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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1873-01-01 · 4. Jahrgang Nᵒ 19. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
4 (1873)
Issue
4. Jahrgang Nᵒ 19.
Date
1873-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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148 präsentante« der hiesigen Synagogengemeinde haben oorltngst, me bekannt, eine Reorganisation der Religionsschule beschlossen, welch« nunmehr mit dem neuen Schuljahr« in'* Leben tri ten wird. Zn dem Oberlehrer Herrn vr. Heinemann ist eine neue bewährte Lehrkraft gewonnen. Herr Z. M. Iüdel, w« lcher der Anstalt seit ihre« Beginne angehört, sowie der neu engagirte He« Katzenstein «erden, unter Mitwirkung der nöchige» Hülfjlehrer, al«. ordentliche Lchrer fungireu. » Zar Hrstellung.ein«* neuen Schulhauser ist ein Bauplatz-in günfti ifter Lag« bereits erworben. Bis dahin wird der Unterricht in de« «wetterten und aogemeffen renovirten bisherigen S hullocale ertheilt werden.' - M«««r, 1. Mai? (Or.^Corr.) Zm hiesigen 'Handwerkervereine hat vorgestern unser Prediger Hr. vri Rllkf cir en sehr anregenden Vortrag: der historische Rahmen zum Kculbach'schen "Bilde „Petei?'ArvueS", gehüsten, 'derselbe ist im „Man. Dwvtb." abgebrmkt, und dürste besonders der Sihluh auch ZhrL^Lesek sttteresfiren. (Der iNterefsaiiÜ Dortteg-giebt einen kurzen' Uederblick Über die Geschichte der'Znqnsitlon und schließt dimst'tdit folgt:) " » V.a:.7»!. h<r v;.. 4-- „In Aragonit» alleiy,bestanden bis ,dahin »och kein« Ir quisitionSgerichte unh Uvar.,auS dem einfachen Grund«, well ein LanbeSprimlegigip A. für uustatthgst erklärt«, daß «Ü her. Verurtheilung'efyes, auch ^nöch' so schlimmen- Berhr^ch^Gütern'nziehung verband^» sei. Ferdinand hob mit. Hälfe sein« getreuen Torte- „ diese-' Prchi^gium auf und,.nun setzt« Torqumnada zwei Inqui^tionsrschter es», darunter seinen getreu^ steil unö ebenhürti^^en.'Äpsosstn, den vom,Papst Pia napo unr. vom Maler Kaulbach Mhesxlichtea Pestr. Prbueß. ',) - „chlstriw.'.in Amgenirstnaollt« man-stch nicht s» leicht da* swr^barr Gericht-«f; de» HntS. laden lassen.' Mau wandte all«-Mittel «v u» *8 bestst, Könige durchzafetze«, b-ißdie- Eirrichtuug d«S.Z»ch«ßtio»Strib»nalS unterbliebe, allein «er» ' gelnnS; bat ungeheure Vermögen der Zodenchristen »ar für den,König zu »«lockend. 'Daichaßte. ein kühner Ri«»». an»! jüdjjchmn Blnte, Juan Pevez-Sastchez, den vrrzweifeltenLv-' schlag».-' den - Hauptinquifitor für. Aragome»,' Pedro Arb«S," au» de« Wege zn räumen,,, wa durch Schrecke» die Thätig» keit de- Gerichts, de» jcho» «i« Menge Mensche» zumOpf« ge alle» waren, zu Hintertreiben und den König z»r Rachgie- - dq»keit zu zwinge». Die>Vornehmsten der Hauptstadt Sara-- Hvisa und deganzen, Landes woarn mit ihm im Bunde. Am ' 1!.. September 148b überMm di« Verschworenen den I»--- ^suifitor, als er fich »or Tagesanbruch mir d«. Laterne zur' F> ühmeffe in di« Kirche begabnnd ein« derselben brachteihin ei« Wunde am Halse»ei, an welche» « zwei Lag« da» raaf »erfiard. Don Könige und der Königin kam dies« Drrfall zur Befestigung d« Inquisition in Aragonien sehr gelegen. Sie ließe» seinem Angedenken eine Statue errichten, wiche di« Vrrbimste beffelben, um dir Ausrottung deSKetz«- thunS «rrwlgen sollte. Am wirksamstm wußte» jedoch di« Dominikamr die Sache «uSzubeutm. Sie. gaben vor, der hrilige Märtyr« Lrbues habe sich ihn» als himmlisch« Elfis «inung offenbart und sie «mahnt, die Inquisition zu stütz» i» d zu fördern. Ah« cauonistrt» heilig gesprochen, wurde « damals noch nicht; das blieb erst uns«em gegenwärtigen P rpste Vorbehalt«, der damit das höllische Tribunal und di« zu«i Millionen Morde, di« «S begangen, gehMgt und gemäht hat" An« H-erschteste», I. Msk.' (Or.. Corr.)' Sin »lick in die hstfig« gewerbe- und hüMreiche Gegend zeigt die «- steuliche Thaisache, daß ttotz de»/ dör gan^ Zeit brS Jaden in'Anspruch nehmenden MateriastsmnS,dennoch Such kür da» Geistige'und Religiöse Interesse hat. Jeder Ort'erfreut sich «in« zeitgemäßen musterhaften jüdischen Schule,' worin religiös« Griff''geweckt witd. prachtvolle Synagogen flößen Liebe für best Gottesdienst eia.' Fast jede Städt en Oberschlesien birgt in ihrer Mitte «inen jüdischen Coannerzienrath, und wie Referent wohl 'unterrichtet' ist," ist' dir Wunkstcenj dies« GeldMäimer für religiöse Zwecke sehr' erheblich'. Besonders hervorjuhebeN ist' der' Sommerzienrath Hr. vr. Frstbländer in Benthen;' durch tknö'zmn Wohlthust zweckentsprechende Allianz 'diese»'Herrn mit dem Hnr. Rnbiiner Vr.' Rosent^ak1 ebendaselbst/ gründet« sie init vereinten' Kräften ''einen WohlthätitzkeitSverein,"'-wodurch da« ttaurige'Schicksal 'der ^ltmeö' bedeutend erleichtert wird.-u— Auch di«'sehr steine hlvS' 18 Mitgliedern 'bestehende'''jüdische Gemeinde Gogols»^ entwickelt ln jeder Hinsicht einen ersrealichrn"Dvhlihätigteik»sinü. SewähmnSwerch' find tüt Spenden dieser Geckeindt zur Ausschmückung ihrer-kleinen schönen Synagoge/ der Gesehrollen> Pemhtvolle silbern« Llo-dvässeti,'wir'sie stor'lit drn gMtrn'' Gemeinbenzu finden'find:''Für das religiöse Herz dt» l?ts«rS rvwdtn benannte, nachahütnngSwürdfge, ans Dahrhest b^uhpnde rhiitsachen'zur GenUgthuüng gereich in.'" u' ™ l - ' ^Ködler! " ' i'* II-j; Jifjfl'j** .:(>*> ,Iiii ‘UI. -.T ft - ' .uw!™*; Oesterreich/' '3 "" AS» Me« «rhirsteit wir «kn Hestcheii^ »s'Zür Gritinenmst ' ün -die- Generakdersinnmkung d»',Prrrstt-"jUr^fr»«me" und» wohtthükige Werte': Lhavra Kadffchä,' ani'lst. Atckr'8Ü38" -—'8. März 1873.^- De«' Mitgliedern . . . 7 gewMit dom Vorstand«."" Dit Blätter 'sind/ laut Vürworl, '/besstmmt^ ekn S^nnervngSzekchen an den denkwürdigen Teig zil Mieten/ dm unseb Verein - in treu« ' Beobachtung «sn«S altihrnÄtbigen Braucht 'in' distipelt« Weis« festlich'biegiag.kstiersM Uin^och' zehnjährigem-AMfchenränw« 'alle 'feine Mstglledre festlich^zu^' vosaMutckUj' äiibererseitS" «n^brstr MoMnüe, 'Vtt da« neue Spital, dieser durch' die Mstnffittnz deg' Frhrst.' d^.Roth^chstd'' in's Leben gerufene großarttge Institut in den Btsstz'der'Gi'-' mriNde-kbergtck,'uoül ü«stt»f> Geste gerecht zä' werden."" An d<»1 ^»itze'-stcht d« Recheüschast-derscht, 'drei Jahre (iöTTO bi« 72} umfassend. "Ms« fomuuri auf einzekiit darkn 'tnthül-. teste D«tten i» einem and«oi"ZuflNnmeahangr zurück. Danu" folgen von @.'12—<48!W« bei dem Festmahle gesprochenen Toaste. Offen gestanden schienen' un« schön «lnzchttt Ausdrücke tu' dem Borworte etwa«' überschwängstch, gleich. als wären sie unmittrlbar nach her Heimkehr' vom Festmahle triedergeschrieben, so wollte unS di«'ÖüaatitLt da Toaste, fünfzehn, und deren Umfang noch bedenklich« erscheinen. „Da»'. Alle« haben die Herren - anhörrn müssen^"' Aber wie bald' machte diese übernüchterne krttffche Stimmung ein« anderst Platz, wie' begierig lasen wir bi» an'» Ende de» Büchlein», nachdem wir begonnen! Da ist zuerst der Bericht'über da» vom Vereine Geleistete; e» find nach Qualität and Qaantttit' so «hebend« Thatsachrn, daß denr weitentfrrnten Leser da» Herz hoch und warm schlagm muß, « müßte den« keine» haben! Und die Tischreden — schon die Reihe d« glänzeni •) Dem Herrn Einsend« verbindlichen Dank! Red.

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