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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1873-01-01 · 4. Jahrgang Nᵒ 19. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
4 (1873)
Issue
4. Jahrgang Nᵒ 19.
Date
1873-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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tüh Namen, „Stern an Stern", die da da» ffiotf geführt haben, erweckt Aufmerksamkeit^1' Inhalt und Form der Redest' ist der Redner und der je Gefeierten ckürbig? RemtrN'wit' die-Namen der Sprecher (sins tltulo) Kuranbä, Ielltriek, Gildemann, Romprrt, Max Engel, Mauthne?, Jos. tr. Werkheimer^ Frankl, Hirschkrr, G. Simon, I. v. Goldschmidt, Sanbesberger, Wblflrr, Kmk v. Neil. Es ist tticht nur IftrV ßrre Decenz Md ^onventestz, daß die "ersten Toaste dem Kaiser,' der Regierung, deck Rrtch»rath,"'de^ Ststitt Wien ^j!?'«:' galten- und dann sozafagen non den äußeren auf 11? Inneren Angelegenheiten flbergingen/ es ist auch rhr* natürlicher Gedankdngang, der ^tr dieser Weise die ersten ReÄter Rück- und UnMicke thun. 'sic der jetziges'politischen Lage aich Stellung der Jaden OrsterrÜchS Und Wiens, bts seit 'jihst Iahten «ingetreKNen 'Umschwunges und den' illtrter'^eM'gedenken Ifcfr bis 'dann'der Slick der Mtekrn Rrdnm'stch''mehr und' imcker lefriedhtrr 'den eigenen fperkstscheN Angelegenheiten ztt« wendete.''-Man erwartet' -hier sicherlich weder' kiN'weiteres Eingehen aus' jme Reden, inich gU? ttn stergkrtchrstbeS kkrtheik über dieselben. Wenn wir jedoch der Rolle' bis'Referenten mid'—-'insofern es sich-um' rin BüÄ "hand?k?'2-1»^quafi Receüsentrn dicht gastz untreu'wttbeä und KiA? Punkt sprctell eiiwähnen sollen-,"so'wäre es'der,' daß i» NN» unaNge-' ndhm berührt hat, M dtr^veistR'ßreth Ankläitg^'an dir Culitisreform^pckstigkesttn,' welche 'Par estrem Jahre'dke'HaNrinde' und thrstr'Vorstand bewegt'haben,' Und nicht ick^Sinne de» Rebnrrs' erledlgt'sein'mögen, zu sindest." Es^klingr 'ikwas' wie Verstimmung und Tadel htndÄtth: Wir ÜnnÄr VUÜkrlich nichk 'wiflen, ' ob-'E BistsckmmluNg best Pi^Äl sti'^uifgesaßt hüben'mag, t»; koaiüit ja da vkrk „ans deN Ächl " än, dbch cksllkt e» Uns bii« Lesen'nicht ganz taeüwll unb''zst d?rtzar» nckcke des Ganzen stkmckend' rrschÄnrn."';,y - ’a . .u >.< ni^.tia; in ntin» ui rrv'.v in, -;i.i «rsßdritmmie». »-•; 5'- £»«»•«. Eswird'di^Ltfer wundern, WK fie'^fahren,' daß hier'synLgögal? Fragen dte semüthe? bewegen.' Es' ist denn auch sticht sto» solchen Diugmdte Rw«,'an die eist^ Deutscher bet's'yaagogalen Frechen denkt, söndetn'es handelt fich^ um dik'Symqogrn/'bie Gebäcks 'stn WSsttichen' Änste. Die jüdische Beoblkerüng Londons 'ist sticht wst sehr' angeackchsen, sondern sie hatihWWöhnsitzetnnerhM der Riesenstadt verlegt. <$o' liegen' stiut t« ustb nrlen den alten Iabengüartieren — von denen man füt London wohk 'rrdeit darf —" mehr Synagogen/ als jetzt'nithtg, in änderest Stabtthellen' dagegen wächst das vedärfniß und'der Mangel' an Yckhäusetu. Daher'ist einerseits daNondie Rebe die Hambro>-Svnagoge, ' welche neben der s. g. Dukes-Place -Synagoge und noch einer andern stet« nur schwach besucht' ist,'' eingehen za lassen. Begreiflich widerstrebt' dies der Pietät Vieler alten Mitglieder. Dagegen soll im Ostende' Ätst iteu? 'szrbtzv Synagoge erbaut werben. Ein zu dem Zwecke gehaltene» Meeting ging so begeistert an dir Berathung, baß die Ausführung dieses Planes fast gesichert zu sei« scheint. Aadreksett» ist im Wrstrndr die erst vor ganz kurzer Zeit erbaute Bayswatrr- Synagoge, wohl die geräumigste von allm tu Lvndon, bereit» für die hoch steigernd« Zahl der Besucher zu sag geworden. Daran trägt theil« die wachsende jüdisch« Bevflkkerung des Westend, thell» die Beliebtheit de» an fraglicher Synagoge fungtrenden Prediger», Hr. vr. Herm. Adler, die Schuld, oder richtiger da» Verdienst. Daher agitirt man für Umbau und Erweiterung te» Gotteshauses. Daß diese? Plan auf heftigen Mder stund stößt, so daß schon mehrere Versammlungen nach langen und heißen Debatten resultalloS oerlaufen find, ist seltsam.' Anscheinend oppontrt man der Kosten wegen, aber da gerade die reichste nnb eleganteste jüdische Be» ' völkerung in jenem StadtthÄl wohnt/ so kann der Kostenpunkt nicht de» währe Motiv''sein?'Trotz oder viel mehr ckegen der vielen Und langweiklgen Sitzungsberichte' und Eingesandt» über die Frage ist uns der'Agtntliche Grund der Meinungsverslistedenhest nicht klar gewbkdtü. r> -! . :l. '.;i- '!!. ilt : llh; V.! ' ’ ^»«streich. * “ ^«rf*. Wir berichten über zwei Controversen? welche unlängst startgrsunben haben. DA Äne brtrifst 'die Frage über den Glauben an die Unsterblichkeit' bet' den Israeliten ber Borzrit, fir ist innerhalb der „Akademie der'Inschriften" geführt wotben' rnb dann ln di?' Ioüraale det Hauptstadt übergegangin. ffi.t fSrthen*'Mitr' über' den bisherigen Barkauf der Debatte berichlni/'et« Eingehen auf dir Sache selbst'ist hier nicht am Platzt. ‘ ■' ■ Jos. Halivy,' in' ßitseN Bll. 'schon oft als Erforscher alter morgenläodischer Sprachen 'ünd Inschriften ertvährtt, hatte ist' btr''Akädemi« über die bereits t^lbesprocheni! Inschrift d«L Efchmune^er, Itbn. voN Gibon, 'gelesen und nachzuweisett gesucht,- t^rß -"da > zwei Stellen deutlich von Nststdrblichbnr der Seele die Red! sei. Es handelt sich um die Erklärung ge- Msier Äbrti, welch«'mich Halrvy best hebräischen, auf Unsterbktchkett za beztehendtn, ganz entftzreihm, so baß'jene für ditfe eine Etklirung und Bestätigung bieten.' Gegen Hal. iu .heben sich Dermbüurg und Rönan, und ersttrer las-in'der Akademie eine Abhandlung, worin er den Hebräern den Glauben an Unstt, blichkett ganz und gar adsprach. Halevy la» ^dann einen da,>egen gerichteten Bortrag, (natürlich wickelt sich die Controptrhi bsreit» schj mehreren, Mogaten,ab,^ welcher sogar zu ttiter slütckischn? «<iat?fü^rÜ, wie sit^sonfk' in so ernsten und gelehrtm, rein wiffenschaftlichrn Versammlungen nicht Vorkommen. „Renan, wird berichtet,, wurde während des Vortrages bleich und gÄ beständige'Zeichitst^ 5?? Angedüld, endlich beäch er lot und tief: „Da» 'Pitt da sagen, hat keinen Sir n. Ich bebauet«, daß das'Büreaü nicht einen Sachkundigen, z. B. Hrn. DekeNbourg oder mich, zN'Rathe gezogen hat. Wir würden beide sicherlich die Verlesung. Nicht zügelaffen halun." Der Präsident schnitt dk?'Dtbättt äs. besttckmte daß Hr. Hal. sein. » Vortrag fortsetzen solle >»nd hob die Sitzung arf." Nun bem ichttgten sich, Mit gesagt, die' Blätter ber verschkrdenen Parteien ber Sach«. In btt „Reo. Zsr." liegen uns Auszüge t us de« „Monde", bekanntlich einem klerikalen Blatte, vor, erste Leitarttkel von dem Chefredakteur, Eoquill«. S» stab wahrlich treffliche Worte! Cs ist begreiflich und verzeihlich, Jfttm es in der Einleitung heißt: „Darum will Hk. D., welch rr Jude und Rabbiner (soll heißen: jüdischer Gelehrter) ist. da» jüdkscht Volk herabwürdigen? Weil der Streich auf dm Katholirismu«, de« Erben der HÄräischen Traditionen, zu rückfallen würben darum sagt uns Hr. D„ die Juden sei«! zu tikpÄhast (gTomienO gewes«,, um sich zu der Idee der llnsterblichkeit zu erheben." Laflm wir diese Deutung auf sich beruhen. Was aber Coquille in jenen >rtikkln sagt, ist ein« verherrllchung ber tsraeltttfcheN Lehren und Gesetze, eine Vergleichung derselben mit den griechischen,

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