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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1873-01-01 · 4. Jahrgang Nᵒ 37. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
4 (1873)
Issue
4. Jahrgang Nᵒ 37.
Date
1873-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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n, UiifkbtfMtre Kesseln. OtigiiMl'ltOMat mk I. R rtchteoAerz in Nrvyork (Fortsetzung.) Der Stabbi hftlt' schweigend einen großen, zappelnden rosch in der Hand, den er in.dar. aläseine.Gesäß s»»rle, en Deckel schloß, da» 'vvthln veckerkl« lLeideNdand dAuiii inb, und dann unter Gemurmel von allen möglichen Behwüruagslörmeln mit dem Siegellack den Skfjältec versiegelt«. m Dann sagte Bärchen: „Diese Glasblchs« läßt d>r Hocheise Rabbi in Ihrer Berwahrung, schließen Sie dieselbe gut n und öffnen Eie nie Band und Eiexel, zeigen dieselbe ich keinem Menschen, dann wird Eie nie wieder ein Kischeff täten. S«! jetzt stehen Sie auf, und beugen Sie Ihr Haupt, » den Segen de- Rabbi zu empfangen, denn Eie sind curirt." Halb betäubt erhob sich Deermoore, und der Rabbi legte guend seine beiden Hände aus besten Haupt, murmelte etwa» id verließ dann rückwärts, di« Hände beschwörend gegen eermoore auSgesinckt. mit Bärchen, das /Zimmer,, und .'eii inut« däränf^höÄ' dMIfci'" _Gleich darauf sratBßr't^'' «p'-^daNkeb wir Stuf meinen Frosch bin ich lot »Nb «eicvk. M/bchl'^Nch Hetootffttp.^so tauge er .» dem Glase emg«siegelt oleibk.".,f; Und so war e» auch,^der«Kr»sch h.rite Deermoore verlostes sikiv''ptagtk idN'.'rste"ck<hk-/- zur gtaßen Genugthuung Betah'S, «<4ch«'mast wflhrend der Prozeorr deS Rabbi'» geschickt au» deiyHaus« entfernt gehalten. . Hbeud«. che«. vmanißlwHy» Tage-», gab Deermoore ein MüG Faunliestwst/jüühM'bckbei dem Präsidenten der A. Synagoge eine bedeutend« Summe Geltefür di« Armen. um<yrtzt^>nlI«,Ln>tzes«nd,n/2velah eii^ereihiiet, freudig und versprach^ mit Bärchen am nächsten Tage' zu Kauflemen zu gehen und chm den größten Waarenpack ju schenken, den je ein Peddlei geschleppt. utullifS" ,. »Und da ich meiner lieben Bercha Ihren Jugendfreund I ook-twr'Hanv nicht zurückschaffe» kann, s« will rch ihr auch ein Vergnügen mache,t wa»i> ihrdr: Geiundheil pur zuträglich sein-kann. Wenn Deine Frau oon Euvosia zurück ist, lieber Stonehill, gehe» .nur »»jmnmen nach Saratoga für eia paar Monate, denn well» sch'gtücklich bin, sollen Llle, die ich liebe, auch glücklich sein,- sagte Herr Deermoore gerührt. Bärchen und Stonehill winkten einander zu, und lächelten schlau. > Sechzehnte» Kapitel. *rmrt Bott! wi« Pferd und Zurren, Llertt e« an-eschirrt am Narr««, Und »er Naäe» vird get rochen Der sich nicht deinaat den Al chrn. Wir «rließen Doktor Moritz, kurz nach seiner Ankunft auf hP.'PljUthW lm belle Oabrielle, Alle» wa» er sah und hörte, war chm neu, doch gefiel chm Manche», besonder» das ritterlich« aristokratisch« Wesen der meisten Pflanzer, die fast alle in nördliche« Schulen und Unioersitäten erzogen, , einen hohen Grad,Bildung besaßen. Die Sklaverei, die ihm im Ansonjze so abscheulich vorgekommen, wnrbe -von chm, »heil» bunt» gut geführt« Sophismen, theilö durch Gewohnhtsit, wie von jedem, der sich längere Zeit im Süden aufzehallen, diese» noilpvendigen Urbel. Rur in Sin» konnte er sich nicht sind««, er sc>h Menschrü"(Da>,k der Gewissenlosigkeit der, Plantagenbefitzer und der sich hochdüntenden Weiße») odens« chellforbig n>» diese, mit intell^entem Gesicht uud Benehtzm«, oft noch schlimmer behaickietn, ai» die ganz Schwarze«. Da» Unterdrücken, Berkaufc« und Mißbaudel» dieser Mischllnge schien chm da» Unmenschlichste zu sein, dal er sich deickr« tdmte, und er erklärte sogar elnr« Tuge» mtl gttißrn Ftiiiiluth Herrn Rvrnuin.— der chn jedoch 'bat, solch« Ansichten nicht laut werde» zu lasgefühlvoller Mer und diese rom So k rr» et Herr« Norman, sünnnt zurück! ur Verstimmung gef Nun >>alte Rädchen ik m eir und wäre Moritz Lieb« zerrissen gd gewiß nicht ividel nal» alle tn der Erd» biir*AA4FM«tfstacheln bbodme'rü«rtNeven»4«el''>'r^""">r »>-, .1« «iriW?bchdL'"mich' Mem Astvflaa«. “iriH "’unn/iilTnT» , 777V ä'-üuiiJ t,cj’ Ion .einer,, bepachbatten Phickage vklss wurde von der schönen,Bellon«.,um,semo gt. oritz wohl benzerft, daß da«, junge schkne mehr a!» höfliche Aufmerkscunkest widmete, , rz nicht zu sehr von seiner ulrglücklickien escn, er hätte dieser wundervollen Eirce anden. Doch auch so erkannte er in seinem Innern die> himmlische Schönhett der Dame an und fühlte sich zu ihrHngezogen, hrsoMrS^a sie Allxss rufmantte, um chm se neu chen. Da sie ü! abgenommen, da Herz achten und Zartheit und Sa reiche seiner Beol ibie einzige hellsa in Bezug auf weis -ai Rückhalt.,./ OTS ........ edm'äl^'tnö'glA riaigenS au» omwieve^tN besprächen schon er nur ein sanft.» und gefühlvolle Frau.-nben könnte, war die schöne Heuchlerin, die ruth. selbst«dth. so lange sie sich im Becblung wußte. Da die Quadroue Susann!ge Sklavin »« Hause war, glaubte er, daß Sklaven die Schöne nüt chm symphatisire, er chr auch die. tzewigen. Srlebuiste ohne S -.'1 Beists 'Mahle (erzählte er) a»ß»b<ri Pwntage bediente un» ein fast weißer, sehr flinker Diener uud ein rounderhübsche» Franmzimmer, di« den Anstand einer Kön.gin hatte. Ein Herr, der schon hoch in den Fünfzigen sein muß, betrachtete daS Mätichen, wie sie ab und zu ging« mit Wohlgesallen. Der Wein hatte nach und nach seine Wirkung gethan, und al» da» Mädchen einmal bei dem Stutüjf^wse» Herrn Johnso, — so nannte er sich — vorbeihuschte, hielt st«.dieser an der Hand fest. Ich sah wie da» Frauenzimmer eri ötyete unu einen fleheaden Blick auf den anderen Dieurr w.irsr der am Tisch« besckzäfligt, den Vorgang.^ü,'^nh>h"'^llle» Blut schoß diesem Sklaven in da» Gesicht, und ich sah/ wie er mit Gewalt seinen Zorn unterdrückre. ' „Wat verlangst Du für da» Mädchen?" fragte Herr Joyuson d:n Wirth. - - ■ ‘ „Erst.it» ist sie kein Mädchen," versetzte dieser gelaffen, „sondern t ie Frau diese» Rigger», — aus den Diener zeigend, — und ztveiten», hat sie em kleine» Kindlich verkaufe sie also nicht einzeln, da meine Fra«, deren Sigenthnm die Kleine eigentlich Ist, ihre kleinen Sentimentniitären hat um» keinen verheiratheten Rigger einzeln adgiebt." „Ach, wa» da!" ries Johnson, „Du wirst doch Herr über Deine Sklaven sein, ich gebe Dir zwei Tausend Dollar» für das £)«&.". j - - . „Äaiiuji sie nicht haben, Freund, sie ist ersten» unter Brüder» t rri Tausend Dblä»'Otdch, lästd dann mußt Du Mann unl» Kind mit dazu i nehmen." Wa«, die beiden Eheleute erst erröthet, so waren sie während tiefe» Handel» tödtbleich geworden, da» Frauenzimmer zitterte, daß ihr« kleinen, weißen Zähne hörbar auf einander schlugen. . I AT: Herr Johnson hatte .da» Weib immer noch beider Hand gefaßt unl schien nachzurechnen, dann sagte rr: . „Rigger» habe ich gnima, mir gefallt nur da» Mädchen, und. ich gebe Nr' dtri' Diufend Dollar» für sie, aber nur für sie allein." Da» mußt« ein 'hohes Gebot sei«, denn ich sah di« Augen unsere» WirtheSj funkeln, aber «^schüttelte, de» 5'.opf und sagte ' »Reit, Freund, e» geht nicht, mein« Frau ist in Rew- Orlean». »sch dte.rpü ^deitt»i»ü .fch-tlt«:S«an»al-»nchtn, «erm sie heimkäwe und-ihr Liebling wäre fort." „Bi« 4)ein« Fra» heimkommt," sagt Johnson überredend, „bin ich lä ngst «jeder auf meinem Wohnsitz« in Alabama, t»b, D»r schützest Geldverlegeyheft vor, «in kleiner Sturm, und Alle« ist vorüber; Du Haft eine» guten Handel gsnachl, kaufst Deiner Fimn einen Shmül für 800 Doilur», nnlNstt' Rlggerin ist vergest«»." - (Fortsetzung folgt.)

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