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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1873-01-01 · 4. Jahrgang Nᵒ 1. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
4 (1873)
Issue
4. Jahrgang Nᵒ 1.
Date
1873-01-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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(Auch Dr. Neustadt In BreSla», welcher de« Könige von Lachsen seine mehrfach erwähnt« Schrift über die Unsterblich» keirSlehre gratulirend übersendet hatte, hat ein Dankschreiben empianqrn.) Jsorenz. Die „Gazetia d'Italia" brachte unlängst einen längeren Artikel über die rumänische Zndenfrage und kommt zu dem Schlüsse, daß Italien, au« humanen und politischen Gründen, die Lache nicht auü dem Auge verlieren, sondern sich für die Verfolgten verwende» müsse. (<!orr. j(r.) Ifatl». (Eine französische jüdische Familie.) „Rev.Jsr." bring: nachstehende „Todesanzeige" (lettre'de kaire part) zum Abdruck, wir thun dergleichen. ,£9? Äarum? brauchen wir den Lesern wohl nicht zu sagen, ^frr Isaäc vorr de Turüsne, App.llationSgerichtSrath in Besän^on,' Ritter der Ehrenlegion, Ir ran Ww«. Bing geb. WormS, Herr Jul' May, Fabrikant in Elbeuf und Frau geb. Bing, Herr (Lug. Bloch, Ofsicier ei'ster blasse bei der Militäirverwalrung, R. d. (£. L. und Frau geb. Ding, Herr Charl.'Bloch/Schüler der polyt. Schule, Herr Georg Bloch', Zögling der Msiitälrschute in St. l!yr, HH. Fred, und Maur. Bloch, Herr Hypp. WormS, SchifiSrhjFer u»LIrLtl»^Hexr Luc^WorwL, H E. L„ Frau^Ww. Löon Francheiti (Wittwe tz«S gefällst^»,Eommandanten) Frau Wwe. Dr(al geb. WormS, Herr Mich. Breal, Pro/effox am Collügi' de Trance, R. d. E. L., Herr Em. Breal, Hr. Leligmann-Lui, Militair-Unteriiitendant 1. El.,' Officier d. E. L. »nd Frau, g,b. WormS, nebst Kindern, Frau Wwe. IaqneS Bing, Herr Lövy-Bing, Banquier und Frau nebst Kindern, Herr Eng. Sommerhäuser, Advocat, AbtheilungSchef im belgischen Ministerium des Innern, nebst Frau und Kindern, .Herr Eug. Bing und Kinder, Frau Ww. Phil. Bing, Frau Ww. Mich. Goudchaux (de« «hem. Ftnanzminister«) nebst Kindern, Herr Jul. Goudchaux, Frau Ww. Dalsace geb. Goudchaur aus Naney nebst Kindern, Herr Leon Goudchaur, ehem. Notar in Paris nebst Frau und Kindern, Herr Arthur Herr de Turique, Liter« in Paris nebst Frau und Kindern, haben die Ehre den schmerzlichen"Verlust anzuzeigen, den sie durch den Tod, der Frau Germance Herr de Turique gtb- Ding, gestorben i» Pariam 17. Novrmb. 1872, 6$ Jahr alt, ihrer Gattin, Tochter, Schwester, Schwägerin, Tante, .Nichte und Cousin« erlitten haben." - Karl». I« Betreff der Ackerbauschuke in Jaffa hatten sich beunruhigende'Gerüchte verbreitet.' Die Sacht.verhält sich so: Ehemalige.Besitzes der der Colonie ähgetretenen Ländereien wollten die Abwesenheit deö Hrn. Netter benutzen, um sie mit den Waffen wieder in Besitz,H»>>etz»An. Gewaltthat stand zu<cheiü<cht«n.Daß 5<1eudnt'Ca»tte-t«tLlll«tte>»»»rde. sogleich benachrichtigt, telegraphirte nach EorzstaiUrnopel und die türkische.Regierung gab so schnell ihr» Befehle, daß die' Urbelthäter keine Zeit zum Handeln fanden. Jetzt ist "aleruhig- " '' -Wart».—Wie der-Parffre;,Fig«lv" belichtet, haben die Säh« deverstorbenen Baro» von Rothschild die Reveuürn einer Lumme von einer Million gespendet, welche den bedürftig« Familien von Pariohne Unterschied der Confession zue Bezahlung der Miethe zu Gut« kommen soll. Die Bertheilung der Revenüen dieser nach dem letzten Wille» d«S Berstorbenm - gegründeten Ettstung geschieht in de« 20 ArrondiffementS. HUtz«. Da rassisches Blatt hat jüngst feindselige Artikel gegen die Jade» gchracht »>d untrr anderrm berichtet «in Jude habe kürzlich einen Bauer ermordet, .Dergleichen' geschehe oft, aber die Juden wüßten solche Schandlhaten zu verdecken u. f. w. Man müsse sie aus dem Lande jagen." In der „Rigaischen Zeit" veröffentlicht ein Baron Behr auf Titelmundr ein« Bertheidigung der Juden; st« sind, sagt er, im Lande unentbehrlich, seien fleißig und redlich, die Beschuldigung des Morde« sei ganz grundlo«; der Erschlagen« sie einer von seinen Hofleuten, es sei aber nicht einmal der leiseste verdacht der Thäterschast auf einen Juden gefallen. (Hamag.) ,j Stocks»-«, ü. December. Di« Post vom 7. T.' meldet: „Gestern fand am hiesigen Gymnasium die Maturitätsprüfung . statt. Unter den 8 Examinanden befand sich auch eine Abiturientin, Johanna, Tochter de« Rabb. vr. Lewysohn hier. Drei fielen in der schriftliche», zwei in der mündlichen Prü- , fung durch, e« bestanden zwei Schüler und die genannte Johanna Lewtisohn, welche gerade am PrüfungStage ihr 18. Jahr vollendete. Da« MaturitätSzeugniß derselben ist ohne Zweifel da« beste unter den ertheilten, da sie viermal die Note cum lande erhielt. , Feuilleton. Unlichtban lefTjtln. Orig, ml - Novelle au» dem silbisch - ayiestkanischen 'Leben von 2. W. Ltchteuderß in 9)c»>0or(. ' Fünfte« a-pitri. . Bet allen thkänen, die Ihr je Geweint um unser vtenschenwch — Beim Wart, da» nur der Priester kenn« , Und niemal« ohne Schauder nmnt, Bei Eurer «ig'nen Schönheit, Huld und Mild«, Beschwör' ich Such Ihr «ng«(, schü», Mathilde. Heine. Die «uftonstreet hatte Ruhetag. ES ist unsere Pflicht und die Htflichkeit erfordert eS, unser» alten Bekannten eine kleine Sabdathvistte,,abzustatten. ES ist zwar ein warmer Augusttag, aber im Parlor-de« Herr« Deermore ist rS recht kühl; tretenwir rin. Ah! da sitzt ja Herr Deermore inmitten d«S Zimmer« auf einem Stuhle und schaukelt sich behaglich, neben ihm auf einem Hftßh-nkchttt^ da«, schöne Lockenhaupt, wie esu vvzogeneS Kind an die Knie« ihr8i Bater« gelehnt, sitztunsere liebe schöne Bertha. Ihreweiße -geschmackvolle Kleidung f-himmert km Halbdunkel deS 'PitrlorS wie da« Gefieder rineii herrlichen Schwane«. Rechts und links neben dem Sfti«g :l sitzen noch zwei Personen und gähnen um die Wette. Die eine ist unser lieber Freund Moschch, jetzt Moh- Deermore zenanni. Aber wem gehört denn da« dicke bekannte Frauengefliht an? Un» so bekannt und doch so fremd. mit natürliche» Locken, die schon etwa« inS Graue spielen, soviel unS der Reflex de« großen Spiegel« zeigt,Aber kennen wir denn die nicht »ehr? DaS ist ja Gudel, jetzt'Jutta geheißen. Wo ist denn ihre Hqube mit dem falschen Scheitel? ,Ia^ hat sich waS! Frau Gudel hett sich xesonnirt.ft» -tz»ien Pande, H«ube uni, Scheitel sind verschwunden und'Jutta' trägt/wie es einer gebildeten Frau zukömmt, ihr« eigmen Haare und zwar Lockt». „Wo mag nur Lärchen steck«?" fragte Gudel, die wir küffMhin «st dem neuen Ramm pasfirm lassen müffen, und deshalb fix immer von diesem Abschied nehmen.

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