Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 4 (1873)
- Issue
- 4. Jahrgang Nᵒ 37.
- Date
- 1873-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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M 37. - 1#7S. n o 4. Jahrgang. für die religiöse« uvd loci»lknZ«ttleffen des Iudeathums. I-i:. 1,1-"" II- -! I CtVi «»«ich«». ■>! , :1i:' BmamclG^t Kttaftmr fcafc ^RMdftbcr A» ' KolHnct Dr. *. thnafri. Eb Stettin. -!' I . I . .j< •>.. ~ :;»■ V r*»*■ PUchM» »crfrrtii «-»» _ , tnxWtum kc*8«r«IÜ.®o$cnfclirtf» in SR dg* C 6 Kt g. -«halt. Mitttk« «Tritt«! t P-lSstlna. — mit »e»,e»: Drutschlanv: ««rlin. Frankfurt a. ». «t«ahnra -Sobr« O«ft»rr«ich:, An« »athten. r«noi«l -- Franrißich: «aitH. — «»»hbrttanntr«: Londo». — lveomttcht« «»» pnuHt ItoAtUMtlli »»«a. Eisah. Dien. Snalx-r*. Przc»»«T. s Dnxnttf kariCvukarrst. EbriMania. »om. Prtrraburg. «obilew. - Constanttäo»» Paltftino. Jaffa Orun. — AevitbUaut llnskchtbär» fesseln. Origtnal-liovelle »an I. 5. Lichtenberg. — 9ftftMte> .. ,1 tn’crty ■-.-.s. i ... i Mit nächster Nr. schließt da» dritte l^aartal. Die Erneuerung de» Äbonnement» muß bei den Pofldnstalten und Buchhandlungen rechtzeitig erfolgen, wenn in der Zusendung leine Unterbrechung eintretim soll. Da» Lbonnemmt beträgt pro Quartal: bei den Postanstalten und Buchhandlungen 22'/, <sgr. bet direkter Francozusendung (in Deutschland) 27'i, '<Sgr. ^staekMft--» M^e»schrlst« inMagdeSurg , , t.... < 'j! ir lenken am Schluffe de« Jahre« unsre Aufmerksamkeit zurück auf da« Land unsre» Ursprünge«. Nicht um die uüt diesem Ursprünge, mit der einstigen oder zukünftigen llüeltstellung Palästina«, «der speciell mit seiner Stellung zu un«, in »nserm Glauben und unserm Stamme, zusammenhängenden fragen oder noch specieller die daraus hervvrgchenden Cu^tu«- srage» M besprechen; e« gilt un« hier die Lage der jetzigen jüdische« Bewohner de» heiligen Lande« und, wie sich wohl non selbst versteht, die Hülfe für ihre vielfachen Nothstiinde. Die Zett liegt noch nicht lang« hinter un»^ als alle Jtraelit» an den Feicrtagen nicht nur im Gebete mi warmer Hingebung und Inbrunst Palästina« gedachten, sondern auch' Gelübde und Spenden vorzugsweise den Annen im heil. Lande widmeten. E« ist bei Bielen «och zur Stunde so. Wie kommt c«, daß e« bei Andern ander« geworben ist? Die Spenden skr Ercz Jistrarl repräsentirten sund repräsentiren noch — wir brauchen die« weiterhin nicht immer zu wiederholen) dä« ideale Moment der Wohlthätigleit; e«-galt nicht ein Geben für eine momentane, vor Augen tretende Roth, von Hand zu Hank;, die Spende-galt einer Sesammtherzen«angelegeahcit Israel«, unbekannte« -Empfängern, die dort-'an''gebeiheten Stätte«.athweten. ,lebten, beteten und -t~ hungerte«. lS-'läg in diesen Spende«, gegenüber - dem mehr -al« prosaischest Almosen ast den' „'Schnorrer^s 'ein romantischer Hauch/ ‘üub.^Äar, in der echtesten, edelsten Bebrütung der Worte«, eint''Roman-,^ ük, 'der das religiöse Testiüchs die Religion über^äu^s.''nje uÄ^ nimmer'eiürachkn kaim. ' Jl ‘‘ u 'Was h« ^fich denn mm geändert, daß «S bei so Bielen anbrt« gewort en ist? Hat Palästina stine historisch« Bweutung eingtbüßt, ist e« nicht mehr da« heilige Land, da« Land unsrer Borsichrrn, dw Propheten und Gottrrmänner, in dem jeder FstDiireit dukih IieÜige Erinnerung geweiht ist, von Sott erkoren znm Stze seiner Verehrung? So gilt e« bei Christen und Mtchame rarer«, ist ihnen nach wie vor von heiligem NftvNkö U»ä:»hlr, TMsten tu Deutschland, England mW in dem „freiemAmerkkaÄenden''HwiberttQWM an seineKrsvrschung '—den Juden allein sollte «* gleichgültig geworden sein?!'"Dem dem so ist, mm dann gesteht e« offen heran» 'und sagt, das die ganze biblische Geschichte euch Mythenkram oder jeglicher Profangeschichte gleich sei, daß da« Gntteswort und die Gott« «Offenbarung nie irgendwo eine besonder« Heimi stätte gesunder kabe, daß alle«, wa« sich für un« Anderen an Palästina knüpft.« eitel Dunst und Thorheit fei. „Aber,— hält man un» entgegen — da« schießt weit über da«.Ziel hinan«I Wir läugnen weder Geschichte noch Offenbarung, Palästina ist un« ein geheiligter Boden, aber wa« hat da« mit den Almosen für die jetzt dort lebenden Armen zu thun?!" Der Einwand ist scheinbar richtig, faktisch ist er «S nicht.' Die Erfahrung zeigt, daß diejenigen, welche für Palästiua nah warme Verehrung hegen, auch der dortigen Armen, godeulen, di« Andern thun da» nicht, wenn nicht «in augenblicklich« t tllolhstand da« Mitleid erregt. E« raag auf den ersteu Mick brftemde», aber Thatfache ist t«, daß die Gaben für. ff-gUstina eüi Schibolech der religiösen Ansichten der Juden gi worden, find, während sonst in Angelegenheiten!mw Fr agen iier Wohlthätigleit kein Unterschied ixr Parteien in unsri r Mitte zu erkeuue« ist. ( 1 Wir würben jedoch schr einseitig urtheilen und setir Vielen große«'Unrkllit chan, wenn wir verkamen, oder vielmchr wenn 'wir -sv'thun Mten. als ob wir'e» übersähen, daß die Zn-; stände ln-Palästina selbst viel dazu beigetragen hoben, die lWohlthätkKeb zu-lähmen, so baß weit eher für die!)ud«n in Persien, Rurlänicn u. s. w. etwa« geschieht, al» für die päläfttiieusisch üt, - und' Vorzug, der diesen sonst zuerkannl Mntdej'fltz'lin'rckt GetzentheU'verkehrt hat. Wir sagen dar-