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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1874-01-01 · 5. Jahrgang Nᵒ 7. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
5 (1874)
Issue
5. Jahrgang Nᵒ 7.
Date
1874-01-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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bet den -*i Wk^aAemei- SaMMändigL. id (rooflen aüchr 9Mr8t e . Jftab-. „Worumbeweist, — so sind sie gerade nach für die Gemeinden, um diese Aber Rtchtrsbbin» vollzogen werden kann (was ebenfaüs zugegeben wird), so ist doch zur VMsehungi dex. r«iigi-ieu Hnnolnngen, wie der Trauung«« Ehescheidungen ic die Iken ntniß der bestehenden religiösen Vorschriften von Zeilen deffcn, her diese Handlungen vollzicht, unbedingt uöih^g,. um so m«hr, als bf\ Richlbrodachtung derselben dies« Handlungen nach he« jüdische» Gesetz« null »nd nichtig find. Such bestehen mosaisch« und radbinische Verbote gegen Hchl eßung mancher Ehen a»S verwandtschaftlichen und anderen religsösen Gründen. Wer andernun als her zur Führung eine» Rabbiner-Amte» befähigte und autorifirte Gelehrte soll und kann de« Gemeinden und den einzelnen Mitgliedern hie Garantie geben, daß diele und ähnliche so, wiche religiöse Handlungen nach Vorschrift geschehen find? «- guch picht nöthig, daß die Rabbiner selbst solch« Hand» lnngm vollziehen, so doch, haß sie dieselben überwachen und zur Vollziehung derselben nur diejenigen Personen autori» firen, von deren Befähigung sie überzeugt find. Außerdem haben die Rabbiner dafür zn sorgen, daß die religiöse Trau» «ng nicht vollzogen werde, bevor die zur bürgerliche» Gültigkeit der Ehe erforderlichen Urkunden uachgewieieu find, weil jeder Andere, der ebenfalls eine religiöse Trauung bei d«u Inden vollziehen kann, bei Uebertretung dieser gesetzlichen Bestimmung der Strafe de» 8 33 de- Reich-strafgesetzbuche» nicht verfällt. Hiernach könnten die vielen nicht autorisirten Privatpersonen ungestraft religiöse Trauungen bei den Juden vollziehe», ohne daß vorher die bürgerlich« Trauung stattgefunden, wa» in der That auch schon häufig zum Rachtheil der betreffende« Familie« und der Sittlichkeit geschehen ist. Ferner bestanden in allen Zeit?« und bestehen auch jetzt noch die Functionen der Rabbiner darin, l. über die verschiedenen an sw gerichteten kasuistische« Kragen -n entscheiden, 3. die rituale» Schächter zu prüfen «ad fi« zu überwache», 3. religiöse Vorträge an Sabbath- »ad Feiertagen und bei gewiffe« freudige, oder traurigen Ereignissen, dw Famüi« oder da« Vaterland betreffend, abzuhaltea, 4. den Unterricht in der Religio» uud de» übrige» jüdische» Fächern zu erthrilen oder z» beaufsichtigen. Sowohl di« freisinnigen wie die couseneative» Gemeinden sqrderis diese Fnuctipnen vo» chreu Rabbi»»«, «nd viel« derselben bri»gen groß« Hhs« für die Suftelung uud Besold»« ihrer Uabbfrsr Pemuach steht'«- rÄiMVEL'VLVS nur als Gelehrte Sachvttfiänj rer »Mach« U' it als Geist» sür die Pfleg« find, — im* |t wie der christlichen Geistlichen^ um bei verschiedenen Beranlaffungen, 1« verschiedenen religiösen Richtungen bei jeder Brraulaffung gewirkt. ' Ungeachtet de» nachgewiestneu Brdürsmffs» .stnd hgch di« meisten Gemeinden ohne Rabbiner, da unr die größere»'und vermögenderen solche standesgemäß besolden können. De» mittleren sind I-jnerrn Gemeinde» aber, di« bet Weite« die ^V« Anzahl' aNSmachen, ist efaktisch unmöglich, di« ersok» anftomme«, Uebergriffe Bl »en Ansichtd find, — mehr «och jetzt nicht, bin»- oder di Üche wäre», ein religiös« Gegenständ« zu belehren und in zweifelhaften Fällen ihr Gutachten abzugeben. Luch zugegeben, daß dieseebenfalls durch and»« anerkannte Gelehrte geschehen kann, so befind«» sich solche in sehr gering» Anzahl' in "einzelnen Gemeinden jetzt nur «och vor, und auß»d«m stnd dies« Privatgelebrtrn nicht verpflichtet, solch« Dienste zu leisten, We»» endlich daS Judenthum auch keinen Unterschied zwischen Laien' und Geistlich«, iMnt-»»*- demgemäß jede-vetigiSs, Handlung -deeiichen Mittet aufzubmu-en^zumsl sie-fü«' a«d««e Enltn«, zwecke, wie für Lehr», vorbrwe, Ekdammg'UNd Untnhaltnna d«k Eg-agogeu u. s. w. di« sLmwtliche» äo^u ÄfüÄs'e, habe». Unt» diesen Verhältnissen find di» jädisch-retigfrfmt AggelegenheÄeii, i». sehr vielen Gemeinden verwabrlüst. üitd ist e« zu dkfürchse», dsß Mefe Hffp/thzt-hM noch imm» «chc alle»thalbtn.mch,M i,'v»Areoz,AsMuMM W nehmen wird, wenn nicht durch dt« von unS verlangten gesetzlichen Bestimniungen dem beregten Uebelstand« abgeholfe» wird. Sine freiwillige Bereinigung mehrerer Genteiiwsn zur Annahme ripeL gemeinschaftliche» Rabbiners stößt in d-r K-f gel, w»« di« Erfahrung lehrt, aus viel« Schwierigkeiten; Bvx, erwähnte Bestimmung würde q»ch entsprechen dm^ Mn jüdischen Borschrist, die,also lautst,; ^Jed« Gemef^x hfl JSraes ist verpflichtet, einen große» Weise», d» goUstfürchstg «ch beliebt ist, apzustellen, um da» Volk znrechtWveisz» »nd.ztz besser».- (MaimoaideS über die Bujp, fkqpstel 4, 8 3) JtJ J Durch Gewährung dies» in Vorstehendem dsrhstchMf neigten Berücksichtigung Eurer Exkellen» v«rira«eqSpoL unf&t breiteten Sitten würden außerdem noch viele J»ro»ve«ienz«At welche aus der bi»h»igea Nichtanerkennung der jüdisches Eonsession auch selbst für die Staatsbehörde» entstehen, hg, seitigt werde». — Die gehorsamst Unterzeichneten glaube»,.daher, mst.dss, größte» Zuversicht »warte» z« dürfe«, daß i» pniexe« .gstM reiche«, gerechte» uud a, der Spitz« der Eivilisano, ftehqstM Staat, der Grundsatz: „Gleiche Pflicht«»,.,gl,sich« Rechts,- endlich auch a» ds» Juden zu, vofle» Wahrheit «»ds. - ....; Schließlich, bemessen, «it noch gehorsamst, . haß wir an E«. Excellenz den Herrn Minist» de- Juner» fißt gleichlautende Bittschrift gerichtet habe«. , Der Borstaud der jüdischen Gemeinde: Jesezch Wkßtz-r. 8ivg,et«v»- -glSH«, Michel Ä-ser. «um» Gchlch. 6tp?« Kvöch,, __ 3» Kahn, hdes-Rabbiner. . •) 1SU «nichtig» «U Mtf« »ich» setze «rhedttch» »«st»» ist m» eines j«wische» »«Mch«, Art de» »«tztsMetzmwInn,»» *Wr »sesch«ivung«.»nrrL,e UN» (Mfim. Ge es.ßch.d», «n.dft fr Ma ftf schied«»» «te»i« W Vnsichmw, «iedeetzelemlich. »ormsche^d«»« ' »geistlich« Sshnemrsnchehemdelt, da ee'gni'riri tee Staat »«»a». »tne». »a »eiß »e'ttz» 1» find»»', adnahi «e q»1«ß nicht««»» ed« «nfant — natürlich «« «U .«atztgefre«»,- «atttebM« nicht «mit ein« «Glich« Litulainrl »r »erlan-t dies» Lienst»«IMMtM «nsmist doaaei. mm*l .. -

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