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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1874-01-01 · 5. Jahrgang Nᵒ 12. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
5 (1874)
Issue
5. Jahrgang Nᵒ 12.
Date
1874-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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4v-v*A. -j 12.-1874. «. 5. Jahrgang. t Wochen Schrift fit die religiöse« und sori«lm Altereffen des Judeuthums. «Mt tad..tak.MMMBM.* KM «Mi tteftliBtera a. 0a4ttakteaa«a. m MM*: te Man»«« M «Ml M OninH4 •«. «JraiM4 U |M. >■ > •(»•kill»« ktt 91t. te «U|H*W|. SnannMctli^« Stcbafinn und ^«»»grtur Rabbiner vr. 2L. IrmtfrU in Stettin. Msqdeburq, 10. März. »«Be» »rtt > Vgr. fSr Ne Ntt»tteGlli»e Oetttgetl« «Nt km fUnm kw^int Bei •i«kr^m|M Siktt — Die Ml Cm»| frft| M Nt IpktHw» i» ftefWNr» Hk treste»N» fteNm te ftftv N» MktMl: liiltrl ftrltft te «echgi». WHitur-' RiMMt »rakstttt« und vegrrbniß (Schluß) — »erichtt »»» Torresp,»»»»^»» Deutsch!aadr'Sttt. Um. »»jkrtara. 0*Un. 8un*wf. Zstpst» — vefterreich: »«. — Schm«»,: »«au. — »erMtscht« «u» «muffe NteOrtch« «Ml «trfhL haaaoa«. Neuftett«. Lmdtturg a. W. Wetzlar. »im. «n»ß»-rd«>u. Pisa. 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Aber sowie e« katholisch«, protestantische, i«raelitische Sotte»hä«ser gibt, »nd »an nicht i« Namen der Toleranz verlangen darf, daß r» «*r einerlei vethLuser geben dürfe, und di« vorhandene» fustonin «erden müfien, so verlaugea wir einen getrennte« Friedhof, «eil wir ihn, wie die Synagoge, al» eiue de« Lull«» geweihete StLtte betrachten. Sonst aber lehren wir die Einheit de« Menschengeschlecht«», wünsche« Vereinigung in der Schule, in der bürgerlichen, in der politische» Gesellschaft, lehren Sleichhett in der ewige» Seligkeit. »Demnach (schließt er) gibt e» für un» nur zwei wünschenkwerlhe Systeme, entweder da« holländische Gesetz, dem zufolge die verichiedenen R.ligioukgemeinden besondere Friedhöfe für sich anschaffe», wahrend die Stadt Eommunalsried- HSie, dt« Allen offen stehen, einrichlet; oder da« (französische) Gesetz vom Prairial, w.lche» noch jetzt in Belgien gilt, diese» 'Gesetz so strikt an«geiegt, wie r« der bürgerlichen Behörde beliebt, d. h. also: Thellung der Begradnißplatze nach den Lulttn, mit dem Rechte der Staat»behörde, jede ««»schließlich« Maßregel znrückznweise». Wollt« «an aber einen einheülichen Friedhof schaffen, so würde man, im Ramen der Freiheit, «ine neue, durch kein soziale« vedürsniß gerechtfertigte Intoleranz zum Gesetz erheben." Der einzig« Sinwaud, de« die „Jndep." in ihrer Dupli^ vorbringt, ist die Behauptung: .Da« BegrLbniß ist keig religiöser, sondern ein rein bürgerlicher AV, »nr dis Polizei hat die Vorschriften darüber zu geben." Da« sind offenbar zwei einander entgegeugesctzt« Stank punkte, di« sich nicht vereinigen lassen. Frage» wir zuerst, wa« denn die Liberalen Belgien« gegen di« bigherige Gesetz, gebung und Praxi« in Harnisch bringt. Warum soll flky Haupt «ine Leuderung «intretea, und wa» wollen st« von uu«? Di« Antwort ist leicht zu finde». Die Praxi« dm Juden kann ihnen keinen Anlaß zu Beschwerden geben, «otzl aber gibt die der katholischen Kirche dort täglich solche» An« laß, und die Beschwerden sind gerecht, die Zustände mögen wohl al» unerträglich« bezeichnet werden. Jeder weik wie di« katholische Geistlichkeit e» in ihrer Hand hat, ky Freidenker, dem Ketzer, dem ohne Absolution Gestorbenen, denz Unkirchlichen, de« nicht regelmäßig Beichtende«, in gemischt«^ Eh« lebenden rc. rc. ein ehrliche» BegrLbniß zu verweigern. Sie übt die« Recht willkürlich, hier drückt sie mild« ein Angp zu, dort tritt sie schroff auf; solang« e» nur katholische, der geistlichen Juri»diction unterstehende Kirchhöfe für den katholisch Geborenen gibt, können skandalöse Vorfälle, rein« Vergewaltigung nicht-orthodoxer Katholiken nicht ««»bleiben. Jp Belgien müffe» sie, bei de» erbitterten Parteikämpfen zwischen »Klerikalen und Liberalen" täglich Vorkommen; der Staat muß seine Bürger gegen die Gewalt de« Kleru« schützen, er muß vegräbnißplätze schaffen, über die der Kleru« keine Macht hat, da» ist sonnenklar. Aber wa« will man von un«? Astruc hat in seiner, dem Minister überreichten Denkschrift gesagt: „Die letzte Ruhestät'e wird bet un« allen Mitgliedern der jüdischen Gemetnde gleichmäßig gewährt, e« wird vorher in keiner Weis« nach dem religiösen Leben de» verstorbenen gefragt, auch di« notorisch Schuldbeladenen werde» nicht «»«geschloffen." Damil ist, in schotender Weis«, ohne Polemik gegen Andertgläubigs >

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