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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1873-01-01 · 4. Jahrgang Nᵒ 39. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
4 (1873)
Issue
4. Jahrgang Nᵒ 39.
Article
Beilage zu Nᵒ 39.
Date
1873-01-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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— 320 — «el trab rin fürchterltwer Fluch ka« ui ihn« Muude, bank «vl« sie nach dem Hanse jn und verschwand auf der Terrasse, Ll. . _ _ . _ lnvDv^jWm^r|^W< .A»'Hächsß»U'Morgen sah Morttz auf seine« Zimmer und gedacht» der Vorgänge de« gestrigen Tage«, und sein IdeeugOug. wen»««.sich der jungen herzlosen Dam« p«. Ich diu zwar nicht anogaut, sagte er zu sich, aber ich glaube, du» reiche Fräulein ist nicht gleichgültig gegen »ich. wie män es, «rau ich ihn Lieb» zu »ir dqu benutzte, trat der armen Sklavin di« Kniheit zu verschaffen? »der nein! da« märe nicht edel, ich mnh «inen andern Aittweg dafür suchen, ich kann nicht heucheln, «a« ich nicht fühl«. Hier würbe Neritz durch ein Klopfen au di« Thür« unterbrechen, der u>« Herrn Norman, ihm gegeben« Diener, ein Regerraabe, öffnete und sagte: -»Mafia Doewe i Mifln« lassen Dectee ersuchen, tu Ntggerheöpttat zu gehen. Susaua sein sehr franL* „Welche Nisin« hat Dir den »nftrag gegeben?- fragt« Moritz, sich zu« Sehen »»schickend. FÜltcht Nih Bellona, Miss»« Norm an, alte Mtffu«,- versetzte der Diener. . AttderDoctor bei dem Salon vorbei ging, hörte er einen Wortwechsel in desselben und erkannt« di« Stimm« von Madame Norman trab Bellona. Kr unterschied deutlich dt« Werte neu de» Letzteren: „Ich weih, Mama, sie stirbt nicht daran, diese Nigger können sich ungeheuer »erstellen.-.. Neritz ging dnrch den Park, an dessen untere« End« ein« gxohe Blockhütte stand, da« Negerhoöpttal. »1« er. bei der durch «ine Breiterveranda geschützten Thür« angekemmeu, trat ihm ein alte« Nrgerweib, da» er schon oft den tzoöpitalarzt zu» Scherze genannt, ««'««gen und zeigt« ihm schweigend eine Thür i» Hintergründe de« Hans«».- Moritz trab in eine kleine Zelle, welch« statt de« Fenster» nur mit eine«' vieveckige» zwei Kuh greheu Loche versehen war, vor de» «in Musquitwietz gespannt. - - Da chm die Regerin nicht gefolgt, blickte er sich um und sah auf einem sogenannten K-urtenbett ohne dt« geringste Unterlage «ine Bestall hingeftrnkt, welche bi» zu« Kinn «it. einer leichten baumwollenen Decke bedeckt war. Der Arzt betrachtet« da» bleiche Besicht der armen Quadro«, die »cht da« geringste Lebenszeichen von sich gab. Neritz schlug die Deck» zurück, u»r die Leblose'einer genauen Priffung zu unterwersen.- Aber, wie von «i«r Schlange gebissen, fuhr er zurück und stieß einen leichten Schreckenöschrei an». Di« Quadro« lag nackt bi« zu« Bürtel yor ihm, ihr ganzer Körper war ei« einzige Wund«. - Nachdem Moritz sich so weit erholt, um dem Furchtbaren in'» Auge zu schauen, ergriff er die rechte Hand, der Ohnmächtigen und fühlte den Petr. Er schlug noch, und Rkoritz saht«'Hoffnungi' Gr rief die HoSpitalwärierin und befahl ihr, die Wunden und ta»Dbu der Armen mit kalte« Wasser vorsichtig zu waschen, wenn die Ohnmächtige zu sich khme, . ihn, der unter der Veranda warten «olle, zu benachrichtigen. Tief betrübt dachte der Arzt hier Über da» Loo» de« Unglücklichen nach und wünschte selbst von Herzen, dah sie nie mehr zu diesem Leben voll Elend erwachen würde. Da stört« ihn ein bös«»-Wimmern au» seinem Nachdenken, und er hörte sich zu gleicher Zeit gerufen. Al« er eintrat, sah er Susanna mit offnen Augen und schmerzverzerrten Zügen nach ihm hmgeweudet. - Der Docror fühlte ihr nochmal« den Pul», der zu starken Befürchtungen Anlaß gal> und drückt« der Dulderin mitleidsvoll die Hand, «aö fie ihm durch «inen dankbaren Blick erwiderte. - Nachdem Moritz Anweisengen-an die Negerin gegeben, die p» seinem Erstaunen chm Mittel für derartig« Wunden verrirch, von denen er noch nie gehört, verlieh er die Krank« mit dem Versprechen, nochmatt nach ihr zu sehen. Er halle keinerlei Kragen an das Mädchen'gestellt, nur ahnte er, daß seine gestrige Unterhaltung mit chr die Hauptschuld an der schncklicheu Straft sen müsse. In feinem HerM beschloß Moritz, diese Hölle zu «klaffen, sohald di« an« Selavtu feimIA«. MifciL.iikAcii M«k .Jili« nur Ute «ehr auf «t»§ Plantage. / »tt dt« Sou« rutergegangra, begab er sich wieder nach der Blockhütte, um «ich seiner Patientin zu sehen. Er fand fie anMKestd rat /Bete« besser, di« Salbe» und Kräuter, welch« Ml Regerweib sachverständig aufgelegt, hatte« ihre Schnurz» gelindert. - Br nab« de« einigen Sche- »el, der in der Hüllt stand und setzte sich zu Häupte» de« Mädchen«. „wie danke ich Ihnen, Herr Doctorlsagt« fie, „dah Sie sich dt« Mühe nebMea, nach «tr zu sehen.- „Woüte .Bott, tcz könnt« Sie um «tr uehmeu undLßneu die Freiheit geben, ich würde nicht die Mühe scheuen, St« glückst^ und ftet m suchen; da ich aber selbst arm bim Lumich aichf« thuu, att Sie hlcht verlaffeu^ btt , Sie he^ellt.- - .'„Sir welle« fort von hier,,Herr?- fragt« Susauna und fetzt« bau» hiuzu: ^Za, e« ist bester, wem, Sie gehe«, tzen» «er möchte hier bleib,:«- wen« er.gehen kam».- - - " "»Ich bchürchte,- sagte Morttz »ändernd, ^ra de« «eueu Unglücke, da»- Sie bäroffen, habe -ich thetlweis« Schuld, da ich Sie gestern t« Bitrte« aufhtelt.- Ich weih ft» nicht/glaube ti aber, erwidert« Susauna. Stt ich iN 'da» Hau« ka«, war da» Fräulein anönehmend freundlich und sagte nicht». Aber Pumpkin» hat mir »ft gosagt, «Venn Fräulein srenMich sei, Hab« sie etwa» i« Sin«. - Die Gqählnng, welche Moritz jetzt mitanhörte, wollen wir unser« Lesern er paren. Bellona hatte di« Unglückliche ans ei« »ehr «l» «n menschliche Weis« dnrch zwei Reger in de» «tat beschriebener; Qnalhanse peitschen, zerfleischen laste«. Eifersucht war, wie fie ‘ selbst in ihrer Wnch aussprach, di« Ursache dieser Teufelei; Susauna sollt« so entstellt werden, daß fie für niemand mehr verführerisch sei« könne. -- " . .(Forts. s«kgL> J " i vtfeflah. Di« Sonne Mt.' tt'mchtz »»'«acht. D«r Zog tft im Gebet mrdracht, Oof'Ml , «führt M «<**•*■»/ Da» sprach Ml Hirz im'B«t«v'aal. : hi ui .7». •mr.il Noch eimul tM ta «anden Zahl Xu« nnsrrr Stuft Mit lautem Schall, Noch «Mm : rufmwirteseett: - ^»«ezethun» «Mt, mm wir •«feilt I" •rl'f *. .<■ ■ ■ <:•. i - fit. •* nft no| «mma» M» «ebet: , . ■ ■ JD |M u» l Herr, wo! Mt «fleht. Saß' Dein« Schatz an« «gedeihn. Uw Deiner Huld me» stew ersrean!" Erschollt M»; .Miina Xwott* taat Zum Zeichen, daß wir Sott vertraut. Dann «Met hell de» Schosar'« Üoo: versöhn»»- ward Mt Kotteö Thron! gell«. - SanUttstoth vr. Dwwöktz. ■ i ■■ li ■■■|i ii.. .i! I '11!)')!" r..„ .. lwortchttUAH««». - - . . I» Nt. 37 6. r»S. » ß. 13 st. inhidirt L «stritt. — S. 300, b unter „4|tifHania" M: Znlaflu»> u. f. ». |n Staat»- nno Iffrottichr» Lamter«,. Nr. ». «, ä07, b 3. 1» p. oder L der; Z. 14 hatten „Mn Platz mehr» gehört rin Punkt und neue» NlMra. Im ^iterotur«. 11 » IT* f, 47.* & 4 *.v»ten «che» heißen: .De« Nabb. Deutsch'schen^ »tutschemi

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