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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1873-01-01 · 4. Jahrgang Nᵒ 25. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
4 (1873)
Issue
4. Jahrgang Nᵒ 25.
Date
1873-01-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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„?« 2 riftu dir Aufgabe, bA für einr« roiff Perus;u unti finwt fein Um mit dem S.tz te iuit| faur M G ietf'bet^rai hat «ng isch«L mt^stützuitff' fftff; jidoch ttp Theil der Unteru Fianksurt a muß den isr Glaubensgenossen der stützumsIkß^-irr b«k»m.' Z& M6rfi»jjfc#'p>Jt« gtmtin:' 1. Bec dent Besuch d^ hlkfigen i^ymnafimn«'oder" eine/ anderen höheren Lehranstalt und besteht in der Entrichtung des Schulgeldes und Anschaffung der ersorderlichm Bücher und sonstige,! Hülssmittel. 2. Hcwblnngsbefllffene können durch B'streitt. ig der kosten des Än terrichtS in neueren Sprachen ui d den Handlungöwissenschaften sowie überhaupt zur Er» Weiterung ihrer kaufmännischen Kenntnisse unterstüpt menen. 3. Junge Leute, welche nach erlangter Steife Univerfitäten oder isr. Seminare besu«den wellen, werdtn mit den erforderlichen Mitteln hierzu versehen. Luch werden dieselben nach vollendeten Studien während der Prüfungszett unterstützt und, wenn es angemessen befunden wird, für dieselben die Kosten akademischer Würden bestritten. 4. Zunge Leute, welche'fich bmn Bau-, Forstfache oder der Landwirthschaft oder technischen Fächern widmen, können nach nachgewiefener Reife zum Eiesuch von Akademien, Bau-, Forst-, Ackerbau- und polytech- ' nisten' Schulen mit den nöthigen Mittel» versehen werden. — 7Jrei P rocen t der Zinsen und Einkünfte werden'jährlich bei Seite gestellt und daraus ein Fond gebildet, welcher für periodisch zu erlassende Preisaufgaben und zur Unterstützung rnffenschaftlicher Arbeiten und Forschungen, die auch aWerlalb der Grenzen des Öfebiekes der regelmäßigen Wirksamkeit ler Stiftung liegen können, bestimmt ist. Die Berwaliüng i«r Stiftung wird von einem aus sieben Personen bestehenden Vorstand geführt. Ein Mitglied des Vorstandes wird von I>ein Magistrat hiesiger Stadt, ein Mitglied von dem vereinigten Vorstand und Ausschuß hiesiger israelitischer Gemeinde and zwar beide auf fünf Zähre gewählt. Ferner sind Mitglieder des Stiftungsvorstandes: Der jeweilige Director des hiesigen Gymnasiums und drr jeweilige Director der Real- und Voltsschule hiesiger israelitischer Gemeinde für die Dauer ihrer Amtsführung, sowie drei hiesige Bürger, von welchen zwei der israelitischen Gemeinde cmgehören müsse», auf fünf Jahre." C. Verein zur V«kSrderuug der KandwerKe. Wien. und 30. Jahresbericht für 18?I u. 1872. Wir heben zunächst aus der Einleitung des letzteren, das dritte Zahrzehent des Vereins abschließender. Berichts die- Bemerkung hervor, daß weit über 5000 Zöglinge unter Lei-! tung des Vereins gestanden haben. „Meist verlassene oft i ganz verwaiste jüb. Knaben, au« weiter Ferne gekommen, ' fanden hier Rath und Thal, wurden so einem ehrenhaften > bürgerlichen Erwerbe zugefükrt." Weiter wird dem im Au- ' gust v. Z. verschiedenen Senior deS Vorstandes, dem emerit. - Religionslehrer L. Breuer, ein warmer Rachruf gewidmet. ' „Die in diesem Jahre slattgefundene zweite Arbeiter« Zn- > dustrie - Ausstellung gab unseren Zöglingen — gleich der im! Jahre 1865 — Gelegenheit mit Beweisen ihres Fortschrittes in die Qessrntlichkeit z:i treten. 1 Al» „Collectiv-AuSstell nng des Wiener Z-raeliten-Hantz, werkS-Vereine-" bildeten ihre Arbeit tss eine reichhalttge Gruppe! er verschiedenartigsten Gegenstände, welche sich allgemeinen : Beifalls erfreuten, auch thec.weise ru guten Preisen verkauft nrorbeu. von 79 Äiüffeüern — SS Lehrling«) Gehilfen — erillfei 3§ Astszei-Kungsn und idd? zwei silberne, 29 bronckne Mebaillen. 14 ehrenMltz' Erwähnungen. Es ist diese- Resultat um so anerkennenswerther, als Meister wrd Gehilfen vom Fache die PreisrichtA: wärest'. 1 Der Verein als solcher ist mit der silbernen Medaille bedacht worden." Die Zahl der Mitglieder steigt fortwährend, ebenso die der Zöglinge, 1872: 352. Die Einnahmen betrugen 1871 8534 st., 1872 9073 st. „ Ausgaben „ 8131 „ „ 9652 „ (Unter' den Ausgaben finden wir: Verköstigung der Zöglinge am Seder Abend 210 fl.) Die Fonds deS Vereins' belaufen sich auf ca. 76300 fl. Röm.-Werth. Wir erwähnen ferner noch den Bericht aus Wien, über die Prediger-Mannheimer-8tif» tung seit der Gründung (1863) bis Ende 1372. Zweck derselben ist Unterstützung dienstunfähig'gewordener Rabbiner, Prediger, Lehrer, sowie der Wittwen und Waisen von solchen. Cie wurde am 17. October 1863 am 70. Geburtstage Mannheimer's s. A. von diesem mit einem'ihm überreichten Ehrend geschenke von 3000 fl. gegründet. Durch Spenden und Legate ist der Fonds allmählig auf 13950 fl. (Rominalwerlh) und die zu Unterstützungen verwendeten Summen sind von 200 fl. im Z. 1864 auf 850 st. l 872 gestiegen. Der Eassenoerwalter, Hr. Jul. v. Goldschmidt, hat alljährlich die Erträgnisse (Zinsen und Spenden) auf runde Summen gebracht, d. hi mitunter recht hübsche Posten ^gelegt, in den 9 Jahres zusammen über 450 fl. Die Unterstütziingen sind n Summen von 200, 100 n:.d 50 ft. jährlich, einige auch zu 25 fl. vertheilt worden. Aus Berichten von Ehewroth Kubisch, geben wir nun znm Schluß noch einige Ziffern. Zn W tu st io in den letzten drei Zayren bestattet worden 35 J’J jf:D. Leichen, darunter 2309 gratis; Zn Prag 187.' 420 Leichen, darunter 196 gratis; . Pest „ 1247 „ .. 576 „ Was folgt aus diesen Ziffernk Zunächst, wie auch der Wiener Bericht sagt, „mit welcher schonenden Berückstchlizung der Armulh hierin vorgegangen wird;" denn ganz gewiß ist von den „Armen" ein sebr großrr Theil nicht so arm gewesen, daß von den Hinterbtiebenen nicht eine Taxe zu erequirtn gewesen wäre. Wer da weiß, wie anderswo bei Todesfällen die direkten Kosten nicht nur, sondern auch die Ta^ xen, Stolgebühren drr P-arc-r u. s. w. u f. w. via dt. ' geringfügigsten Habe der Leidtragenden pränumerando b:!getrieben wird, und wie arm der gewesen sein muß, der gratis begraben wird--der sagt ganz ruhig: „umi keamcho ZiSr." rc. rc. Aber arm muß doch die Familie fein, die ein vrgräbniß auf Kosten der Chewrah annimmt! Und das ist nun in Wien bei fast */». in Prag und P-st bei beinahe drr Hälfte der Verstorbenen gcschelien! Freilich sind» besonders in Wien, gewiß viele Fremde in Hospitälern und drrgl. gestorben, welche bei dieser Berechnung in Abzug zu bringen sind; aber eS folgt doch daraus sehr deutlich. wie grundlos das, meist gehässige, Gerede von dem Reichthum der Htden ist! Daß es z. B. in Wien sehr reicht. Juden giebt, gedenken wir nicht in Abrede zu stellen, auch ist es wahr, daß die

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