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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1873-01-01 · 4. Jahrgang Nᵒ 17. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
4 (1873)
Issue
4. Jahrgang Nᵒ 17.
Date
1873-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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i. Jahrgang -Schrift für die religUsea nd VE« J»tereffeu de» IlltzelühcmS. fW- Rabbiner Dr. BrN» nt ftranlptrT fei» « 6jr. in Stettin. Magdebmg^o. April 1873. ja kqiehea km» M>» 0k^0|M|q||bi yfftitfllNrftf, 3tfnNMis*9üi|w H«s»V«chdnickmt NR C«l Friese 3«|(lt ttltertl VttfM t Wmhiifctnyn. (t) — Hamiovrr. Val kn Prooiaz $ofea. Vraaaschtoeig. — Oeßas «akare». Zosiy. — Omnifdrt« aak ntutfU ftt aapol. Part». — {fnilltMl Uaftchtkare Fesseln. f)*t — 3«fn»K. «tl «e»i»i»cr»)e» Dir fragt, ob mm jetzt ka» fünfundzi »Sbu« ker geschichtlich bedeutsam» Dag« kr» öffenlltch mtd in demonstrattver Weise begetzen 'in MgoNdsna neeneini pn Werken, kenn man lt*t -» *-»- - - *** - ■ *» *A lt. t— --H- ■* JAM MBL Mt MjtOI »APNM t> VVMFtM, Fraukfnrt a. M «l» Jubiläen «sehen »ollen. WMb JP* jene Fvago dewchm Lhatsach« ist nicht» zu ändern unk zu denleln; »it dem fahre 1848 keginnt ein höchst bedeutender Abschnitt der neueren, Geschichte, da» steht fest. So kann «» denn nicht fehlen, piß in jedem, der jene Zeit bewußt durchlebt hat, Erinnerung« an Erlebte» auftauchen, an Allgemeine» und Besondere», Vaterländische», Lokale», Persönliche»; die Jubiläen begeht jeder in seine» Reminiscenzen. Am erste» Peßachtag« (18. April 1848) fanden di« llrwahlen zum ersten deutschen Parlament statt. Zum ersten Mal«, wirklich zu« allerersten Male, feit t» t* eine deutsche Geschichte giebt, waren auch die Juden Deutschland» zur Aulübung de» höchsten bürgerlich« Rechte» gleich all« Lindern de» Lande» berufen. Wa» zweimal in d« Büchern der bi» blifch« Geschichte Verzeichnet ist: „ein solche» Peßachfest »ar »och nicht begangen" — da» könnt« auch wir sage». Zur festgesetzt« Morgmstuad« begab« sich alle Männer in unserer damalig« Gemeinde zur Wahl; in früher Stund«, prOTD, in Eil«, aber in fr«, ig. bebender, wurde deühalb der Festgotteüdimst geholt«, ohne festlich« Gesang, ohne Predigt, äußerlich fast wmktägig, und doch welch« Fest- »nd Dankeühtzmu« erfüllt« di« Herz«, Jubel Dem, „der«»« erlöst hot." Am fünfundpvanzigstm Iahreötage gedacht« wir jene» gewaltig-bewegt« Peßachstste». Ja wir, die wir auch die Zett der Schmach, die de» jung» Geschlecht« scho» fast fabelhast Aingend« Zustände, die ganze oder halb« Rechtlofigkett «ft erlebt Hab«, »tr Sau« und »erd« nicht vergessen, „lürd wenn unser Mund uav Loblieder »brr, »ic da» Meer" . . . so'könnten »tr nie genug k«to . . . nnd Srtifkntnjnit Deutschland: Bfrfin. Frankfan a. 97. Ara». B.-flim, Kack. — grankretch: Parti. — Cumlaitn: Leipzig Frankfurt «. M. CI ton«. Aul kn Pfalz. Wien. Aarau» der, Mtsch-a meri tonischen Mm wa I. 9t. Lichtenberg in 9bw> Dank« iatbesonderr dafür, daß jene Erlösung für «n» ne bleibende gewesm ist. Die bürgerliche und staat»- bürgerlich: Gleichstellung, um die zwei Generationen gekämpft und gebettelt, st« »ar, noch ohne durch Gesetzetbestimmungm festgestellk zu sein, mft j«er Zulaffuug zur aktiven und passiv« Parlammtöwahl faktisch auügesproch« und ist un» seitdem gebliib« und gefestigt worden, nur in einem Land«, in Bayern, rnirde st« auf kurze Frist wieder entzogen oder verkümmert. , »er fiel diewual ans da, Mmten Peßachtag. Wir gedalht« da de» Datum» noch eimnak, und Anserr Ge-* dank« »erweUt« dann bei den Eingangiwortm de» Toraabschnitte» „Al« Pharao da» Bolk zieh« lieft" — Ganz so schlimm war'« freilich nicht gewesm wie einst in Egypten, aber die Gesetze, w llche in d« meist« deutsch« Ländern «nd Ländch« auf un» gelastet, hatten doch vielfach eine unverkennbar« Kamllimähnlichkett mit dm att-pharaonisch«; da» ,121' ]B ,^a» Volk soll sich nicht mehr« und zu mächtig werdm", war doch ter Letmgedanke, dem sie entspross« warm. Und mancher p faraoaische Starrfia» und Uebermuth hatte wieder erst gebrochen werden «üffm, eh« auch Israel frei au «zieh« durfte, „iseichm" de» Gotteägertchte» und „Sünder" der Stnneöändümng, ungeahnter Eoneesfion« und Errungmschaf» t«, halt« wir wieder gesehm. „«» Pharao da» Volk zieh« lieft da führte sie Gott nicht aus dem weg« ... der doch so nahe war. . . sondern aueinem Umwege." „Und Sott redete zu Mos«» sprechend, rede zn dm «inde« Z»nul», daß *1« sich rückwärt» wendm . . ." Höchst seltsam klingt «in A«»spruch R. Simon'» in der Mechilta, daß überall da, wo die R^eweuduo, „sprich und sage" (so rrte hier) uorkommo» da» betreffend« Gebot für alle Zeit« gelte. I»rael ist doch nur einmal so rückwärt« gezog« und atcht immer wieder I Oder hätte Gott Iürarl noch gar oft aus Umweg« geführt k E» wäre leicht, da» Letzter« p, erweis», zn zeig«, daß da» Gebot „sie soll» sich rückwärt» «ent»" noch oft ergangen ist. «tr aber Hab« «tu« solch« Führ«, aus «ine» Umweg« selbst erlebt, «ie scht»

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