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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1873-01-01 · 4. Jahrgang Nᵒ 19. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
4 (1873)
Issue
4. Jahrgang Nᵒ 19.
Date
1873-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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4 li IS. -1873. A3?1*0*% W für die religiöse» «ja» lokiale»^J«tmsseu des J«de»th»ms. v»rn«ta»cNtch«r "7^ Rabbiner vr. A. , .tu* — MbMUftM ttcr km Raun »e*t. Magdeburg, 14. (snHil't in Stettin. rf’1873. {W ta.--l-ta.__ 4.-— *ji MDWHm Pmf «I» feMMmMMiK and 9o»n#tltra. » tat« .*.»»/ MR ««I glich 3ü|tlt fritntl ViMMi ««lipottlich« Cmirfmiyn. IT. — Hmmioer. Konti »ns vsoschlefi». — Oesterreich: «en. — atfftte M» «melk »riH»iii Mfen. Mn»|tt«|. twllrtin »drnhnM a«mfl»k#. — Unjtchtdnr» gessiln. i» rr«W.v«k. — Jtfmtt. — t«w|MW|Wi Ventschton»; Calln. tmtkn. ||ltitntinit t: London. — -rnnkreich; vari». — v«. U Qttt. Wnnilnltn. Ns»-York. Ni» k Janeiro. — Mt »tat jitdischtamrriktaiische» tte» o» A N. Lichtende»? Selege»Nirtze Le»erK»»gr». u') # Otr uni liegt her Prospectus eines neuen großartigen literarischen Unternehmens. Eine „internationale wissen« schaMche Bibliothek" soll erscheinen; hervorragende Gelehrte Englands, Deutschlands, Frankreichs und Amerika'» wollen unter gemeinschaftlicher Leitung eine Reihe von Werk« aus de« Gebiete der Social« und Naturwissenschaften tat populär« M UWWWWDMMMWf^W^ RTMlfnl9»M^pR3 Sprachen und in den vier Ländern gleichzeitig heransgegebeu werden. ,r :.r. ... uv , Eine sehr erfreuliche Erscheinung l Ein Trost gegenüber den Rationalitäts-Hetzerei», dem Chauvinismus, dem Sprachnnd Dialektsdünkel und dem Racengeschrei; Erscheinungen, die, wenn man fie wirklich als Signatur der Zeit betrachten müßte, die EntwtHnng,' d«s N»ahrm, Eultm iun anderthalb hundert Jahre zurückwerfen würden. Wenn wir indessen einen weiterin Blick in den Profpect werfen, so giebt er nach >etn« andern Siichtung hin Anlaß zmn Denken und zu Bchmk». Es könnte voreilig erscheinen, nach bloßen vüchertiteln ein llrthell üb« die SesaniuUi ichtung eines solchen .Unternehmens bilden zu wollen; ab« es ist doch wohl keinIrrthum, wenn wir glauben,, daß ein Thell der betreffenden Werke die materialistisch« Richtung vertreten werde. Freilich nicht den rohen Materialismus, dafür bürgen wizd« theils die Titel ber Büch«, »Heils die Ramm ber Verfasser, ab« eines feineren — nm «8 hi«! bei diesem ungenauen Ausdrucke zu belass». .Es find Fachmänner von Weltruf aus dm vier leitmd« Kulturvölkern, welche Büchrung spendm wollm, ihre Büch« werdm j direct und indirekt (in den beliebten AuSzügm, ln weiter» Popularifirungm und Verdünmmgm mittelst zahllos« Zournalartckey ihr« Weg ins Volk finden. > :h*. •) Die erste Reihe dies« Bemerkungen, in Rr. 11, steht mit dm heutig»'in Ämtern inneren Zusammenhänge. Wir numerirm diesen nnd spätere Artikel nur der äußeren Qednung wegen. ' -,, , Es Hilst nichts, die Augm z« verschließ»! Ein« nme, vielfach von d« hergchracht» Anflchtm üb« Wesen Wirk», idrl Geistes, üb« das Bechältniß von Seele und abweichend« Anschauung gewinnt allmilig Terrain, nnd muß auf die Religion«, ans das religiös« Dm- und Leb« Taufend« Einfluß i «langen, > die Theologie mit iho rech»». Es hllst'nichts, in dm gewohnten,' Denk- und Lchrgelris» sich fortznbewegm, so« und Mchchtm, Lehnen als ftstbewtesn, Ock _ anfgchdrt Hab», ans diese Titel Anspruch zu besitz». ’r > Wie wich sich das Indmthnm zu de« „feiner» Materialismus" stell m. wich ci sich Mit ihm auseinander setz» können? Es ist das ein« Frag«, die sich ficherlich nicht mit gelegentlich» B«««kung« abchnn läßt, doch gebm wir einig« solche t» aphoristisch« Form. Ausführung dletdt »orbehalten. Wmn wir jüdisch« Predigt- (Denisch-) Bücher aus früher« Lahrhunt «wa auffchlagm» so find« wir sehr oft dm einzeln» Predij tm als Einleitun, ein» Satz vorausgkschtckt, d« als „aügemitn bekannte, zugestand««, von Niemand bestrittme k. x.“ Wahrheit bezeichnü «ich. Wenn' diese Sätze nicht aus kr M lchanatik stammen, geschichtliche Facta betreff» od« Erfahrung, n üb«, menschliches Leb« und Treib» aussprechen, wmn it vielmehr, Brie sehr häufig, aus d« Natur- funbe^ Mchizin, Astronomie, Philosophie u. s. w. hergenommm find, so fird-fie sammt und sonders längst v«altet, verscholl», »erbe» weder mehr gelehrt noch geglvnbt. Das schadet ab« dem Kerninhalt jm« Predigt»^,.das beeinträchtigt das Iiidenthum garnicht. - Seit zwei Jahrtausenden hat fich daS Zudenthum mit dm verschichmfim h«rschendm Weltanschauung« und System« auseinande gesetzt, von ihn» aufgenonrmen, sie sich , und sich'ihnen accommodirt. Darin hat das Zudmchum seine ewig jugendliche Frisihe und Lebensfähigkeit, darin Hab» die leitmd» Geist« »nt« seinen? Trägem, ihre Spannkraft glänzend bewährt. Bald hat aristotelische, nüchtemste, verstandesmäßige Systeme ttk, bald systemloseste, phantastische Mystik obod« fe sind bewältigt word». Rirgmds Concllsbeschlüsse, Beker ntnisse, Lehrordnungen, Syllabus, Concordien-

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