, und so fand sie der Kadi zwischen seinen beiden *) Xafcbi der Portugiesischen Gemeinden. i cht«bl»D«n auf ho« Teppich sttzaab und charuila« mit.ihnen schränk ' Meine Tochter, sagte er, nicht ohne Ehrfurcht an d,r Thür stehen bleibend, ich stör« Dich, verzech, aber ich glaubt« Dir einen Sefallen zu thun. Ein« Maurin, die Den:« Familie kennt, wünscht Dich zu sprechen. Soll nan ft hrrrinlafsen? Sie nickte und bat ihn, die Kinder mitzunehmen. Zn Gedanken vrrsunken blieb sie. nachdem der Kadi geganchin war, auf dem Teppich sitzen Wer tonnte e« ander« sein als Tahara? Wie kam aber diese nach Fez, und wa« konnte sie bringen? Und :n der Thal, e« dauerte nicht lange, so öffnete sich die Thür, und Tahara schlüpfte herein, bleich und wie un mehrere Jahre gealtert Sie blieb am Eingang stehn ui d wagte e« nicht die Jüdin anzublicken. Esther stand aus, ging auf sie zu und faßte st« liebevoll bei der Hand. Du hast mich noch ein Mal sehen «ollen, Tahara, sagt« sie weich; sieh, da« ist freundlich von Dir. O, ich wußte, daß Du mich liebtest, trotzdem. Die Maurin brach in «inen Strom von Thränen au«. Sie warf sich nieder und schlug mit der Stirn aus o, n Boden. O meine Tochter, rief sie, wa« habe ich gethanl Haue ich ahne» könne», daß «» dahin kommen würde. Ich guiuate Dein Glück zu befördern, und ich stürz« Dich in de» Too. Dein Blut wird über mich kommen, und ich werde nutzt Ruhe finden auf der Erde noch im Grabe. Nicht doch, Tahara, sagte Esther, sie aufhebend, ui. m Blut komme nicht über Dich. Ich weiß, Du hast e» gut gemeint. Du hast keine Schuld an dem Gesetz, da« mch zum Tode verdammt. Fasse Dich, der barmherzige Gott wird auf Deine Reue blicken. Wa« klagst Du? Sie wollen <m Opfer haben auch ohne Dich. Sprich, hast Du jüngst meine Ettern gesehnt-Tahara. Sie sollen e« nicht haben, rief Tahara sich mit «oiit-er Gebehrd« aufrichtend, gehöre ich nicht zum Stamin der Waitolföhne von Angad? Aber ich lernte in Städten leben u,d wurde feig gleich den Maure». In,Deiner Gefahr «rum i tt ich mich meiner Abtunsl; ich floh zu meinem Slackme nad suchte einen Mann, der Dich errette. Ich habe ihn gesund, n. Heut um Mitternacht wird der junge Schelk der Söhue Angad in Dein Zimmer kommen, er wird Dich auf seinem windschnellen Raffe außer dem Bereich Deiner Feinde tragen Esther blickte erstaunt auf Endlich sagte sie zweifelnd: Wohin reicht nicht der Arm de« Sultan«? (Schiuß s) Inserate. l5<5] Di« in unserer.Gemeind« vacante Stell« de« ersten Eantors soll baldmöglichst, ober spätesten« am l. Januar 187» wieder besetzt werden. verlangt werden: gute Stimme, mnflka lischt Kenntnisse, entsprechende« hebräische« Wissen und Leitung de« khoc». Fixe« Gehalt 1000 Uhlr. per nnon. Meldungen mit beigefügten abschriftlich-beglaubigten ' Zeugnissen wird b» zum 1». Juni c. entgegen gesehen. BeutdenO/Sch., im Mai 187«. Der Shiutgogeo-Ke«ri»de-B»rßat>h. 147} In unserer Gemeind« ist die Stelle «ine» ersten Cantors trab 'Qtatüften Neltgtooölehrer» an 1. Oetoder er. neu zu besetzen. '—Derselbe muß Bul Kore und im Stande sein, einen Thor zu leiten, sowie befähigt, den Schauchet in Behindern ng«- fällen zu vertreten. . Feste« Gehalt 600 Thlr. pro anno und freie Wohnung Bewerber wollen sich unter Einreichung ihrer abschriftlich beglaubigten Zeugnisse und »ine« enr/joulnna vitae an «n SuKkzeiHiieteN' G««btn. Reisekosten werden nur dem Gewählten vergütet. Stolp t. Pommern, im Mat 187«. Der Vorstand der Eynagogeu»Gemet«de. _E. Hepmann._ Baeaute Stellen. 1«8] In der hiesigen Gemeinde ist die Stelle «ine» Obercanror« und Baal Kore bald zu vergeben. Gehalt außer erheblichen Nebenemolumenten 7—800 Thlr. Außerdem ist auch noch die Stelle eine« zweiten Lantor» und Schächter« I vacant, mit welcher ein Jahrrsgehalt i von »00—600 Thlr. mit deveuleuten Nebenemolumenten verbunden ist. Die baldige Besetzung beider Posten ist erwünscht Ratibor, im Mat 187«. Der Vorstand hiesiger Gyaagog.«Ge«etode. lui Bacanz. Dt« hiesige Räddinerstelle mit einem fixirten Gehalte von 1000 Thlr. ist vom 1. Sept. er. zu besetzen Bewerber mit talmudischer und akademischer Bildung «ollen sich unter Ueberreichrmg ihrer Aeugniffe bi« zum 1». Juni cr. bei dem Unterzeichneten Vorstände melken. Die Ertheilung de« Religion«»»! erricht« ist mit dieser Stell« verbunden. Kempen (Prov. Posen), 37. April 181«. Der Vorstand der ilr Lorp»r»ri»i. Lamd«n <ör»«h, 5 Thetlr in 1 Lederband (sehr selten) ä 10 Thcler offerirt L. Eohe« in Hüt« bei «refeld 1.4: