Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 4 (1873)
- Issue
- 4. Jahrgang Nᵒ 37.
- Date
- 1873-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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über hier weiter kein Wort, es ist zu sehr bi hkeit M thun? ■Iteimmrfli Schaar Fö^juxg »6 nutzigsten Faullenzer» in ben vier Städten eine größere Mizwah sei, al» die Spende, für die Armen in unserer^Mttei'.i-i^wir lasten jedem seine Ansicht/'-vUch-seine Capri« uM _ I__ k_r.«_.I.r_ _r.ll) ' inr" wäre denn in Der stet» einem Morgen e» ist da» Fr heilige» Werk Lebenden 0Vt.ni au»gearbkitet hat. gen Kürzungen rvia^olgt: .<> >li! . i »• .. Dasselbe lautet, mit einlellt. „Jacobs ie Thau vom on Menschen Erdensöhne!" 7, mH mittel nicht genügend Vorhandensein werden. Man muß rin. tion, abe»»Mkl<>r»l- Herteltnchchekehrm, wird'nrehf möglv und daß durch solche Uebertreibung und Ueberspanntheit weitaus mehr geschadet wird, kam kein Einsichtiger vnksrstzen. Tiefer greisen 'die Unternehmungen, die üb»r' den 'Mörflent htnauSschauen, also die Errichtung,von. Äptzti-^.Maisris-^gn-q kmtztu^rnt-tn Jerusalem m-s. w.- Aber dem Uebel de» Pauperismus ist damit nicht abgeholfrit.', E», kommt ohne Zweifel vornehmlich darauf an, zur Selbsthülfe zu helfen, zur ehrlichen Ernährung durch Gewerbfleiß »der Landban, -Eotonisirung also! Wir, haben,die.darauf bezüglichen Projekte im Jahrgang 1871 l)i<jf» Blatte« (St. 46,-^47) besprochen. Heute theilen wir eine kleine., darauf bezüglich« Denkschrift nur, welche in genaue, aber, praktisch .durchdachte, Spechrlitäte» tut* geht, auch nicht von «iuezu bloßen. Stubengelchrten.oder Phantasten, sondern von einem »ielerfahrenen, Kaufmann ,»znd Industriellen versaßt ist. Mancher Leser «jird sich enttäuscht fiu-, den und nach der Einleitung idealere svinge erwartet haben, al» Vorschläge über Ackerbau und Viehzucht., auch wird' die, Verwirklichung der fraglichen, Projekte, noch nicht so ,schnell eiulreten — beide Erwägungm kchmen, uns jedoch nicht-abhalten, hier für künftige Erörterung und Realistruog brauchbare» Material zu veröffentlichen. Zur Sache also. R. Hirsch Lalischer in Thor», der unermüdliche, eifrige und, da es Uebernahme von erheblichen Verpflichtungen gilt, auch muchige Vorkämpfer der Colonisatchns-- idee hat durch den nach Jerusalem übergesiedelten ehemaligen Chacham-Baschi von Constantinopel, Jakrr Giro», eine größere Strecke Land in Palästina für den Preis von 4000 Thlr., kaufen und darauf 1200 Thlr. anzahlen lasten. „Jew. Thron."? ein Blatt, drm niemand Mangel cfa Orthodoxie ' oder Pietät gegen Palästina verwerfen kann, nennt da» Projekt, so wie e» jetzt liegt, ein „sehr theoretische»" und''spricht (gewiß' gerechte) Bedenken darüber au«, ob der ehemalige Oberrabbiner auch genügend« Kenntniß von der Landwirthschaftbrfitzeil möge, um da» Unternehmen zu leiten."'Da» ist ja offenbar' da» Uebel, an dem di« fraglichen Unternehmungen kranken, daß sie bisher von Männern betrieben worden sind, welche viel fromme« Eifer, viel talmnbische Kenntniß — auch im Seder Seraim — viel soharitksch« Ideen besitzen, aber wenig von dem, wodurch da« gesammelte Geld eine "nützliche Verwendung finden kann. Pazu ihre falsche Idee,, daß man fremde Juden nach Palästina führen soll«, «sh,,-Hort den Boden zu bauen; «» ist ja natürlich, daß dadurch zunächst,, die Zahl der Lrodlosen im heil. Lande »och vergrößert »erden wird, da t» Chimäre ist, zu hoffen, der versuch werd«, beim ersten Griff gelingen. " Dir erhalte» nun von Herrn Michael, Levp f» Jnowra-., «la» ei» Gutachten, welche» derselbe, vor, zwei, Jahre«, .für, nicht genügend vorhanden -also .tse-.Äbeöttiirbenen Erwartung«« zurückmetfe»'lind nur tolch« Leutx unterstützen, um mäßige» GkUtiteigiMhM'^nil kL^Zeit zu erwerben, welche sebßfbteU4<«t>»>i»Trn Hänarbeiten wollen und arbeite»'kö« nen! Jede» . System abn, mejche» auf"g/mi'«khVle Arbeit Ätt'RÄl Verichc»?ollli, führt nur zum Dtklust jeder Summe. ..wrkchz, angewendet wird. Dagegen., wenn, fc«. Jude selbst arbeitet: ,^von Menschen Nicht» er«»rtend", dann wird wo», der .Der« vorher aut spricht, ganz ge'chiß 'sich eksüilen. E« mästen Leute also ausgerufen werden, welche arb«»- ten können, um durch einigen Erwerb ans Landparzetlcu. eftie gute B e-i hstj.f yznr-,fhrhj,M Existenz -Dgtzzu beschaffen., Den.ga^ze n Lebeü-uuterhqls, in den^erst«, Iah-, ren 'so zu erwerben, kann'man nicht' erwarten, und müsteu dtt 'pütt d-irüber isich'nicht Mchrii^",uv" H'' Bon de» Vielt»/ Melch^stch melden'bürsten, muß eine' Anzahl auSgewühtt'werden^ welche am-passendsten erscheint, uud au» dieser,,rehucjrte« Zahl/soll',nälhigenfall» ha»' Loos' entscheiden, wer zugeiosten werde« kann.. Jeder Familie ist gegen eine geringe Pachisumme wouiöglich vorauSbezahit kür ein Jahr — in Mehr Land einer. Familie zu geben, scheint M'H^M'Ärade unpraktisch, weil da». Land mit, dem Epat-m oder d»rch Garten-Cultur ver, mutelst Handarbeit, Ettrag liefern ,soll. Größere Flächen, aber lasten sich nur mit Bcihglse von Zugvieh und überdies, nicht so gut — intensiv — aubcuen. Zugvieh erfordert aber - viel Geld, viel Vorraih au Futter, viel Ke»nt»iß in der Behandlung uud Wartung und eine sehr genau abgewogen« LaudwirthschafrS-Mrihod«, deren Kenntniß und B.solgung doch nicht culftrnt,, vorauSzusetzen ist. Da» Bieh kann zu leicht durch Ungeschick und Unglück verloren gehen, oder — an» Roth oder Untreue oerkaus» werden! und besonder»: wer soll da» Bieh bezahlen?! .,Eine Kuh zu halten, welche später «il einer zweiten dev Pflug ziehen könne, soll, muß weiterer Entwickelung Vorbehalten bleiben. „Fürerst geben wohlfeil« 4 > Ziege« mehr Milch al» «ine Kuh, und find «eit weniger wählerisch im Futter. E» muß, vielleicht durch Herrn Retter oder durch sonst Jemand, bec im Landbau, Garten- und Seidenbau erfahren ist, den Eolouiste, auf deren Berlauge«' Rath rrtheilt werden wie sie auf der Landparzelle am vor-> theilhasteste« sich entrichten. j n * C» muß für Verabreichung von etwa» Sämereien *— aber fürerst, nicht viel — für wohlfeil« Beschaffung »o« vaumpflanM. uud vergleichen: mehr Borsorge> getroffen, werden/ uud, zu Anfang denen hei der Coionisatton der Borkig gegeben, werde«, welche zu Sämereien, Saatkorn, i Bäumen, da» Woglgst« an vethülf« .oerlqpgk«. Per Grundsatz^ glicht, hoffend 'auf Erdensöhne" mußeben.so cheiireichend al« thunltch festgehallen'werden! ...„(ffchluß folgt.)