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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1873-01-01 · 4. Jahrgang Nᵒ 25. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
4 (1873)
Issue
4. Jahrgang Nᵒ 25.
Date
1873-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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I 25. —1873. LJahrgamg WocheMMft für die religiösen und social« Interessen deK-Jndeuthnms. Erscheint jeden Miuwoch. Preis »ieneljährlich 22',, Brosche,,. I«srrti»o»gtbühr t«r Mr dreispaltige Petitzeile over deren Raum 2 Sgr. 2'erannvocUicher? Rabbiner vr. A. imb HeuaiAgedcr v»:. u enfrl« iil Stettin. Magdeburg, H. Juni 1873. Zu beziehen dura> alle Duchhandlnngeu und Psstanstaltin. "DT»serat«n»Vauaiimr w »«, Has-PuchdoiBerei »an Earl Fries« in Magdeburg. Inhalt. Leitend« Artikel» Bericht über vohlthätigkeiwanftal tsolberg. Frankfurt». M. I reiben. — Oesterreich: Lemberg., - — Asrika: Pon-Mizabelh. — Dermisckte und neneft« Sk« jse»lllet»nr Unsichtbare Fesseln. Original»Novelle au« dem «eeUchte >«ed <k»rrespaube»««*r Deutschland: Berlin. Frankrei ch: Pari«. — Nerd-Nmerik«, New-Pork. Baltimore, latent B>rljn Pasewalk. Mainz. Leipzig. Lemberg. London — idisch-ametiianischen Leberj ton 3- R. Lichtenbeig in New -York. — Mit dieser Nr. schließt das zweite Quartal. Die Erneuerung deS Abonnements muß bei den Postanstalten und Buchhandlungen rechtzeitig erfolgen, wenn in der Zusendung keine Unterbrechung eintre» len soll. DaS Abonnement beträgt pro Quartal: bei den Postanstalten und Buchhandlungen 22 V» Sgr. bei direkter Francozusendung (in Deutschland) 27"/»Sg Vle rrpe-ition der „Zsrnelitischen Wochenschrift" in Magdeburg. Sericht über WohlthätizKeitsanKalten. NI. 2. Königsberg in Pr. Israelitischer Ctudien-Beförderungs - Berein für Ost- und Westpreußen. 3. und 4. Zahreebericht für 1871 und 72. Ter Verein will ausreichende Stipendien für dürftige jüd. Ltudirende der Provinz beschaffen und zur Heranbildung von ReligionSlehrern beitragen. Sehr richtig ist in dem Vorwort zum neuesten Bericht erörtert, daß diese beiden Zwecke nicht von Allen für gleich wichtig gehalten werden, aber eben darum vereinigt worden seien. „Tie kreise, welche sich in erster Reihe mit warmem Herzen für die Unterstützung unbemittelter Studi- Mlder interesstren, entbehren gar oft des offenen L'ickeS und theilnehmenden Sinnes für die Schäden der mangelhaften religiösen Erziehung unserer Zugend in so vielm Gemeinden, wenn sie nicht dieselbe gar für überflüssig und dem NivellirungSprozeff« der Gegenwart hinderlich erklären — während hinwiederum gar Biele von denen, di« durch die Jnitiattve des Vereins von der täglich Knickender empfundenen Misere dieseausländischen wiffensbaren und kulturfeindlichen CullusbeamtenthumS Erlösung hoffen und deshalb den Verein mit Freuden begrüßt hätten, für den sorgenfreieren llniversitütSbesuch Seitens der jüdischen Zugend kein wärmere- Zntereffe hegen und fich thrilnahmloS einem Appell zur Abhülfe eines RothstandeS gegenüber verhalten, den fie, fern von einer UniverfltätSstadt, niemals erkannt und empfunden haben." Der Verein hat sich im verhältniß zu der kürzen Zeit ne« vest'hetis recht kräftig entwickelt. Die Zahl dek Miteder brttug Ende 1872 ca. 400 au« 47 Gemeinden, g^en 320^ aas 32 Gemeinden im Z. 1871. Die Einnahmen ugen 1299 Thlr., 1872: 1549' Thlr?, beides'incl. enbestaitd); der eiserne Fonds 2325 Thlr. Nominalwerth 1871 r«ch wuchß 1872 um 2000 Thlr. Da noch eine ,g boa-^000 Thlr.^in sicherer Aussicht stand, so sieht nahe ^lkrsilstu^ eines' ProvinjialsnntnarS in Angriff genommen 'werde» könne. *) Einstweilen werden drei Lehramtspräparanden auf Kosten des Vereins ausgebildet und zwar (alle oder nur einer?) in Hannover. Di: Ausgabm betrugen 1871: 620 Thlr., 1872: 769 Thlr. in Stipendien und Subventionen von 80—10 Thlr. 3. Frankfurt a. M. Arthur und Emil Königswartcr'sche Unterrichts- und Studienstiftung. Uebrr diese» zum Andeiil'en ihrer ihnen entriffenen einzig-n Söhne von den Brüdern ichar. (inzwischen ebenfalls verstorben) und Zsaac KönigSwarter gegründeten Stiftung berichtet das Osterprogramm der Realschule der iSr. Gemeinde zu Frankfurt a. M. Sie ist mit einem Grundkapital von 300,000 fl. ausgestattet. Die wesentlichen Statutsbesttmmungen sind folgende: / *) „Daß diese Frage eine brennende geworden" (sagt der Berich»), „werden alle diejenigm bezeugen, welche den seit einigen Mona'ii Seiten» der Königlichen Regierungen gigen die in der Provinz amtirenden ausländischen Eultusbramten ergriffenen energischen Maaßregeln mit Aufmerksamkeit gefolgt sind. Die Königliche Regierung hat bereit« verschiedene au« Pulen gebürtigte Eultusl«amten ihre» Amte« enthoben, weil sie de« Nachweise» eine» Prüfungsatteste«, sowie einer Naturalis-tionsurkund« entbehrten, in letzterem Fall« sogar die Geweindevorstände und die Beamten, wegen gesetzwidrigen Contracwbschluffe« in S'.rafe genommen, >»a ein solcher nur Inländern gegenüber statthast. Schon leiden einzelne Gemeinden empfindlich unter diesem Nothstande, entbeittrn feit Monaten eine« Beamten, und bei dem gegenwärtigen Mangel an deutschen Religionslehrern muffen sich die Berhältniffc immer trauriger gestalten. 43ir wissen nicht, durch welchen einzelnen Fall dir Regierung, zuerst dahin geführt wlüden, seilhrr unbeachtet gebliebene gesetzliche Vorschriften plötzlich in so scharfer Weise z«r Ausführung zu bringen."

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