Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 4 (1873)
- Issue
- 4. Jahrgang Nᵒ 38.
- Date
- 1873-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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M 38. - 187*. i., i' Lr U>iJ ,JL p i. Jahrgang. für die nligiSseu ut. i . Echtz««« My Miwohch Owie oiaMljthrliä vfukbtn. 3ifnt<nft)Mk( dt Mi MfpIHgc —t Wrtn Karn» 2 e«r. nnl focillfm Juwrffeft l^ranno» ilich,« ütbdltm un» .p<n»n*^£»u Rabbiner I>r. X SntttfrU in Stettin. _ »r Magdeburg, Säi.^Scpt. 1*7*. des zudeulhums. «p»ye» »ui« 0P Buchhandlmitzkn unk PoftanftolMa » SnMkMc k Mt •nuMtion Ux 3*r»cllt Wochenschrift in n«|kcbuTf. 4J Intztlt. MUMM «rttfll« 8«* »*“• Andre. — 'MW** «chln» dm Siqsch« «utMhtlM») — »orlcht« MN» «oomspon. oenionr Di»tschl»nd; Waadtburg. Berlin. Berlin. Lu» Tsürtna» — Oester reich: Lernberg. Lemberg. — Frankreich: Pari«. — «rost»rit,n»ien7 London. — Afrttn: «aroceo. — RMmW« MM» nndt 9t*4ti»Mt«> T»f« «*» «rod,. Pari«. - afetttMMil Unstchtbnre Fessel», original'«—»« aon *. «..Hichtrn»«,». — Zwei «orige, aber vrgch. m» Bgna^nrnbanstil. — IC Stii dieser Rr. schließt da» dritte Quartal. Dir Erneuerung de« Abonnement» muß bei den Postanstalten und Buchhandlungen rechtzeitig iwfolgen, wenn in der .Zusendung keine Unterbrechung eintreten soll. Da« Lbonnemmt beträgt pro Quartal: bei den Postimstaltm und Buchhandlungen 22'/, Ggr.; bei direkter Fsraneozvseoduag treten die Porto-Auslagen hinzu. (Wir ersuchen unsere geehrten Abonnenten innerhalb de» deiltschen Postbezirk», ihre gefl. Bestellungen — wenn e» Irgend astgeht — direct bei den Post, austalte« zu machen, weil die« der billigste und kürzeste Weg.) Ate Hrpeditior» der Israelitischen Mochenschrtst« in Magdeburg Zum neue» Jahre. Da» schlideadr Jahr ist sür di« Länder, di« den calkurtragende» Btlkern und dem geschickdegüristi,;ten Theile der Judenhett zu Wohnsitzen dienen, ein in hervorragender Weise friedliche» gewesen. Nicht» hat, auch nur gleich vorttbercilendcm Hchasleu, un» einen Augenblick mit Sturm bedroht, die gänzliche Räumung Frankreich» hat die letzle Spur tut satlischen Krirgtzustande» gelöscht, Monarchenzusammenkünfle haben, dietnül nicht ganz leere, Bürgschaften friedfertigen Streben» gegeben. An wichtigen, in die Geschichl»lab«llrn zu verzeichuender: Thatsachen ist da» Jahr ganz arm gewesen. Aber e» hat Leim« zu wichtigen Entwickelungen und Bermlckelungcn gelegt, die tp «her Zukunft zu Erelgaiise» und Entscheidungen führen, Knoten geschürzt, dir eine Lösung in irgend einer Weise staden müssen. Man auf die Behauptung wagen, daß da» neu« Jahr nicht norüberßehen w.rve, ohne, wichtig« Entscheidungen zu bringen tu Thaieo oder Eretgnisien ober in beiden.Welche Kragen wir im Auge habe», daß in erster Linie die kirchlichen ikLups« in Leutschr.if. ') Uab »ad die Entscheidung über die Regierungtsorm in Frank- «ich dt« Semüther in Spannung erhalt«», brauchen wir nicht t» sagen. Stehen dies« beide» Fragen äußerlich in Kino» Zusammenhang, so weiß doch Jeder, daß sie in sich selbst ans da» Engst» mit einander verknüpft find, »urd daß sie keine«- »egt nur die'widert Läuder, und nur jede» von diese« für sich berühren. Religion und Politik, staatlich« und kirchliche. Bestrebunge», Gegensätze, Kämpf«, Leidenschafte», Machtuno >stz»1»«ft«sm«e».Knd fttz» l«.btz einuMer mrwnchftn. dach st« gar nicht zu sondern sind, daß e» schroer zu sagen ist,,weist e» mehr um da» . Et«, oder da» And«« gilt, d>iß nur'der Herzentkundig« erforsch«» mag, wem von den Führer» der Partei»» religiöse »der pseuda-religiöse, wem poistisch« Interessen Zweck «der Mittel sind. i E« ist offenbar fest de« Zeitalter der Reformation un» der ReUgionskrieg« nicht also gewesen, seit «ehr alt-zwei - hundert Jahren haben religiöse Parteien nicht «eh:: ßb entschiede« in de« politisch« Grlrieb« einzugrrifeu, so «nma»kirr e« zu beherrschen versucht, wie jetzt. ,, Und während in jenem Jahrhundert di- Inden von de« gewaltigen Ereignissen innerlich nicht berühr wurden, find wir jetzt kein »weg» nur leidlich aufmerksame Zuschauer und Zeitungtleser; wir wissen, daß wir unmitteldar in «nscrn eigenste» religiöse» Jntereffen von der Entscheidung berührt werden. Alur «och mrhr. Auch innerhalb der Judenhett hat da« scheidend« Jahr kein einzige» Errigntß von Wichtigkeit gebracht, un) doch hat e» Keime gelegt, deren Entnickelung wir mit gespannter Erwartung eulgegen sehen, un>> Knote» geschürzt, die wohl i« neue» Jahre ein« Lösung finde« müsse«. Freilich zunächst sür die Juden in Preußen — in Hinsicht auf die Gestaltung de« Semeindewefen» — aber, durch jene oermsttllt, auch für die Glaube ntgenoffen in Demschlaad überhaupt; nnd da in der deutsche« Judenheit der Schwerpunkt der gestigen Bewegung nnd Entwickelung de» Judenthum», nach beiden Setten, der orthodoxen wie der reformistischen, hi» siegt, so brtrifft da» Bevorstehende unsere wettesten Kreis«. Unter liefen Umständen dürfen wir die Betrachtung und Umschau tüt'i Ereignisse eine» alten Jahre» und da» an» Harn