Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 5 (1874)
- Issue
- 5. Jahrgang Nᵒ 13.
- Date
- 1874-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Dtrschau. Bukarest, «lunco. — Inserat«. Zur Wauder bettlerfrage IL 6. . , 8. Mär, 1874. Weh«, xn» ich redel Weh», nenn ich schmeige l Dt« IBmtaActtrUifrdgt (Leitatt. z» Nr 9) ist wahrlich, Bk ek «tt Recht bnMtkN, kein heiteres Pnrim-Dhema, Mw «in r»ch« trtWt n»h delrNdenher Gegenstand, Hesse» IdMtni Ml ResPG«chnnG nns |(Mii«1 mit Schmerz er» Rist. Oder nnter «eichen Ewpstndnngen ist wohl Ihn,« je» »er Artikel «ns »er Feder, Mer richtiger nn« der blutend.« Seel« $rfM|rif ttk ^>1» ist es gekommen, Denn Männer, denen «in warmes Her chr M* leidenden Brüder bn Busen schlägt, scherntar gegen . e Hninanität «de» «ns Humanität zn schTeillen nnd |M sprechen gezwnnge» find; wenn der Rabbiner, her seitherige Benegor (Küriprecher) der »rmrn, de» Anschein imch nnn ihr stategor (Anklägrr) »erden muß; wenn wir hentige« Dag« dnrch den Schwindel, der anch in dieser Branche >rtti«h«n wird, dnrch die „Entwerthnng* der vrchim nnd ihrer Vnpier« in melen Fällen «n Capital nnd Zinsen in dieser nnd jener llSeit »ei Antlibnng der Mizwah irre werden «tssen- Wi< «ehr thnt es, wenn wir, statt nach Vorschrift nnd perssnlKher Neigung zn rnfrn: „gebet. gebet selbst hua» den mal,* sfters mahnen müssen: »gebet nicht!* Und doch »nh es geschehen, sowohl zn« Besten unserer einheimiichr» als noch «ehr znm Heil unserer wandernden Annen. Wehr! wen« wir da schweigen, wenn wir, trotz Berkennnng und trotz eigene« Widerstreben» nicht inimer wieder unsere Stimme erheben und nachdrückllchst mahnen, den Krebsschaden auszufchnridcn. bevor nach Innen und Außen da« Uebel weiteres Verderbe» um uns her verbreitet. Rach Innen durch Bergislung der besten Säfte und Aufzehrung der gesunden sträfle unserer Gemeindekörper; nach Außen durch inimer häufiger sich zeigenden Chillul Haschern und durch das vermöge der ÄUtglichkcil und Lächerlichkeit der vielen unwürdigen, unverschämte« jüdischen Wanderbetiler uns zu Theil werdend« Hi- «eün« und rroderu« Goius. — Das muß anders werdeu! Unsere Zeitoerhältniffe, unsere nichljüdiichea Mitbürger habe,» da« Recht, laut mit der Anforderung an uns heranzutreter, dieser »Landplage* nach Kräften zu steuern. Und daruvi, so wehe es Ihnen gewiß that, geehrter Hr. Redactenr, griffen Sie wacker und fest ins Wespennest und deckten manch wunde Stelle auf, die, dem verderblichen Schnorrwesen vo.» schub leistend, zu beseitigen und durch das kunstfertige Seci» mrsser der Herren Aerzte selbst auszuschneiden ist. OlracK«.- wim diinhnru bedibreeb« m l »Ihr Doktoren seit vo> sichtig mir euren schriftlichen Worten,* mit euren, von ruh erbettelten ärztlichen Attesten, di« von den herumziehende» Bettler» nur als Bettelinittel benutzt werden Allein «oh mehr als den Herren Aerzten möchten wir einer andern Pc* tegorie von Chachamim zurufen: Seid vorsichtig mit eitren Attesten! wehe thul mir« dis ins tiefe Herz hinein, «s auszusprechen, daß die meist von Rabbiner» und Gelehrten (zuweilen sogar van Borstäuden) ausgestellten Armuthszeugnisse und Empfehlungsschreiben den wandernden Armen nichg anderes als eine willkommene Handhab« zur Bettelei stur. Sie bemerkten mit Recht, daß die sog. Flatower re. Bettler, die uns fast alljährlich heinisuchten und brandschatzten, sich von Jahr zu Jahr vermindern Denn dem „abgerissenen* von Hau« zn Hans uuiherziehenden Schnorrer glaubt kein Mensch mehr betreffs seiner Achtbarkeit und Würdigkeit. Da aber kommen die Hochstapler und ziehen, wie man einen Wech» sei zieht, ihr Kesab (Attest) oder ihre Keaabioi mit ernst feierlicher Miene hervor und pochen auf ihren Schein n,:d verlangen wo niöglich noch unser Gefälligkeits-Giro darunter, da wir doch nicht besser over schlimmer sein werden, als die andern vorstehenden Giranten, die den Bettelwechsel untei.» schrieben oder ausgestellt. Zumeist aber entpuppt sich au« dem Vorzeiger solcher Echnorr-Werthpapirr« rin ganz gewöhnlicher, ebenso „abgerissener" Bettler, wie die Flatow.-r und Tonkonen. Wir geben zu, daß der Mann früher «in respektabler, der Unterstützung würdiger Mann gewesen, und der Attestat vollständig bonfc fide gehandelt haben mag. Aber der ihm in di« Hände gegeben« vetteibrirf. den er dann wie ein Patent, wie eia Privilegium zu feinem Handwerke 391499