Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 4 (1873)
- Issue
- 4. Jahrgang Nᵒ 40.
- Date
- 1873-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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M 40. -1873. jsesiUttsch» J.v J^hrgans- Wochen-Zchrift für die religiöse« «ud sokialen Interessen des JndenthumS. Erfchedu jede» Miawoch. VrII aUrttfjAtriUI L'V, «kr»ichl». f»t Mt MfytUÜft 9<Hi((U( »der deren Kaum r ev. v«r«in»»nii<her Redakteur uud Hei<>u»-»«r Rabbiner vr. A. Lre«e«feti in Sitettin. ——*- Nkaqd«b«vg, 15. ßctbr. 1873. Lu depeeen M>9 «B« ouchhaudlungeu und Po-au kalte» 3l«Mtn>i«Mf .M UM Cprtition der Zsreetit. Wochenschrift in Magdeburg. -»halt. Seitemd« «IrttMt Di« Juden und Ihr« »ufgad«. — Bericht« «eud r Deutschland; Stettin, «osten. Nu» Nrmoschür — >«» Jnowraclaw, — Oesterreich: Wien. — >u» Löhmin. — Serbien: velgrad. — Türkei: Eonstan. tinipel. — — BerMischt« mm» neuest« Nachrichten i Berlin. Berlin. Pasniall. Stutt«»rr. Wien. Ikrakau. Lemberg. Buk«, re». Londarr. Patäfttna «nglaa». N»r».Amerika. — Am»iAe«»Nt svrilage.l Unsichtbare Fesseln. Original-Aoveüe »», I. «. Lichtenberg. — «oseheh« Ta», («edichi.) — Inserat«. Dte J«de« »«d Ihr« A«fq«he. Wir haben jüngst zweimal/ zuletzt in dem Neujahrtartikel Nr. 38, den Engländer Charlr» Voysey angeführt und seine die höchste Anerkennung für da« Judentum au»sprechenden Sütze citirt. "Unsre Leser werden «n» xrpflichtet sein, n»enn wir ihnen einen' längeren Aufsatz von demselben Verfasser mitthellen, den er unter dem vorstehenden Titel in „Jew. World" veröffentlicht hat, und der verniuthlich seine früheren kurzgesaßten Aeußernngen «Mutern soll. Dir übersetzen wörtlich und vollständig, nur hinter dem ersten Paffu« der" Einleitung find einige für nn« überflüssige Sätze aukgelasfen. —Air bedauern zugleich/daß wir unfern Leser» nicht« Nähere» über Doyse^ miitheilen können, wir wiffen nur, daß er seit einiger Zeit öfter genannt, und daß niehrfach von ,V«i-bei,kn"'die Rede gewesen ist. ' Wir gestehen ahnr, damal» die betreffenden Zeitungsartikel nicht aufmerksam genug gelesen zu haben, und wollen daher über Me eig,nthümlichen religiösen Ansichten Boysey'» lieber nicht» sagen, al» Hakiwahre» au» unklarer Erinnerung geben. Wir bemerken nur, daß B. Geistlicher einer Diffenten-ISenieinde ist, er ist de jure et facto Christ, obgleich er von sich sellist sagt, daß er e« (seiner Ueberztugung nach) gewesen sei. „An den Herausgeber de» „Jewish World." Da Sie für die Meinungen, ldelche in Ihren für Correspondenten bestimmten Spalten geäußert werde t, in keiner Weise verantwortlich sind,*) so bedlene ich mich de» Birtheil», ohne jede Zurückhaltung zu schreiben. . . . Die große Finge, welche nicht nur für da« Mische Volk, ' _:• :o < .. t. . '5 / * Dir kömen nicht umhin daraus hinzuwrisen, da» dies«. Maxime zu unserm Leidwesen in Deutschland nicht anerkannt wird. DirRebacteür Wird, selbst iwn befreunböten 'Lesern für Alle« »erantwrrUich gemochr und getadelt.'»»» in seinem Statt« §edruch ist, -er mir» so zu sein« Pezkung mitunter. §en»ttzi»t,. «s«. den Arsnisen »nlurer zu ändern »der AnmerbM« hulzuzusügea. wa« durch den urweruuidUcheu Anschei» de« k»rr)giNi^ünd Schulmeisternd die Lorrespondentei, beleidigt. Ban gegnerischer beit« aber sind wbf schon oft übet Aeußeiungen bitter lmgestinde« Wuodeni die wie soger m»»dr««lich nt« nicht »on irrt getheilt bezchchnR-HNtMi ui' r.S'.uu. ter, - i; . | sondern für tie ganz« Welt hohe» Jntereff« hat, ist in kurzem dies«: welchr» ist die Aufgabe (Mission) oder Bestimmung de» jüdischen Stamme»? Dt« Antwort hierauf wir», deute ich, durch die bisherige Geschichte der Juden gegeber. Wa» sind sie gewesen, wa» haben sie bl« jetzt gelhan, und wo stehen sie jetzt? Indem -u) hier jede Beziehung auf eine wunderbare Offendaruug bei Seite setze und mit kühlem, ruhigem und weltlichem Auge auf' den verlauf der Mischen itzeschichte blicke, so kam,'nicht« deutlicher sein, al« die Thatsache, daß di« Juden al» Nation die Wächter einer Wahrheit gewesen sind, welch« sie al« über Alle» heilig betrachteten. Sie hatten kein« andere «ison d’ötre denn al» Bewahrer und Vertheidiger dieser geheiligten Wahrheit. Wie dies« entstanden, von wem sie dem V«lke überbracht, unter weffen Autorität sie niedergelegt vorden ist, gehört hier nicht zur Sach,. Stag sie au« dem Munde Gotte« selbst gegeben sein oder nur durch die natürlich« Geifte«thätigkeit irgend «tue» großen Gesetzgeber», da» Factum bleibt dasselbe, daß der Jude etwa« glaubte, wa» er und sei» ganzer Stamm al« da» unschätzbarste Gut zu bewahren und mit dem Herzblute zu vertheidigen bereit war. Die« w.rd nicht nur bewiesen durch da» fast viertauseudjährige Bestehen diese« einfachen Glauben» ul seiner ursprüngliche , Reinheit, trotz jeder Art von Verführ uug und Verfolgung, sondern r» wird auch durch die Geschichte der verschiedenen in der Schrift berichteten Abtrünnigkeiten dargethan. C» kann nicht geläugnrt «erden, daß zur Zeit der Könige von Israel und Juda Maffen de» Volke» in Abgötterei verfielen und mit der größten Schwierigkeit durch die Propheten «r.d Seher zu ihrem Glauben znrückgerufen wurden. Und wenn alle Warnungen und Klagen umsonst waren, so schien «». al» ob der Arm de« Herrn zur Züchtigung gegen sein Volk erhoben wäre, indem er e» durch Tprarmen mißhandeln «ud durch dieselben Nationen in Gefangen! chaft führen ließ, mic deren Götzendienst jene« sich eingelassen hatte. Aber nie »nrde da» Volk oh« Zeugnis für Gott uud seine Wahrheit Klaffen. E» überlebte de» verderblichen Einfluß der-Esttnst ron Königen, Äenso wie die drohende Feiudsrüg-