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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1874-01-01 · 5. Jahrgang Nᵒ 6. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
5 (1874)
Issue
5. Jahrgang Nᵒ 6.
Date
1874-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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(r - Mtfatkl (btw in Pari» »nd Oxford befindlichen arabischen - ** OrigteoU brr ^erzenspflithten"), zu manchen neuen Resultat«» Pt konimen. — Wie ich höre, wirb dt« preisgekrönte Schrift, die gewiß auch in weitern Preisen viel Interesse er» ”* »ecken wird, binnen Kurzem durch den Druck verSffentlicht »erd««. —!ßon dem mit vieler Wärme und in edler Sprache gehaltenen Vorträge de» Herrn vr. Porge«, iveicher hernach r;v' Ui Namen der diesmal aus dem Seminar entlassenen Rabbi» »er dt« Abschiedsrede hielt, will ich nur soviel erwähne«, daß . « dal Leben, besonders aber das literarisch« und religiöse Wirken des Rabdenu Tam zum Gegenstände hatte, und es 1' »erstand, dir Gestalt des großen Tossaphisten in kräftigen Zü» . gen dem Hörer vor die Seele zu führen. — Nachdem er ge» . ■ endet, ergriff.der Herr Direktor Frankel auf's Neue das , Dort, um an di« von der Anstalt abgehenden Schüler einige *r herzliche Worte de» Abschieds zu richten Doch es waren k »ehr ai» einfache Worte dis Meisters an seine Jünger» welche dir mit Bewegung und Andacht tauschend« Zuhörerschaft ver» nehmen sollte, es war eine au» dem Grund« der Uederzeug- »ug und der langjährigen Erfahrung hervorquellende Kund» , gedung über den Rabbinerberuf und die heutzutage seiner harrende» Schwierigkeiten. Wie wirkungsvoll mußte im Mund«? des hochverehrten, im Dienste de» Judenthum» und der Wis» fenschaft, sowie im Kampfe für ihre Wahrheiten ergrauten Mannes di« Mahnung sein, nicht di« Zeit und ihre wechseln» den Meinungen Oberhand gewinnen zu lassen über die in innerster Gesinnung beruhende eigene Anschauung, anderer» jj . feits aber auch nicht die Zeit zu verachten und im Gegensatz «I den frühem Jahrhunderten zu schmähen. Wer heute re» . ligtüser Leiter einer Gemeind« sein will, der dürfe nicht an kl; feinen Zeitgenossen verzweifeln, dürfe nicht da» Volk Gotte», jj. »i* «tust Elija, für schlecht und abtrünnig erklären. Al» je* 1 »er für Gott glühend« Prophet die» that und an seiner Auf» gab« irre wurde, da erging au» dem «leisen Wehen" der Gotteserscheinung die Aufforderung an ihn — abzutreten Lf;‘ ‘ von dem Schauplatz«, sich einen Nachfolger zu bestellen. Mit solche» und andern Hinweisen besprach der verehrte Redner den Beruf des Rabbiner», der, wenn nur stet» in seiner gei» jf Higen Höhe cmfgesaßt un) geübt, immer ein in sich lohnender ist- — Ai» die Feierlichkeit mit dem vom Chore gesungenen Gebete für den Landesherr» beendet war, ging die Versammlung, stchtlich gehoben und befriedigt, auseinander. — (lieber M* dem Jahresbericht a.» wissenschaftliche Programmarbeit vorangehenden «Hellenistischen Studien" de» Herrn vr. I. Freudenthal wird da» L.teraturblatt wohl bald Nähere» berichten.) V»se». Die hellige Pflicht, da» Andenken de» Gerechten tn Israel zu ehren, fordwt es von un», einem Manne, der > f4»r wenigen Wochen aus unsrer Mitte geschieden ist, einige jv Worte der Ennnerüng zu widmen. Hirsch Levy — so hieß zacher Verklärte — hatte als Jüngling eine lange Reih« von "Jahren zu den Füßen de» großen Atiba Eger s. A. gesessen, Ach «in« bedeutende Gelehrsamkeit in allen Theilen der tal- «Ndifchen Wissenschaft angeeignet und seine Kenntnisse durch;-.«tnbe>i«i»diget und fleißigesStudium immer vermehrt. MitWissen ^-smd Eharacle:, sowie eiiur schönen, klangvollen Stimme begabt, - M»rd« er vor Jahren zun Vorbeter der neuen Synagoge ge- " Wühlt, und verwaltete dieses Amt fast ein Vierteljahrhundert ' hindurch mit seltener Aut>dauer und strenger Gewissenhaftigkeit. .Erst im vorigen Jahre gab er in Folg« körperlicher Schwäch« 't; feine Stellung aus und lebte von nun an als Privatmann * «Hi dem Talmudstudium, bi» er vor einiger Zeit plötzlich von >>aUem Schlagansall getrrffen, im Ater von fast 60 Jahren, LjjiUet Gemeülde, die ihn liebte und ehrte, entrissen wurde. ' Sein liebenswürdiges, friedliebende- Wesen, vereint mit einer »Ngchemheltm, inneren tzsrönnnigkeit, haben einem Jeden, der An genauer zu kennen Gelegenheit hatte, Achtung und Ehrfurcht svigqlößt. Als rühmen»werch verdient noch besonder» hervornerden, daß der Verstorbene mit der liebevollsten _tdi »nd ohne irgend welche» materielle» Lortbeil Leuten, »Ache stöj im Tastnud ausbilden wollte», mit viele« Reiß» dies,« Unterricht ertheiltr. Möge die Gemeind« ihr danwares »nlunken an de» Dahinaeschiedmen der unglücklichen Wittw« und den verlassene» Waisen bewahren I " K—n. W—r. Leipzig, im Januar. Bei den eminente» Leistungen, durch welche der hiesige Professor Fleischer sich um dt« morzenländische Literatur unvergängliche Verdienst« erworben bat, bet der Förderung, die durch ihn mittelbar und unmittelbar auch der jüdischen Wissenschaft zu Theil geworden ist and, was hier noch mehr ins Gewicht fällt, in Anbetracht de« ausgezeichnetsten Humanität, mit der er auch jüdische Sesthrte und Etudirende i t jeder Weise unterstützt, ermuntert, in ihren Studien zuvorkommend und wahrhaft hingebend geföidert hat — ist «S wohl sehr aiigemeffen, wenn nachstehender Aufruf auch in diesem Blatte mitgetheilt wird. Ist der in hem» selben bezeichnet« Termin auch bi» zum Erscheinen der rächsten Nummer bereit« abgelaufen, so werde« ohne Zweifel Beiträge auch noih im Laufe de« Februar gern angenommen werden. Da sich unter den Orientaiia Studirenden und treibenden verhältnißinäßig inimer viele Israeliten befinden, so dürften die Stipendien au» der angeregten Fleischer-Stiftung auch letzteren nicht selten zu Gute kommen. Der von zwölf hervorragendsten Orientalisten, inSgesa nmt Schülern Fleischer», in Deutschland, England und Rußland, unterzeichnet« Ausruf lautet: „Sm 4. März 1874 sind e» fünfzig Jahre, daß Herr Geh. Hofrath Prüf. vr. Fleischer die philosophisch« Doktorwürde in Leipzig erhielt. — Dir großen Verdienste, welche sich unser Fleischer licht nur un> die morgenländische Wissenschaft, sondern auch um die Begründung und Weiterbildung der Deutschen Morzenländischen Gesellschaft erworben hat, lassen e» uns al« «ine Pflicht der Dankbarkeit erscheinen, daß alle Fachgenossen und Freunde der orientalischen Wissenschaften sich an der Feier diese» Tage» betheiligen. Wir haben nicht nöthig, die Bedeutung jener Verdienste besonder» hervorzuheben, sie sind seit langer Zeit allgemein anerkannt, und wir glauben auch von Ihnen vorau»setze>r zu dürfen, daß Sie sich in dieser Hinsicht dem Urtheile der bewährtesten Fachgeirossen anschließen. In dieser Voraussetzung erlauben wir uns, an Sie die Bitte zu richten, daß auch Sie durch einen bi» zum 31. Januar 1874 an einen der Unterzeichneten oder ar die Tasse der Deutschen Morgenläudischen Gesellschaft (F. A. Brockhau» in Leipzig) eiuzusendenden Beitrag an der Feier diese» Tage» sich detheiligen wollen. Wir beabsichtigen zur Erhaltung de» Andenkens an den Tag. an welchem Fleischer den ersten Schritt auf seiner ruhmreichen akademisch rn Laufbahn that, «in Stipendium zu stiften, welche» seinen Namen führen wird und zunächst von ihm und später von dem Vorstand der Deutschen Morgenländi'chen Gesellschaft an jüngere Gelehrte, die sich schon durch eine veröffentlichte Arbeit al» tüchtig in Semitischen, besonder» den Arabischen, Studien bewährt haben, ohne Unterschied der Tonfession und Nationalität verliehen werden soll. — T» würde dadurch die Möglichkeit gewonnen werden, strebsamen jüngeren Gelehrten die so dornenvolle Laufbahn de» Orientalisten zu erleichtern. Eine speciell«! Rechnungsablage wird f. Z. jedem Bethei» ligten zugesandt iverden. Die Seschästssührung hat der mitunterzeichnete Prof, vr. Dieterici in Tharlorreuburg bei Berlin (Hardenbergstr. 7) übernommen, uni) bitten wir an ihn etwaige Anfragen zu richten." Helligeustadt. Die «Hess. Morgenzeit." vom 23. Jan. bringt von hier 'olgenden Artikel: „Gehört «S zu de» berechtigten oder unberechtigten Eigenthümiichkeiten des Kreise» Heiligenstadt, oder findet sich diese Eigeuthümlichkeit auch in anderen Kreisen de» Regierunzsbezirks Erfurt, vielleicht der ganze» Provi« Sachse» aber aller altpreußisch« Provinz». daß zu de» Erfordernissen riuei» Ur-

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