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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1873-01-01 · 4. Jahrgang Nᵒ 21. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
4 (1873)
Issue
4. Jahrgang Nᵒ 21.
Date
1873-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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14« feiner Verdienste als Seelsorger der kranken jüdischen Sol» Laten und Kriegsgefangenen »» Liln und im Gefangenenlager auf Behehl Sr. Majestät de» Kaisers und König» mit der Kriegsdmkmünze pt» 1870/71 am Nichtcombaitantenbaad deeorirt. Atta»«. Bo« den 3 auf der engerea Wahl stehenden Candidaten ist Herr vr. Loeb auS Ichrnhausen zum hiesige« Rabbiner gewählt worden. O»he». vr. Buchholz au» Stargardt ist am 19. zu« Lgpdradbiner erwählt worden. jtUuUlftUi a. M. Hm 9. Mai verstarb der seinen zahlreichen Schülern, Freunden und Bekannten unvergeßlich« Leop. Beer, früher langt Jahre hindurch Lehrer an dem „Philanthrop«»", Mitglirt de» Vorstand«» und später de« Schulrat HS. Ein edle» Herz» eia offener, Mrtetr Sharakter, da treuer Lehrer und Frenndt Sei« Andenken bleibe zum Segen! > " chpömrg, 5. Mai. Bor Kurzem hat fich unter den besonder» seü dem letzten Zahrzehnt sehr merklich' hier angefiedelten Israeliten — von denen e» zwd bereit» zu herzogliche» Eommerzienrtthen gebracht haben, ->» «ine israelitisch« Cultusgrmdud« gebildet, welcher die Rechte der juristisch« Persönlichkeit verliehen wurde. Bor dreißig Jahren zählte Coburg nur drei jüdisch« Familien. (F. I.) jwltrj , In da» hiesige Wahleomit« find auch zwei JSraeliren, vr. Kolifcher von hier und vr. Ettinger - an» Krakau gewählt, jedoch nur um d«S selbstständige Handel« der ISraelit« zu parat,streu. Hr. K. will, wie der „X. F. P." telegraphisch gemeldet wird, auStreten. Die Lemberger IäraeUteu werden jedenfalls «in besondere» Wahlcomitt bilden, rt«s« wohl auch die Krakauer. «itlpto-Aeut-MilUd». Hier ist am 14. März Herr Joseph Stern mit 48 gegen 14 Stimmen zum'Bürgermeister gewählt worden. Nicht nur die wahlberechtigte» Israeliten, jondera auch di« Mehrheit der katholisch«, Wähler Hab« ihre Stimm« für Stern abgegeben. (Pest. jüb. Ztg.) Wart». Prof. A. Frank hat nun in der That bestätigt/ daß er mit dem Ausdrucke christliche Dernnth" nur eine landläufige Phrase Hab« perfiflir« »oll». ^onbo». lieber dev am 13. d. M. i» Aegypten (woselbst er sich zur Kur aushielch verstorbenen Emanuel Deutsch schrdbt die „TimeS": ,^wrr D. gehört, zu jener Schaar scharsfinniaer und fleißiger Deutschen, die so viele» mif dem Gebiete de» Wissen» in England und Frankreich ldsten. Im Jahre 1832 zu Reiff« in Schlesien von jüdischen Ellern gebar«, studirte er in Berlin und kam 1854 nach England, wo er zu London am britisch« Museum da« Anfang» untergeordnet« Stellung «hielt. Bald jedoch erhielt er «in« Biblimhekarpostm, dm er bisher bekleidet ha». Sduen Epezialstudi«, Hebräisch mit dm verwandten Sprache», lag er mit -uchererdmtlichem Fldßr ob, er beschäftigte fo Mit Phönizisch, Sanskrit, der Keilschrift und schneie sich auf all« dies« Gebiet« durch glänzende Ldstung« au». Dem Krdst sdner nähr»« Bekannt« machte fich der verstorbene durch sdn reine« Gemüth, sdn« zart« poetisch« Sinn und durch sein« liebenswürdigen Witz außerordentlich werth und angenehm." —Eine wichtige literarische Nachricht «voll« »vir al»- bald, nach „Iew. Ehr.", in diesem Bl. mittheil«. In Op-' fort ist soeben der erste kheil von Abulwalid Merwan Jbn l «anach'S ftrtl (Wur^lbuch v. *]-«) herauSgr»,! b« von «. Neubauer mit einem Anhange, «thaltmd Auszüge "au» ander« hebr.-arab. Wörterbüchern erschimen. '' Hlnmäni«. Die in vor. Nr. gebrachtd Notiz über die Gründung dner Colonie in Amerika für rum. Iudm ist, nach dem ,Lew. Chron." schweekutz glaublich. GoustUNktuopel Baron Hirsch au« Frankfurt ,. M. verwmdet« sich bei« Sultan, um für jüdffche junge Lmte au« der Türkei Anstellung beim Eisenbahn- und Telegraphendimst z» erwirk«. Die Zusage ward berelüvillig ertheilt, ell zeigt« fich aber bd der Prüfung dniger Aspirant«, daß e» ihn« an der nithig« Schulbildung fehlte. Der Baron hat daher vor» in Eonftantinopd eine Schul« zur vorberdtung für die gmannte «laffe von Beamt« auf seine eigenen Kost« dnzurithten. Feuilleton. i,)N. ■/ llRfUpMNnrt Fessel». 1 sstonschuup) Moritz war während de» letzt« Theile» dieser Erzählung ruhkgtr geworden, ging mchrmal» auf und ab und machet dann Mime, da» Hau» zu verlaffm „Wohin «oll« ' Sie, Herr Doktor?" fragte Bärch« »nMch. '' ' c .Mnn« Sie frag«?" «tgegnete Jener. „Zu ihr will ich,'ste «och dnrnal sth«,' uitt vielleicht dm» RrttungSwest für ste uad mich finden." ,^ör« Sie mich an und übrrell« Sie sich nicht, Sie «ürd« dadurch dem Mädchen UM so größere Schmerzen bereit«,' ohne ihre Läge 'um ein' Iottk zu »«besser». Stvnchill ist dm erklärte Bräutigam Bertha'» seit tzester«, und würdf ein« Eingriff in seist« Rechte nicht dulden." ,,«a» kümmert uüch der Schuft", rief Moritz zondg, „ich bi» ihm gewmbsm und werte vfn nöthigen Fall» «y Savalt vertrriden." „Sie red« tat Fieber Doktor!" versetzte Bärch«, -^h« mit d» Gericht« t» Eonstiel zu komme», könu» Sie Sto» nehill nicht» auhad«, dann find jene anch zn zw«i«, er mrt der Reger, und da wärt« Sst d« Kürzer«'ziehest. Folg« Sie also mdnem Rathe, der Ihnen/ mm« Sie etwa» ruhiger gewort«, rtnlmcht« °wirt, nn» bletdea Sie fort, »ielldcht Hilst Gott ans anbtrr «dse. »l» ich heute «ortz« da», Han» »erließ, bat «ich Fräuleiii Deermoore mit thräneg ja d« Aug«, Sir ja davo» ahzuhalt«, ihr noch dum Besuch abznstatt». Sie habe, sagte fie, die Ruhe der Seele schwer, sehr schwer erkämpf« «üff« nndfei überMNgt, daß derldfeste Lufthauch sie wieder vernicht« würde. Wa» sie mit Alle« dem gemeint, versteh« Sie recht wohl, so gut und »och besser als ich, nur glaubte da« armd Mädchen, fie spreche in Räthsrla za mir, und trag mir aas, wenn ich fie «iM mrstehr, Ihn« nur die Worte zu wiederholen." „Aber auch Stonehill", fuhr värchm fort, „ist auf ihrxz» Besuch vorterdtrt und gerüftd. Da« sehe ich schon, bararff^, daß sL, schwarzer Kelef dm ganz« lag an der iunrrp /thÜr sitzt, jrt« hinan», aber Niemand ohne gmaue Prüfung,hsp-/ dnläßt." *' * i

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